<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344</id><updated>2011-07-08T03:26:05.227-07:00</updated><title type='text'>Hansania!</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>53</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-4640997012465316674</id><published>2010-09-06T03:58:00.000-07:00</published><updated>2010-09-06T04:03:15.014-07:00</updated><title type='text'>Daheim</title><content type='html'>Ja, ich bin daheim!! Seit Freitag Abned 20:13 wandle ich wieder auf deutschem Staatsgebiet und genieße es in vollen Zügen. Noch. Die Vorfreude war riesig und wurde bisher auch nicht enttäuscht, doch die Differenzen zwischen Tansania und Deutschland sind schon wirklich gewaltig und ich bin mir sicher, dass mir der Müßiggang, die Offenheit der Menschen und die generelle Unbekümmertheit fehlen werden. Doch Deutschland hat ja auch ein bisschen was zu bieten. Um einen kleinen Eindruck zu geben, was ich damit meine, stelle ich hier mal die Wunschliste rein, die ich eine Woche vor der Heimkehr an meine Eltern schickte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schokoeis mit Stueckchen drin&lt;br /&gt;drei- oder vierlagiges Klopapier&lt;br /&gt;frisce Vollmilch&lt;br /&gt;Kabapulver&lt;br /&gt;meine Anlage, aufgebaut&lt;br /&gt;die FAS muss am Sonntag kommen (ich nehme an, ihr habt sie eh nicht abbestellt)&lt;br /&gt;zartes Fleisch (an irgendeinem Wochenendtag)&lt;br /&gt;skatebares Wetter (okay, das koennt ihr nicht beeinflussen...)&lt;br /&gt;frischbezogenes Bett&lt;br /&gt;gute Musik im Auto, wenn ihr mich abholen solltet - ich denke da an&lt;br /&gt;ACDC, Hell's Bells&lt;br /&gt;ein bisschen Zeit wenn's geht&lt;br /&gt;die Erlaubnis einen intensiven Grillabend zu veranstalten&lt;br /&gt;(vorzugsweise am Samstag)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sieht's aus!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Blog wird von mir jetzt nicht weiterbedient, solange ich nicht noch einmal für lange Zeit ins Ausland abwandere. Ich danke daher allen, die daran während der vergangenen zwölf Monate gelesen haben und hoffe, gut unterhalten zu haben.&lt;br /&gt;Bis dahin, kwa hereni!&lt;br /&gt;Hannes&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-4640997012465316674?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/4640997012465316674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/09/daheim.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4640997012465316674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4640997012465316674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/09/daheim.html' title='Daheim'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-4715445779516881084</id><published>2010-08-31T23:50:00.000-07:00</published><updated>2010-09-01T00:33:14.400-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Soeben befinde ich mich im Hauptbuero von Envirocare im beschaulichen Makongo Juu und surfe im Internet. Eigentlich bin ich ja gekommen, um meine Bekanntschaften aus den ersten beiden Monaten Tansania zu verabschieden, doch eine Welle Schwangerschaften hat das Personal ziemlich durcheinander gewirbelt. Scola: babyboy; Khadija: babygirl; Haika: babygirl; Emily: daheim in Uganda; der Rest: unterwegs. Naja, dann werde ich nach dem Verfassen dieses Blogeintrags wohl noch ein paar Meter weiter zu meiner einstigen Wohnstaette spazieren. Wer weiss, vielleicht findet sich dort ja ein Bekannter.&lt;br /&gt;Der Abschied in Moshi war zwar lange geplant, kam dann aber doch recht ploetzlich. Im Bus sind mir dann auch ein paar Leute eingefallen, die ich vielleicht anstandshalber haette verabschieden sollen. Andererseits wussten ja auch alles, dass ich gehe und so ist mein Verschwinden immerhin nicht ganz unerklaerlich. Eine grosse Party habe ich nicht veranstaltet, das war mir doch etwas zu bloed. Zwei Verabredungen hatte ich und die wurden beide tagelang verschoben. Schliesslich kam es aber immerhin zum Abschlussabend mit den Bueroleuten, der ziemlich feuchtfroehlich begangen wurde. Entsprechend muede war ich gestern auf der Busfahrt...&lt;br /&gt;Insgesamt habe ich den Eindruck, dass der Abschied fuer viele Tansanier voellig egal war. Ein paar wenige schienen aber wirklich traurig zu sein. Das waren in der Regel nicht die Leute, die ich in den Dicsos getroffen habe, sondern jene, die kein Englisch sprechen und meist auch ein ziemlich einfaches Leben fuehren. All jene, die sich Abend fuer Abend mit anderen Weissen in irgendwelche Bars begeben hatten hingegen kein Interesse an meinem Abschied. Es verabschiedet sich ohnehin jede Woche irgendein Mzungu aus ihrem "Freundeskreis" und sie sind es gewoehnt, dass es zugeht wie im Taubenschlag.&lt;br /&gt;Heute noch einmal Second-Hand-Markt und Supermarkt, davor der besagte Spaziergang durch Makongo Juu und abends eine Runde Fussball mit Marius, der mir zum wiederholten Male Obdach bietet. Morgen dann ein bisschen durch Dar wandeln, ein letztes Mal in Kariakoo in den Menschenmengen verloren gehen und die Farbenfreude in den vielen Gassen geniessen, im "Malaika" ein letztes Bier am Strand geniessen und dann den Abend bis um 03:00 nachts um die Ohren schlagen. Und dann geht es auch schon zum Flughafen und ueber Kairo heim.&lt;br /&gt;Schoen war's, schoen wird's :)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-4715445779516881084?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/4715445779516881084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/08/soeben-befinde-ich-mich-im-hauptbuero.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4715445779516881084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4715445779516881084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/08/soeben-befinde-ich-mich-im-hauptbuero.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-7212749788716032892</id><published>2010-08-24T10:44:00.000-07:00</published><updated>2010-08-24T11:08:02.938-07:00</updated><title type='text'>Mitbringsel</title><content type='html'>Massaimesser, bunte Umhaengetuecher, bunte Handtaschen, Massaituecher, Holzschnitzereien (okay,die sind schwer), bunte Bilder, billige Zigaretten, tansanischen Schnaps aus Plastiktueten, eine Kochbanane, qualitativ minderwertige DVDs mit 20 Filmen auf einer CD - was auch immer gewuenscht wird, man moege es mir sagen und ich werde schauen, ob es in den Koffer passt. Elektrogeraete sind hier uebrigens nicht billiger, wenn man es unter dem Preisleistungsaspekt betrachtet...ansonsten verbleibe ich mit einem Tipp, den ich heute in Sachen Wahl bekommen habe: man sollte bei der Wahl immer auf sein Herz hoeren und nichts aus Gruppenzwang machen - und deshalb einfach den Stimmzettel im Wahlbuero lesen und dann intuitiv waehlen, wer einem auf dem Papier sympathischer erscheint. Im Oktober sind hier Wahlen...Kampagnien laufen auch schon und ich bin froh, nicht waehlen zu muessen. CCM, die Partei (die Partei, die Partei, die hat immer recht...) wird ohnehin gewaehlt, obwohl sich meinem Eindruck nach kein anderes Land Ostafrikas so langsam entwickelt (obwohl oder weil es so friedlich ist?). Doch was ich hier von der Opposition gesehen habe, ist auch nicht sehr viel ueberzeugender. In Moshi gibt es einen stinkreichen Oppositionspolitiker, der unbestechlich ist und das auch immer ganz stolz sagt. Ich habe ihn einmal ein bisschen erzaehlen gehoert und noch mit anderen Leuten ueber ihn gesprochen und - tatata - am Beginn seiner ganzen Geldscheffelei steht angeblich eine Taetigkeit beim Zoll im Hafen von Dar Es Salaam. Als er dort kuendigte, baute er das erste Speditionsunternehmen auf, das zwischen Dar und Sambia verkehrte und wurde ziemlich schnell ziemlich reich.&lt;br /&gt;Heutzutage besitzt er sogar einen Helikopter, mit dem er auf Wahlkampagnie geht. Frueher lieh er sich den Vogel nur aus, bis die CCM ein Gesetz erliess, das Helikopter waehrend der drei Monate vor der Wahl nicht zu solchen Zwecken eingesetzt werden duerfen. Das sagte zumindest der Herr. Aus anderer Quelle wurde mir gesagt, er habe seine Partei ja immer tatkraeftig unterstuetzt, die Laihausgaben fuer den Heli warenaber recht hoch. Also hat er sich den gekauft und verwendet jetzt die Haelfte des Wahlkampfbudgets der Partei, um dieser den helikopter zu leihen. Ist das noch verstaendlich? Naja, auf jeden Fall ist die Opposition nicht so sehr sauber. Noch dazu hat ihr reicher Anfuehrer die Kondition festgelegt, dass fuer seine finanzielle Unterstuetzung seine beiden Toechter die Extrasitze der Partei im Parlament bekommen. In fuenf Jahren haben die beiden Damen angeblich kein Wort im Parlament gesagt, jedoch das Salair eines Parlamentariers eingtestrichen - und gleichzeitg noch eine wunderbare Frauenquote beguenstigt, die im Ausland mit Sicherheit gerne gesehen wird...&lt;br /&gt;...aber die Chadema, die Oppositionspartei, von der ich gerade rede, ist auch nicht die groesste Oppositionspartei und eigentlich nur in Moshi und Umgebung populaer. Wichtiger ist die CUF, die Civil United Front. Sie ist auf Zanzibar sehr stark und hat auch entlang der Kueste Bedeutung. Doch je weiter es ins Landesinnere geht, desto unbedeutender wird sie. Waherend die Cals die Chaggapartei (Chagga ist das Volk, das am Kili lebt) bezeichnet wird, gilt die CUF fuer viele als die Partei der Muslime. Da bleibt als Volkspartei nur die CCM...viel mehr kann ich ueber das politische Geschehen in diesem Land leider nicht weitergeben, da es mir an Infos fehlt...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-7212749788716032892?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/7212749788716032892/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/08/mitbringsel.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7212749788716032892'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7212749788716032892'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/08/mitbringsel.html' title='Mitbringsel'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-7900398659731551386</id><published>2010-08-20T05:19:00.000-07:00</published><updated>2010-08-20T05:20:09.836-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Ein letztes Mal bin ich nach Moshi zurückgekehrt, bevor ich in eineinhalb Wochen endgültig abreisen und in genau zwei Wochen ins Flugzeug steigen werde. Gemischte Gefühle.&lt;br /&gt;Zur Zeit habe ich einen Auftrag zu erledigen, der sich aber nicht ganz so einfach gestaltet, wie es sich jene denken, die ihn mir gegeben haben: ich soll den Businessplan für das geplante Biokaffeecafé ausarbeiten und die Vorbereitungen zu dem Projekt so weit wie möglich voranbringen, sodass nach meiner Abreise nur noch kurz eingekauft werden muss und das Café eröffnet werden kann. Eine Woche bin ich durch Moshi spaziert – nein, gerannt! – und habe so viel ich konnte Preise abgefragt, Räumlichkeiten überprüft und den Businessplan Stück für Stück ausgefüllt. Doch es lässt sich halt nicht alles alleine machen. Und es stellt sich auch die Frage, ob es sinnvoll ist, überhaupt nur ein Teil in Moshi zu kaufen, wo es im Großhandel in Dar wohl viel billiger ist. Und wo bekomme ich die besten Kaffeemaschinen? Oder zumindest eine Kaffeemaschine, die mehr als fünf Tassen in einer halben Stunde brüht? Wo werbe ich einen Koch an? Woher weiß ich, dass der angegebene Mietpreis nicht von der Hautfarbe abhängig gemacht wurde? In vielen Fragen brauche ich einfach einen Einheimischen bei mir, der entsprechende Kontakte und entsprechendes Wissen hat, ansonsten komme ich nicht weit.&lt;br /&gt;Die Arbeitseinstellung in unserem Büro kommt mir da  nicht gerade zugute. Prinzipiell gilt, wer höher steht, kann delegieren, wer unten ist, hat nichts zu melden. Als Freiwilliger bin ich selbstverständlich der Letzte in der Hierarchie. Damit habe ich gar kein Problem, das ist ja nur logisch, aber dass ich deshalb bei der Äußerung eines Wunsches genauso gut mit dem Laptop oder der Wand reden könnte, ist enttäuschend. Zumal Grace momentan weg ist und von den anderen kein Interesse an dem Caféprojekt zu verspüren ist. Jeder arbeitet halt sein Ding runter.&lt;br /&gt;Die Tatsache, dass ich im Moment alleine an dem Projekt arbeite, bereitet mir auch insofern Sorgen, dass ich nicht weiß, wer die Sache dann weiterführen wird. Und wie?!? Geplant ist ja ein Café. Ich wollte dort noch eine Ausstellung über Kaffeeanbau in der Region, Biokaffee und den globalen Kaffeemarkt reinpacken. Grace ist es wichtig, dass ein Internetcafé darin ist. Und wenn wir im Büro drüber reden, geht es immer nur um “das Internetcafé”. Trotz aller Erklärungsversuche habe ich es bis dato nicht geschafft, die Ausstellung als wichtigstes Nebenprojekt zu etablieren und ich befürchte, dass es in meiner Abwesenheit niemals eine Ausstellung geben wird...was machen!?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun denn, als ich den Businessplan soweit hatte, wie ich ihn ausarbeiten konnte, verließ ich Moshi noch einmal. Ich war von einer Freundin, Abi ihr Name, nach Nairobi eingeladen worden. David und ich hatten sie bereits während unserer Reise besucht und sie hatte uns eingeladen, noch einmal zu kommen, wenn sie mit ihren Examen fertig sein würde, sodass sie uns rumführen könne. David konnte die Anreise aus Malawi aufrgrund der Distanz natürlich nicht antreten, so bin ich letzten Samstag alleine nach Nairobi gefahren.&lt;br /&gt;Wir spazierten durch die Innenstadt, aßen Fast Food Pizza und setzten uns in die ein oder andere Bar. Diese Establishments hätten von der Atmosphäre her auch in Frankfurt sein können. Seichte Musik, viele Menschen, gehobene Preise, gemütlich eingerichtet. Gäbe es so etwas in Moshi, es wären nur Weiße dort. In Nairobi gehen aber auch (vor allem) Einheimische weg und so waren die Bars stets gut besucht, ohne dass ich einen einzigen Weißen sah. Es ist nicht weit von Moshi nach Nairobi, fünf- oder sechshundert Kilometer vielleicht, aber es sind Welten, was das soziale Leben anbelangt. Doch auch Dar Es Salaam, Blantyre, Arusha und wo ich sonst noch war sind noch viele Schritte hinter Nairobi zurück. Etwas unangenehm war bloß, dass Abi und ich in keine Tanzbar gehen konnten, da das männliche Geschlecht dort erst nach 26 Lenzen eintreten dart. Ärgerlich. Da dachte ich mir dann, dass die Nairobianer vielleicht einen Tick zu cool sind. Naja, wir waren nur den einen Abend weg, am nächsten Tag fuhren wir nach Mombasa.&lt;br /&gt;Dort besuchten wir Taiyani, Abis Schwester, die uns nicht nur wunderbar rumführte, sondern uns auch Obdach auf einer Matratze in ihrem kleinen Zimmer gab. Für sie eine Selbstverständlichkeit, der ich sehr, sehr dankbar bin. Da haben wir sie wieder – die uneingeschränkte Gastfreundschaft, die ich während der letzten elfeinhalb Monate erfahren habe.&lt;br /&gt;In Mombasa fühlte ich mich so unwohl wie noch nie, seit ich in Ostafrika unterwegs bin. Nicht, dass ich stets Angst hatte, ausgeraubt zu werden, ich war ja auch in Begleitung Einheimischer, die Bescheid wussten. Eigentlich gibt einem diese Begleitung neben der Sicherheit auch immer das Gefühl, viel näher an der Gesellschaft dran zu sein. Diesmal nicht. In Begleitung zweier junger, hübscher, schwarzer Mädchen war ich sofort als Sextourist abgestempelt und wurde von den normalen Einheimischen verächtlich, von den dicken, schnauzbärtigen Deutschen (traurig, aber wahr: fast alle der einsamen Herren, die ich am Strand oder in den Bars sah, waren Deutsch) bewundernd und von den Scharen von Prosituierten begehrend angeschaut. Die Tatsache, aus Prinzip als Freier angesehen zu werden bewirkte mein Unbehagen.&lt;br /&gt;Mombasa ist das erste Reiseziel, das ich hier auf meinem Blog als nicht empfehlenswert bezeichne. Mit Abi und Taiyani hatte ich eine schöne Zeit, doch die Stadt trug nichts dazu bei! Noch eine kleine, unangenehme Geschichte gefällig, die mal wieder ein schlechtes Bild auf den weißen Mann wirft?&lt;br /&gt;Taiyani leistet gerade ein dreimonatiges Praktium in einem Fünf-Sterne-Hotel ab. Sie arbeitet in dieser Zeit in allen möglichen Bereichen und so war sie selbstverständlich auch schon als Kellnerin tätig. In langem Rock und anständiger Bluse, durfte sie sich dann von männlichen Kunden fragen lassen, ob sie nicht mit aufs Zimmer kommen möchte, ihre Figur sei so gefällig. Auf ein “Excuse me?” kommt dann auch keine Entschuldigung, sondern ein Geldangebot. Nein, kein Bordell, ein Fünf-Sterne-Hotel! In den Tagen in Mombasa betrieb ich Fremdschämen wie noch nie zuvor in meinem Leben...alles in allem hatte ich aber doch eine echt gute Zeit, was defintiv Abi und Taiyani  zu verdanken ist.&lt;br /&gt;Kommt noch ein Blog-Eintrag vor meiner Abreise? Ich denke doch! Ansonsten kann ich nur weiterleiten nach Ecuador, wo mein verehrter großer Bruder Simon sein weltwärts-Jahr in Angriff genommen hat: sim-lin.blogspot.com&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-7900398659731551386?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/7900398659731551386/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/08/ein-letztes-mal-bin-ich-nach-moshi.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7900398659731551386'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7900398659731551386'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/08/ein-letztes-mal-bin-ich-nach-moshi.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-7263275524278370504</id><published>2010-08-03T11:41:00.001-07:00</published><updated>2010-08-03T11:41:50.341-07:00</updated><title type='text'>Oh Moshi, mein Moshi!</title><content type='html'>Seit Freitag bin ich wieder in meiner Stadt, in neuem Zimmer in der Innenstadt und genieße die Planungssicherheit des Sesshaften. Wo schlafe ich morgen? Wann esse ich wo? Verträgt sich die Portion Reis auch mit den weiteren sechs Stunden pausenloser Busfahrt? Wo dusche ich das nächste Mal? Wann kann ich mal meine Klamotten waschen? Kann ich es wagen mit dem Rucksack im Dunkeln allein rumzurennen? Ist es gefährlich in Badeschlappen mit Rucksack auf dem Rücken und Zelt und Tasche in den Händen mit fünfzig Km/h, ohne Helm auf einem kleinen Motorrad auf der Schotterstraße in Serpentinen runterzufahren? Sollte ich für den zehnfachen Preis ein Taxi nehmen?&lt;br /&gt;Fragen über Fragen...eine Antwort fand sich immer. Ob das dann auch die schlaueste war, lässt sich beispielsweise am Beispiel der letzten sehr kontrovers diskutieren. Aber hier sei erwähnt, dass es in Uganda fast gar kein anderes Verkehrsmittel gibt. Gut, das war vielleich gelogen, doch das Motorrad fährt überall hin und egal, wo man sich befindet, ein Boda-Boda (so der Name der Motorradtaxis) findet sich überall. Und was macht man, wenn man acht Kilometer außerhalb des beschaulichen Jinjas auf einem Campingplatz oberhalb des riesigen Nils Zeltet. Nein, Minibusse gibt es da nicht :) Ja, Jinja war schon ein schöner Ort. Während David dort seine Bakterien aus Blut und Stuhl bekämpfte, kämpfte ich in den Stromschnellen des Nils gegen das Wasser oder rutschte auf einem Colakasten eine sechs Meter lange Betonrutsche runter, um dann aus dreieinhalb Meter Höhe in den Nil zu springen.&lt;br /&gt;Für unseren gesamten Ugandaaufenthalt lässt sich sagen, dass wir ziemlich wenig mit den Einheimischen in Kontakt waren. In Jinja redeten wir einmal über eine Stunde mit einem Einheimischen über das zum Scheitern verurteilte Bildungssystem der Afrikaner, über den Einfluss der Religion (er ist mit 18 aus dem Islam raus und bis heute der Überzeugung, dass die Weltreligionen Afrika nur ausnehmen), über Panafrikanismus und noch vieles mehr. Aber ansonsten hielten wir uns aus Budgetgründen immer auf Campingplätzen auf und die liegen ja meistens etwas ab vom Schuss, sodass man einfach dort liegen oder sitzen bleibt und liest, sich mit anderen Reisenden, den Inhabern (meist auch keine Einheimischen) oder dem Personal unterhält oder einfach die Schönheit der Natur genießt. Ob in Jinja, auf den Ssese Islands oder am Lake Bunyonyi,  überall waren wir in atemberaubend schöner Umgebung. In Jinja campten wir wie gesagt am Ufer des Nils und blickten von einer schönen Terrasse auf den riesigen Fluss hinunter. Auf den Ssese Islands auf einer schönen Wiese direkt am Strand, ließ sich der dauerhafte Sonnenschein, sowie der wunderbare Sonnenuntergang im Lake Vicotria genießen. Und am Lake Bunyonyi nächtigten wir auf einer Insel, mitten in dem sauberen, dunklen Wasser, zwischen den steilen Hängen der allgegenwärtigen Berge und unter dem permanenten Wolkenschirm. Ja, es war wirklich sehr märchenhaft.&lt;br /&gt;Vor Uganda waren wir logischerweise (man nehme eine Karte zur Hand) in Kenia. Dort beließen wir es hauptsächlich bei Nairobi. Die Stadt hat mich echt ziemlich umgehauen. Bartholomäus Grill, dessen Buch “Ach, Afrika!” auf dieser Reise genoss, schreibt, auf ein Zitat Musevenis (ugandischer Präsident) aufbauend, dass ohne eine Mittelschicht keine nachhaltige Entwicklung in Afrika stattfinden wird und dass Nairobi eines der gantz wenigen Exempel für ein solches Gesellschaftsphänomen ist. Den Eindruck hatte ich auch. Es war praktisch wie in einer europäischen Großstadt. Die Hautfarbe war halt anders und als wir uns das Spiel Deutschland – Spanien ansahen, merkten wir auch, dass die Leute innen drin noch ihre ursprüngliche Heiterkeit besitzen. Was in Nairobi auf den Straßen los war, war enorm. Überall Autos, viel Stau und Menschenmassen, wie ich sie vielleicht in Chicago, aber noch nirgendwo in Europa gesehen habe. Da war ich echt beeindruckt. Am besten in Erinnerung geblieben, ist mir die Gastfreundschaft von Abigail, einer kenianischen Studentin, die ich auf Zanzibar kennengelernt hatte und die uns bei sich wohnen ließ, die Orientierungslosigkeit von David und mir und die herrlichen Minibusfahrten. Die Matatus, so heißen die Büsschen in Kenia und Uganda, in Nairobi sind nicht zu vergleichen mit den tansanischen Daladalas. Keiner steht, es ist Schwarzlicht an und währen man im Stau steht und man aus dem Fenster sieht, dröhnt aus einer Tip-Top-Musikanlage Raggae und Hip-Hop, den man aufgrund der riesigen Bassboxen im ganzen Körper spürt. Da will man gar nicht mehr aussteigen!&lt;br /&gt;Nach Uganda folgte zum Abschluss Ruanda. Dort waren wir bei Porres, einem Cousin Grace's eingeladen, der in Kigali wohnt. Das war dann nach all den Campingplätzen wieder etwas vollkommen anderes und ließ uns für ein paar Tage aus dem Backpackertrott heraus in den afrikanischen Alltag eintauchen. Vier Familien, ein Klo, ein Wasserhan auf Hüfthöhe, alle haben einen Hausjungen – ja, die Standards sind unterschiedlich. Faszinierend war, wie gebildet und weltoffen Porres und all seine Freunde waren. Sie konnten uns so einiges über die ruandische Politik und den Befreiungshelden Paul Kagame erzählen und waren in Sachen deutscher und Weltpolitik unglaublich neugierig, was wir so sagen. Beeindruckend war auch, wie gut wir mit den Jungs über den Genozid reden konnten. Das kann aber auch daran liegen, dass sie und ihre Eltern zu jener Zeit alle im Exil in Uganda waren und dann erst Mitte oder Ende der Neunziger nach Ruanda kamen.&lt;br /&gt;Ja, der Genozid. Ein Museum europäischen Standards erinnert daran und hat mich echt geschockt. Bilder von Kirchen, in denen Stunden lang, Reihe für Reihe, ein Hilfesuchender nach dem anderen, mit der Machete abgeschlachtet wird, Geschichten von Kindern, die zerstückelt oder einfach gegen eine Wand geschmissen wurden, Menschen, denen die Beine verletzt oder abgeschnitten werden, sodass man sie in Ruhe liegen und leiden lassen kann, um Tage später zurückzukommen und den Todesstoß zu geben. Schrecklich!&lt;br /&gt;Und dann sieht man das heutige Ruanda. Gerade einmal sechzehn Jahre später. Hochhäuser schießen in Kigali aus dem Boden, das Straßennetz ist so ausgebaut, dass der Verkehr, verglichen mit Nairobi oder Dar ungefähr so wirkt wie der Verkehr in Geisenheim-Johannisberg verglichen mit dem Wiesbadener Kreuz. Große, beleuchtete Straßen, Palmen auf dem Mittelstreifen, Ampeln, gute Busse – alles Zeichen wirtschaftlicher Entwicklung. Der Mann hinter dieser Entwicklung ist Paul Kagame. Das ist zumindest, was David und ich erfahren haben. Polizisten und Ministerialbeamte, mit denen wir zusammenlebten, stellen ja nicht immer die objektivste Quelle in Sachen Politik dar. Und am 09.08., in nicht einmal einer Woche, wird er alle Voraussicht wiedergewählt. Überall starrte er uns durch seine Brillengläser hindurch an, auf den Straßen tanzten Leuten in seinen T-Shirts und anstatt wütend zu hupen und vorbeizurasen stimmten die Autofahrer lachend in die Wahlkampagnienparties ein und hupten munter mit. Hört man davon etwas in Deutschland? Wie ruhig und gesittet es in Ruanda vor der Wahl zugeht? Vermutlich interessiert das wieder keinen...nach den Granatenanschlägen im März oder April wurde die Militär- und Polizeipräsenz auf jeden Fall aufgestockt und seitdem geht es echt friedlich zu. Ist ja auch mal eine Meldung wert, oder?!?&lt;br /&gt;Für zwei Tage fuhren David und ich dann noch an den Lake Kivu, in das Grenzstädtchen Gisenyi. Da oben ist alles sau teuer! Noch teurer war es dann in Goma, im Kongo, wo wir einen Tag lang rumspazierten. Dort wird dann auch am besten in Dollar bezahlt. Kein Wunder, wenn man sieht, wie viele UN-Soldaten dort rumhüpfen oder in den unzähligen UN-Jeeps (wer diese Autos sieht, der kann der UN Inkonsequenz im “Klimakampf” vorwerfen oder die kongolesische Straßenbaubehörde für ihre Dschungelstraßen ankreiden) rumkutschiert werden. Diese Seuchenstadt (seit dem Genozid 1994, wo alle Flüchtlinge dort hinkamen, gab es zwei Bürgerkriege, eine Choleraepidemie und einen Vulkanausbruch) ist in ihrem Gesamtbild echt hässlich und ziemlich grotesk. Neben der dreckigen Hauptstraße erstrecken sich unzählige Villen und überall werden noch mehr von diesen Palästen hochgezogen. Nette Säulen in der Fassade, schöne  Dachziegel, riesiges Grundstück mit ebenso gigantischer Mauer und Stacheldrahtzaun – und um die Ecke schreit die Armut. Naja, immerhin schafft die UN Arbeitsplätze im Baugewerbe!&lt;br /&gt;Nach Gisenyi/Goma kehrten wir noch für eine Nacht in Kigali bei Porres ein und machten uns dann auf einen langen Rückweg. Erster Tag: Kigali – Grenze – Kahama (hier schliefen wir für 2,50€ pro Person in einem Riesenbett, hatten ein eigenes Bad und einen Fernseher mit so viel Privatsendern, dass wir das Spiel um Platz drei der Fußball-WM nochmal sehen konnten). Zweiter Tag: Kahama – Dodoma. Dritter Tag: Dodoma – Moshi. Am Ziel! David fuhr von Kahama nach Morogoro, weiter nach Mbeya und dann nach Malawi rein und war einen Tag später am Ziel.&lt;br /&gt;Ja, am Ende dieser großartigen Zeit war ich echt fertig und glücklich, wieder in Moshi zu sein. Jetzt ist noch ein Monat verblieben und dann werde ich auch schon wieder zurück in Deutschland sein. Die Vorfreude ist groß, die Lust, Moshi jetzt einfach noch einen Monat lang ganz gemütlich zu genießen aber auch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-7263275524278370504?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/7263275524278370504/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/08/oh-moshi-mein-moshi.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7263275524278370504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7263275524278370504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/08/oh-moshi-mein-moshi.html' title='Oh Moshi, mein Moshi!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-560711116778075641</id><published>2010-07-12T08:59:00.000-07:00</published><updated>2010-07-12T09:08:44.292-07:00</updated><title type='text'>Alles gut</title><content type='html'>Momentan bin ich auf Reise durch Ostafrika, weshalb meine WM-Berichterstattung leider ausfiel. Dritter, okay. Und im Nachhinein bin ich auch ganz froh, dass das Spiel um Platz drei nicht gegen Ghana war.&lt;br /&gt;Jetzt melde ich mich nur kurz, um zu sagen, dass der ganze Mist, der in der vergangenen Nacht in Kampala geschehen ist, mich nicht betroffen hat. Ich bin in Jinja, an den Quellen des Nils, war gestern raften und warte gemeinsam mit David darauf, dass sein Magen wieder anstaendig arbeitet. Diesem Magen ist es zu verdanken, dass wir gestern nicht in Kampala waren. Geplant war, das Finale dort zu schauen, doch die Scheisserei verhinderte jegliche Busfahrt. Jaja, Schicksal vielen Dank :)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-560711116778075641?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/560711116778075641/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/07/alles-gut.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/560711116778075641'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/560711116778075641'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/07/alles-gut.html' title='Alles gut'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-9015921766161206670</id><published>2010-07-02T01:17:00.000-07:00</published><updated>2010-07-02T01:18:48.411-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Die Viertelfinals stehen vor der Tür. Die ganze Welt schaut auf Südafrika, das dieses Jahr von den Südamerikanern erobert wird. Faszinierend, was sich bei einer gewissen Neugier alles in Erfahrung bringen lässt. Auf meiner derzeit wohl wichtigsten Internetseite, kicker.de, konnte ich zum Beispiel in Erfahrung bringen, was die Deutschen Jungs in der Zeit von Donnerstag bis Samstag Nacht so treiben. Samstag, 23.30 Abend-Snack und Gute-Nacht-Getränk...soso...aber mich persönlich beschäftigt auch noch einiges anderes. Morgen Abend kommt endlich David aus Malawi hoch. Und am Sonntag oder Montag brechen wir dann gen Norden auf. Kenia, Uganda, Ruanda und was uns noch so in den Sinn kommt. Die Blogaktualität wird dann wohl ein wenig leiden, doch ich werde selbstverständlich mein Bestes geben, die Leser bei Laune zu halten ;)&lt;br /&gt;So langsam kommt auch Abschiedsstimmung auf. Zwei Monate noch, einer davon auf Reise, drei Wochen Moshi und dann noch eine Woche Dar, von wo aus dann auch der Flieger abhebt. Und dann ist's auch schon wieder rum. Und aus meiner Wohnung in Karanga ziehe ich schon morgen aus. Anni ist auch auf Reise und kehrt nur noch für einen Tag zurück und ich werde nach der Reise zu einem Freund in der Stadtmitte, Ajay sein Name, ziehen. Freue mich darauf! Und meine Freunde aus Karanga werde ich trotzdem täglich sehen, da dort ja auch das Büro ist. À propos Büro: zur Zeit wird dort auf Hochtouren gearbeitet, da das Kaffeeprojekt nun für die nächsten drei Jahre angesetzt werden soll und deshalb alle Formalia mit den Spendern zu klären sind. Deshalb ist auch die Chefin aus Dar hergekommen und weilt nun schon seit zwei Wochen unter uns. Das sonst so angenehme Büroklima ist dadurch etwas kälter geworden, leider scheint die Arbeit aber nicht so wie gedacht voranzugehen. Eigentlich wollte Loyce nur drei der vier Tage bleiben.&lt;br /&gt;Zur angespannten Lage eine kleine Geschichte: Loyce wollte für zwei Tage nach Arusha fahren und am heutigen Freitag wiederkommen. Als ich gestern verspätet ins Büro kam, war keiner da. Zehn Minuten nach mir tauchte dann aber überraschenderweise Loyce auf. Sie fragte auch gleich nach Grace und Mariki, die mit ihr an dem Projektvorschlag arbeiten. Ich sagte, dass sie in der Stadt seien, lief aus dem Büro und rief Grace an. Die fiel aus allen Wolken (sie hatte davor jeden Tag mit Loyce zusammengesessen – inklusive Wochenende – und freute sich über die Pause), rief Mariki an und stand kurz darauf auf der Matte. Später erzählte sie mir, dass sie erst dachte, ich hätte sie aus Langeweile reingelegt, damit ich nicht alleine im Büro bin.&lt;br /&gt;So viel zum Büro. Irgendwann werde ich mal auch auf die Arbeitsweise der NGOs und der Spender eingehen, die mich immer wieder schockt, doch dafür werde ich einen eigenen Eintrag verfassen. Darüber könnte ich mich bücherweise auslassen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...zurück zum Fußball. Es scheint schon wieder eine Ewigkeit her zu sein, dieses Fußballfest vom letzten Sonntag. 4:1 gegen unsere lieben Freunde aus England!!! Da stand auch das East Africa Kopf. Ein paar Englandanhänger fanden sich unter den Tansaniern, doch das Gros hielt zu Deutschland. Dazu kamen noch fünf andere Deutsche. Ach, die Stimmung war prächtig, obwohl natürlich alle irgendwelche Bestechungsvorwürfe gegenüber dem Schiri äußerten. Das legte sich aber dann auch und nach dem 4:1 war Thomas Müller der Held des Abends (über jenen großartigen Fußballer sagte eine Afrikanerin: "He looks a bit chinese. But I think, he has just an ugly face, isn't it?"). Da die anderen Deutschen alle direkt abzogen, ohne diesen denkwürdigen Sieg zu feiern, blieb ich mit ein paar Tansaniern zurück, die mich auf das ein oder andere Bier und zum Freudentanz zu afrikanischer Musik einluden. Ja, es war schön.&lt;br /&gt;Nun liegen natürlich alle Hoffnungen auf dem morgigen Spiel gegen Argentinien und die Unterstützung der Tansanier scheint groß zu sein. Was kann da noch schief gehen!? Achja, Ghana sollte auch weiterkommen, sonst werden wohl morgen gar keine Fußballspiele mehr übertragen. Das, was auch deutsche Zeitungen schreiben, dass die ganze Hoffnung Afrikas auf Ghana liegt, klingt zwar übertrieben, ist aber wahr. Alle fiebern mit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, Gruß und bis bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-9015921766161206670?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/9015921766161206670/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/07/die-viertelfinals-stehen-vor-der-tur.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/9015921766161206670'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/9015921766161206670'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/07/die-viertelfinals-stehen-vor-der-tur.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-7918871657543613316</id><published>2010-06-25T12:05:00.001-07:00</published><updated>2010-06-25T12:05:40.130-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Mit der Taktzahl meiner Blogeinträge in der ersten WM-Woche habe ich die Latte wohl ein bisschen zu hoch gelegt. Ganz so oft kann ich nun auch nicht schreiben. Es ist nicht so, dass ich dazu keine Zeit hätte, doch ich genieße meine Freiheit lieber mit anderen Leuten, als mit dem Computer, sodass Blog und Mails und Internet überhaupt momentan recht kurz kommen. Man möge mir das nachsehen.&lt;br /&gt;Ja, die Freizeit mit anderen Leuten verbringen. In der Regel heißt das entweder, am Gemüsestand chillen oder im East Africa Fußball schauen. Auf letzteres komme ich nun kurz zu sprechen, bevor ich mich dann meine Ladies vom Gemüsestand etwas ausführlicher widmen möchte.&lt;br /&gt;Deutschland – Serbien war ein Graus! Nicht, dass es fußballerisch nicht anzusehen war, doch die schadenfrohen Tansanier gingen mir an diesem Nachmittag tierisch auf die Nerven! Aber dass die Fußballfankultur hier nicht meinem Ideal entspricht, hatte ich ja bereits erwähnt. Dass ein afrikanisches Team nach dem anderen die Koffer packt, schürt die Euphorie nicht unbedingt an. Und obwohl Ghana die nächste Runde erreichte, war beim Spiel Deutschland – Ghana nichts los. Nur eine Gruppe Deutscher und vereinzelt sitzende Tansanier verirrten sich ins East Africa. Deutschland scheint aber generell kein Publikumsmagnet zu sein. Da fehlen schließlich die großen internationalen Stars. Ist aber nicht schlimm, so bekomme ich wenigstens immer einen wunderbaren Sitzplatz und Deutschland gewinnt ja auch so &lt;br /&gt;Wohl noch spannender als die WM ist der derzeit in Moshi stattfindende East Africa Cup. 1200 Schüler aus Uganda, Kenia, Tansania, Ruanda, Burundi und Sambia tragen hier die Fußballmeisterschaften Ostafrikas für Mädchen und Jungs aller Altersklassen aus. Ich habe einen Tag vorbeigeschaut und mich an den vielen unterschiedlichen Menschen und dem Fußball erfreut. Da ich momentan im Büro mit Computerarbeit ziemlich beschäftigt bin, kam ich leider nicht zu einem zweiten Besuch. Morgen sind allerdings die Finals und da werde ich keinesfalls fehlen. Berichte werden folgen.&lt;br /&gt;Überhaupt finde ich das interessant und beschämend zugleich, dass hier, wo es eine handvoll Teerstraßen und noch weniger gescheite Fußballplätze gibt, eine solch riesige Meisterschaft gibt, während in Deutschland solche Wettbewerbe immer von den gleichen zwei, drei Schulen aus dem Kreis wahrgenommen werden und die Resonanz meist ziemlich erbärmlich ist. Ist ja nicht so, als hätten wir infrastrukturelle Probleme, geschweige denn mangelndes Interesse an Sport. Schulsport ist halt leider nicht groß in Deutschland...&lt;br /&gt;Nun zurück zum Gemüsestand. Dort hänge ich eigentlich fast jeden Tag ab. Eine Mittagspause und dann vor allem nach der Arbeit oder nachdem ich in der Stadt war. Täglich bis abends um acht liegen Obst und Gemüse auf den Holzplanken unter dem Wellblechdach. Gekauft habe ich dort aber schon ewig nichts mehr. Ich sitze immer auf der Bank neben dem Holzstand und unterhalte mich mit Vero, Mama Lea, Salome, Anna oder einem ihrer Gäste. Mama Lea führt den Laden mit eiserner Hand und ist eine herzensgute Frau. Ihre älteste Tochter, die dreizehnjährige (wer hätte gedacht, dass sie so heißt) Lea hilft zur Zeit auch kräftig mit. Anna ist im Urlaub, Schule ist in der vergangenen Woche nicht gewesen, da müssen die Jüngeren auch ran.&lt;br /&gt;Anna ist immer ziemlich lustig und lässt recht wenig Ernstes von sich. Genauso alt wie ich, jedoch allein erziehende Mutter eines zweijährigen Jungens, führt sie doch ein recht hartes Leben. Dass sie trotzdem so viel rumblödelt macht sie umso sympathischer.&lt;br /&gt;Salome ist genauso alt und hat auf jeden Fall die schwärzeste Haut von allen. Sie albert auch recht viel rum und wirkt offen gestanden auch nicht immer neunzehn Jahre alt. Vor allem, wenn man sie mit der guten Vero vergleicht. Die ist zwanzig und Schwester von Anna und Mama Lea. Sie ist wohl eine der ganz wenigen Tansanier, wo ich sagen würde, einen echten Freund (ich meine Freundin) gefunden zu haben. Ein unglaublich vernünftiges, bescheidenes und nettes Mädchen. Sie ist auch die, die immer sagt, dass sie nur für Besuche nach Europa wollen würde und die zwar Interesse an meiner Lebensart zeigt, vieles aber komisch oder abstoßend findet. Besonders die Verschlossenheit der Weißen schreckt sie ab. Dass sie aber trotzdem Interesse an Deutschland ("Wofür stehen denn eigentlich die Farben eurer Nationalflagge?!? Das Schwarz der tansanischen Flagge steht für unsere Hautfarbe, aber ihr seid doch weiß!") und der ganzen nördlichen Hemisphäre zeigt, erfreut mich immer wieder.&lt;br /&gt;Dass sind jetzt einige Damen. Dass an einem kleinen Gemüsestand nicht genug Arbeit für alle ist, kann man sich denken. Aber der Stand ist auch nur eine Nebeneinnahme, glaube ich. Primär verdienen sie sich ihr Geld durch ihre Kochkünste. Im benachbarten Gefängnis sitzen nämlich vier kenianische Bankräuber, die noch einige Reserven ihrer Beute besitzen und keinen Appetit auf das Gefängnisessen haben und Mama Lea und ihr Team täglich zweimal mit Essen einlaufen lassen. Morgens gibt es Frühstück und mittags kommt eine große Ladung für den Rest des Tages. Die Unmengen Essen, die die vier verspeisen, machen mich echt immer wieder neugierig, wie dick sie wohl sind. Neben Essen werden auch Zeitungen reingebracht. Erzählungen zufolge leben die Herren ein sehr entspanntes Leben.&lt;br /&gt;Ja, ich bin echt froh, diese Mädels getroffen zu haben. Keine spricht auch nur mehr als zwei zusammenhängende Worte Englisch, was ein wunderbares Kiswahilitraining für mich ist und wir verstehen uns einfach gut. Ich denke auch, dass die Freude durchaus nicht nur von meiner Seite aus kommt, denn wenn der blonde Weiße den Weg vom Daladala bis zum Gemüsestand, zur Musik der Bar singend, angetanzt kommt, ist das für alle Zuschauer wunderbare Unterhaltung. Und all die Geschichten, die ich von daheim mitbringe oder hier in Tansania erlebe, erfreuen die Mädels immer sehr.&lt;br /&gt;So, Freunde der Nacht, bevor das Spiel Brasilien – Portugal beginnt, möchte ich grade noch einmal am Gemüsestand grüßen. Es eilt!&lt;br /&gt;Liebe Grüße nach Deutschland&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-7918871657543613316?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/7918871657543613316/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/mit-der-taktzahl-meiner-blogeintrage-in.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7918871657543613316'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7918871657543613316'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/mit-der-taktzahl-meiner-blogeintrage-in.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-6924883048994643742</id><published>2010-06-18T03:19:00.000-07:00</published><updated>2010-06-18T03:30:33.479-07:00</updated><title type='text'>Das ist doch zum Haare raufen!</title><content type='html'>Aus verschiedenen Gründen habe ich in den letzten Tage kein Spiel mehr über die volle Zeit gesehen, doch natürlich bin ich immer noch voll auf der Höhe. Während ich mit einigen Freunden deren Abschied in Arusha im Kino war, ging Südafrika 0:3 gegen den zweifachen Weltmeister Uruguay unter. Die Chancen aufs Weiterkommen und die Hoffnungen des gesamten Afrikas auf ein Fußballwunder sind jetzt nur noch minimal. Für das Fußballwunder des Heiligen Ottmars, dem ich als Dortmundfan auf Ewigkeit für Dank verpflichtet bin, konnten sich fast keiner begeistern. Immerhin sind die spanischen Stars allen bekannt und hier auch durchaus beliebt. Die Enttäuschung war dementsprechend groß. Meine Freude vielleicht noch ein bisschen größer. Noch mehr hätte ich natürlich über das „Wunder von Takeshi's Castle“ gefreut. Ich weiß, die Sendung ist japanisch, doch beim Bau des roten Abwehrbollwerks der Nordkoreaner musste ich sofort an diesen Mist denken. Leider hat es dann ja nicht geklappt. Wieder waren die Tansanier auf der Seite der Favoriten, was ich sehr enttäuschend fand. Die letztmals erwähnte Soidarität unter den afrikanischen Fußballmannschaften ist definitiv keine Solidarität unter Fußballzwergen. Dass ich nach dem Anschlusstreffer aufsprang und mehrmals rief, dass noch alles möglich ist, hatte ich mich nicht nur ein bisschen lächerlich gemacht, sondern scheinbar auch wieder bei einigen Leuten im Kopf eingeprägt.&lt;br /&gt;Als ich gestern die enttäuschende Niederlage der Nigerianer gegen die von Rehakles trainierten Griechen im überfüllten East Africa ansah, wurde ich gefragt, ob ich nicht der Typ sei, der für die Chinesen war. Ja, alle Ostasiaten werden gemeinhin als „Mchina“, Chinese, bezeichnet. Während des Brasilienspiels wurde sich auch prächtig unterhalten. Man lästerte über Christina Ronaldo, wie sie immer durch die Gegend fliegt und als ein Brasilienfan nach dem eins zu null sagte, dass die Brasilianer ja echt nicht so schlecht seien, antwortete ein anderer: „Ey, die führen eins zu null gegen eine Mannschaft, deren Spieler nicht einmal sehen könnten.“ Nein, damit möchte ich die Tansanier nicht schlecht darstellen. Ganz im Gegenteil: im East Africa herrscht immer großartige Fußballstimmung und alle sind am klatschen, jubeln, pöbeln, Schiri und Spieler beschimpfen und scherzen. So habe ich die Tansanier zuvor noch nicht erlebt. Auch hier liegt das wohl primär daran, dass ich inzwischen einfach ausreichend verstehe, um auch bei Witzen lachen zu können. Von Tag zu Tag habe ich mehr Spaß in der Bar. Langsam kristallisiert sich eine Stammgemeinschaft von fünfzehn, zwanzig Leuten heraus und als einzige Weiße stechen Anni, Aidan (der uns momentan besucht) und ich natürlich heraus.&lt;br /&gt;Zurück zum Spiel der Nigerianer: leider hatte ich die erste Halbzeit und somit wohl auch die größten Emotionen verpasst. Eins zu null Nigeria, rote Karte für Nigeria, eins zu eins. Als der einzigartige Chancentod Theofanis Gekas dann in der Mitte der zweiten Halbzeit eine weitere Riesenchance vergab und im Gegenzug die nigerianische Führung durch eine Großtat des griechischen Hintermanns und die Unfähigkeit Chinedu Obasis verhindert wurde, stand die Bar Kopf. Der nigerianische Konter ließ alle aufspringen, Tische wurden gerammt, Stühle fielen, literweise Bier wurde verschüttet und im Nachhinein war die Enttäuschung natürlich groß...besonders als die Herren vom Pelepones in Führung gingen und die Nigerianer sich ihrer Einfallslosigkeit nicht entledigen konnten, wurde immer mehr geschimpft. Das war ein bisschen wie wenn eine F-Jugend-Mannschaft in Deutschland Fußball schaut und ihr Team verleirt. Dann wird irgendwann auf Frust umgeschaltet und die eigenen Spieler werden beschimpft. Diese Beschimpferei führte schließlich auch zur heutigen Überschrift, als ein nigerianischer Rasta zu Boden ging und einige Leute bloß „Ach...ein Rasta...“ von sich gaben.&lt;br /&gt;Schon beim Spiel der Elfenbeinküste war ich ganz erstaunt von den unterschiedlichen Haarprachten. Kurze und lange Rastas, geflochtene Zöpfe, Irokesenschnitte und was nicht noch alles. Was müssen sich die Tansanier da denken? Wenn ich im East Africa bin, kann ich zwischen den Männern unterscheiden, die eine Kappe auf der Glatze haben und denen, die eben keinen Kappe tragen. Der ein oder andere lässt sich einen Kevin-Kuranyi-Bart lassen und manche versuchen, einen Schnauzer anzudeuten. Die Vielfalt an haartechnischen Highlights ist aber sehr, sehr überschaubar.&lt;br /&gt;In Moshi gibt es viele junge Männer, die sich Dreadlocks machen. Leider ist der Großteil von ihnen ungefähr so sehr Rasta wie Guido Westerwelle. Es handelt sich um knallharte Abzocker (das bezieht sich natürlich nucht mehr auf unseren Guido), die einem von Gras und Kokain über Kilibesteigungen und Safaris bishin zu jedem erdenklichen Souvenir einfach alles verkaufen wollen. In erster Linie handelt es sich um Souvenirs und das kann dann schon gut passieren, dass man eine Viertelstunde von einem bekifften und besoffenen Rasta durch due Stadt begleitet wird, während er verzweifelt versucht, Ware an den Mann zu bringen. Irgendwann wird dann die Mitleidsnummer ausgepackt, die Preise gehen ein bisschen runter und es wird gesagt, dass man ja auch was zu Essen braucht. In den meisten Fällen stimmt das wohl auch, doch meistens verweigere ich mich dennoch, denn ich sehe keinen Anlass, einen jungen Mann, der mittags schon vollkommen zugedröhnt ist, in irgendeiner Weise mit meinem Geld zu unterstützen. Ihm zu helfen, dafür sehe ich Anlass. Das liegt aber nicht mehr ganz in meinem Kompetenzbereich, sodass mir wenn überhaupt die finanzielle Hilfe bleibt.&lt;br /&gt;Noch etwas zum Haar: es gibt auch einen Stadt bekannten Transvestiten. Dieser flächtet sich die Zöpfe bis zum Hintern. Er ist der einzige Mann, den ich hier mit der Flechterei im Haar gesehen habe. Bei den Mädchen und Frauen sind die verschiedensten Frisuren möglich, die meisten werden mit Kunsthaar gemacht, doch wie schon gesagt, als Mann lässt man sich einfach regelmäßig seine Glatze schneiden.&lt;br /&gt;So, heute spielt Deutschland und ich habe gehört, es gibt eine neue 'Schland-Version. Die werde ich mir nach Möglichkeit zur Einstimmung anhören und dann mit einigen Deutschen ins East Africa bringen. Ich freue mich und hoffe, dass zumindest Ghana und die Elfenbeinküste die nächste Runde erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-6924883048994643742?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/6924883048994643742/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/das-ist-doch-zum-haare-raufen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6924883048994643742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6924883048994643742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/das-ist-doch-zum-haare-raufen.html' title='Das ist doch zum Haare raufen!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-1934475897850008599</id><published>2010-06-15T10:38:00.000-07:00</published><updated>2010-06-17T07:45:43.958-07:00</updated><title type='text'>Pause</title><content type='html'>Vor einer guten Stunde endete das Spiel Elfenbeinkueste gegen Portugal – torlos…Wie bei allen Begegnungen mit afrikanischer Beteiligung war das East Africa Pub wieder gestopft voll. Doch ich wusste ja Bescheid und war rechtzeitig vor Ort, um einen guten Platz vor dem Fernsehgeraet zu ergattern.&lt;br /&gt;Leider war das Spiel relativ ereignisarm, sodass sich die Stimmung in Grenzen hielt. Einzige Ausnahme stellte die Einwechslung Didier Drogbas dar. Jedes Mal, wenn er im Bild auftauchte, auf der Auswechselbank, beim Einlaufen und natuerlich bei der Einwechslung, klatschten die Leute in die Haende und machten Laerm.&lt;br /&gt;Wesentlich froehlicher waren die Zuschauer hingegen am Sonntag. Nein, nicht wegen Deutschland, sondern wegen des Sieges von Ghana. Endlich mal ein afrikanischer Sieg! Bis dato bekanntermassen ja auch der einzige…scheinbar waren die Leute danach muede oder einfach desinteressiert. Beim Deutschlandspiel war die Bar auf jeden Fall ziemlich leer. Mir kam das aber gerade recht, da ich somit viermal ausreichend Platz hatte, aufzuspringen und dabei meinen Stuhl zum Umfallen zu bringen. Gemeinsam mit Anni und zwei weiteren Deutschen feierte ich dieses Fussballfest! Meine Ankuendigung, nach jedem Tor eine Runde Konyagi zu schmeissen, zog ich mit der Zustimmung der anderen nach dem dritten Tor zurueck. Grade noch rechtzeitig vor dem finalen 4:0 Treffer Cacaus.  Lustig war, dass in der Bar auch eine ganze Gruppe Australier ihr Team anfeuerte. Deren Leistung war verglichen mit dem Auftreten ihres Teams herausragend, doch wuerde ich mir selbst den Titel “Fan des Spiels” verleihen. Ich denke, das habe ich verdient ;)&lt;br /&gt;Insgesamt geniesse ich die WM in vollen Zuegen und es steigen auch immer mehr Tansanier in den WM-Zirkus ein. Wollen wir mal hoffen, dass die afrikanischen Teams am zweiten Spieltag noch einen Tick erfolgreicher abschneiden und die Stimmung kocht. Es ist immer wieder faszinierend, welche Solidaritaet auf diesem Kontinent herrscht – zumindest in Fussballfragen. Ob der Spieler nun Eto’o, Drogba, Pienaar oder Gyan heist, alle werden sie geliebt und vergoettert. Selbst ein Henry hat aufgrund seiner Hautfarbe schon einen Fanbonus. In der naechsten Runde werde ich mich mal ueber die Beliebtheit Algeriens informieren, da Nordafrika fuer viele hier schon zu weit weg ist und man sich mit dessen Staaten und Buergern weniger solidarisch zeigt.&lt;br /&gt;Die allgemeine Sympathie fuer Afrikaner beschraenkt sich aber tatsaechlich fast nur auf Persoenlichkeiten aus Sport, Musik und Film. Dass der Nigerianer ein Dieb, der Tansanier eine Schlafmuetze, der Suedafrikaner ja irgendwie schon gar nicht mehr ein echter Afrikaner, der Somali ein Terrorist und der Kenianer ein Verbrecher ist, das scheint Konsens zu sein. Und dass schliesslich alle Weissen im Geld schwimmen ist so selbstverstaendlich wie die Tatsache, dass der Afrikaner Obama sich letztens erstmals in seiner Amtszeit oeffentlich an seine wahre Heimat, Kenia, gewendet hat. Ueber Rassismus in Tansania koennte ich mich wochenlang auslassen. Doch stellt sich mir bei all den Streitfragen auch immer die Frage, ob es bei uns in Deutschland besser, bzw. warum es anders ist.&lt;br /&gt;Ein paar Exempel: dass ich als Weisser immer angesprochen werde, kann durchaus als ein rassistischer Affront betrachtet werden. Schliesslich handelt es sich mitnichten immer nur um ein nettes Hallo, sondern haeufig werde ich gefragt, ob ich nicht ein Essen, ein Bier oder einen Softdrink springen lassen will oder nicht einfach mein Portemonnaie mit dem eines Tansaniers tauschen will. Immer wieder sind das auch Scherze, doch wenn ein Betrunkener mich morgens um elf anpoebelt, dass ich ihm doch sein Fruehstueck bezahlen soll, schuettele ich nur den Kopf und werde auch sauer. Doch machen wir uns mal nichts vor: Weisse, die durch Tansania spazieren, sind in den allermeisten Faellen wohlhabend. Zumindest fuer tansanische Verhaeltnisse. Da sind die zahllosen Freiwilligen hier in Moshi, die jades Wochenende feiern gehen und da sind Abenteurer und Fruehrentner, die sich fuer viel Geld am Kilimanjaro oder in der Serengeti vergnuegen. Die Annahme, dass die Weissen alle Geld haben, liegt fuer viele also auf der Hand. Dass es auch Massen gibt, die immer in Europa sind und dort teilweise sogar mit Armut kaemofen muessen, ist fuer viele hier einfach undenkbar.&lt;br /&gt;Fuer mich ist aber folgendes viel wichtiger: zwar kommen mir auch einige Schnorrer vor die Augen, doch ueberwiegt die Zahl derer, die sich ueber den Weissen freut, nett ist und sich ueber meine Kiswahilibrocken riesig freut. Diese Direktheit und Offenheit, einfach das Gespraech zu suchen, mich auszufragen und sich an der Fremde zu erfreuen, finde ich grossartig, wenn auch immer noch ungewohnt. Als kleiner Test: welcher der Leser hat in Deutschland auf der Strasse schon einmal einen offensichtlich nicht deutschen ueber seine Herkunft ausgefragt und ihm am Ende gesagt: “Mann, herzlich willkommen in Deutschland!!” Natuerlich hat das auch seine Gruende. Allein schon, dass die meisten Weissen hier aus Urlaubsgruenden weilen, waehrend Deutschland ja eher das Praedikat “Einwanderungsland” verdient. Da moegen einige Politiker anderer Meinung sein, doch inzwischen ist das ja wohl ein Fakt…&lt;br /&gt;Puu..einfach mal wieder ein paar Gedanken, die mich bewegen. Ich hoffe mal, nicht zu offensiv zu sein. Jetzt muss ich zurueck ins East Africa, einen guten Platz fuers Brasilienspiel ergattern. Internetcafezeit ist jetzt auch um.&lt;br /&gt;Bis bald, auf dass Suedafrika morgen Abend gewinnt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-1934475897850008599?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/1934475897850008599/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/pause.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/1934475897850008599'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/1934475897850008599'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/pause.html' title='Pause'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-206662500425944056</id><published>2010-06-13T09:14:00.000-07:00</published><updated>2010-06-13T09:16:30.287-07:00</updated><title type='text'>Die WM ist endlich eröffnet!!!!!!!</title><content type='html'>Ich bin umgezogen. Mein neues Zuhause ist das East Africa Pub Inn in der Innenstadt. Diese Bar ist mit vier ordentlichen Fernsehern ausgestattet, serviert Bier zu normalen Preisen, ist bei jedem Spiel gut gefüllt und hat sogar ein bisschen Essen auf der Karte. Okay, bei dem Essen handelt es sich nicht wie üblich um Reis, Maisbrei oder Chipsi (Pommes), sondern lediglich um frittierte Kochbananen (die mir wenig zusagen) und gegrilltes Fleisch. Mal sehen, wie mein Magen mit der Ernährungsumstellung bzw. -einschränkung auf Wasser, Cola, Bier und Fleisch reagiert.&lt;br /&gt;Nach all den Befürchtungen, die Tansanier würden die Weltmeisterschaft nicht ernst nehmen, da ihr Team nicht dabei, bin ich sehr positiv überrascht. Die ersten beiden Tage waren stimmungsmäßig sehr positiv einzuordnen und das zwischenzeitliche 1:0 für die gute Bafana Bafana brachte die Bar zum kochen. Wunderbare Stimmung hier!! Natürlich wird immer ganz besonders für die afrikanischen Teams mitgefiebert und wenn das Spiel erst einmal läuft und der Alkoholkonsum mit fortschreitender Zeit den Pegel kontinuierlich in die Höhe treibt, wird bei jeder Ballberührung geklatscht und gebrüllt. Dass bei Auswechslungen aufgestanden und geklatscht wird, ist ja wohl selbstverständlich.&lt;br /&gt;Letzten Montag wäre ich gerne nach Dar Es Salaam gefahren. Dort spielte die Tansanische Nationalmannschaft – die Taifa Stars – gegen Brasilien. Das 1:5 wertete ich als tansanischen Erfolg, doch stand ich damit allein auf weiter Flur. All die Tansanier die während des Spiels an ihrem Radio hingen, waren tief enttäuscht und beschämt. Natürlich setzte auch ich mich vors Radio, doch leider verstand ich wenig. Den Freudenschrei des Kommentators beim 1:4 werde ich jedoch nicht vergessen. Ja, Fußball im Radio ist schon einzigartig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wurde gebeten, einfach mal ein bisschen über die tansanische Gesellschaft zu schreiben. Natürlich gibt es da eine Menge zu erzählen, doch ist es echt schwer, ein Thema auszusuchen. Gibt es Fragen von der Leserschaft? Bisher habe ich es meist vermieden, ernsthaft über Land und Leute zu berichten, da ich das als fast unmöglich ansehe. Schon wenn ich mich mit anderen Ausländern unterhalte, merke ich, wie sehr unsere Wahrnehmungen auseinander gehen. Wenn ich nun also von hier erzähle, fürchte ich, meine verehrten Leser durch subjektive Eindrücke im Bezug auf Tansania unrechtmäßig zu euphorisieren oder zu verprellen. Nichtsdestotrotz denke ich gleichzeitig, dass es doch auch etwas Schönes und auch meine Pflicht ist, all jene, die daheim im sommerlichen Deutschland am Computer sitzen, an meinen Gedanken über Tansania teilhaben zu lassen. Wann lassen sich schon Informationen aus allererster Hand lesen und wo sonst habe ich die Möglichkeit, mich öffentlich mit meinen Gedanken, Gefühlen und Eindrücken auseinanderzusetzen und daraufhin vielleicht auch in den ein oder anderen Diskurs zu geraten? Also, über Anregungen, Rückfragen, Lob und Tadel freue ich mich!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Womit beginnen? Ich erzähle einfach mal ein bisschen von meinem neuen Fußballtrainer. 21 Jahre alt, hat er letztes oder vorletztes Jahr seinen A-Level-Abschluss (vergleichbar mit dem Abi) gemacht und wartet nun auf seine Unizulassung für September. Wie fast alle Tansanier hat er sich für "Accounting" beworben. BWL...langweilig! Andere Optionen sind "Management and Human Ressources" (oder so ähnlich) und "irgendetwas mit Landwirtschaft und Management". Der Mangel an Naturwissenschaftlern scheint meiner subjektiven Wahrnehmung nach auch in Tansania vorzuherrschen. Ich habe bisher einen Ingenieursstudent getroffen. Ansonsten treffe ich hier in Moshi primär auf Mediziner, Jäger und Safariguides. Diese Studenten...leider kenne ich praktisch keine Studenten besser. Es handelt sich hier stets um Barbekanntschaften, die mir in der Regel am nächsten Tag schon ein bisschen auf die Nerven gehen. Meist spielt sich die Sache wie folgt ab: ein besoffener Student läuft auf einen angetrunkenen Hannes zu, spricht ihn auf Englisch an, Hannes antwortet auf Kiswahili, der Student freut sich, sagt, dass jener Mzungu, der Kiswahili spricht, schon ein echter Tansanier ist, sagt weiter, dass er der beste Freund ist, erfragt die Handynummer, die Hannes ihm sofort gibt, um das Gespräch so schnell es geht zu beenden, und dann hat Hannes die Ehre zehn Komolitonen kennen zu lernen, die sich alle denken "oh mann! Was hat unser Kollege nur alles getrunken, dass er jetzt schon mit einem Weißen zu prahlen versucht...". Oh, wollte ich nicht eigentlich von Immanuel, dem Fußballtrainer erzählen?!? Er war wirklich beeindruckend!&lt;br /&gt;Klar, viele haben ein gewisses Interesse an der Fremde und am "Leben der Weißen", doch selten saß ich eine halbe Stunde mit einem Tansanier zusammen und hatte so großen Spaß daran, die Fragen eines jungen, interessierten Mannes zu beantworten. Wie ist das Wetter bei euch? Standardfrage...Wie ist euer Bildungssystem? Schrecklich ;) Hier folgte ein fünf Minuten langer Vortrag, der mir selbst nur verdeutlichte, dass ich erschreckend wenig weiß und dass unser Bildungssystem kompliziert ist. Dass Bildung aber meistens umsonst ist, scheint ihn fasziniert zu haben. Er muss im Jahr mindestens sechshunderttausend Schilling für die Uni berappen. Vierhundert Euro mag dem Deutschen nicht viel erscheinen, doch wenn man bedenkt, dass das weit über der Jahreseinkunft eines Hausmädchens liegt und dass es in etwa dem Monatsgehalt meiner Chefin, Grace, entspricht, wird ersichtlich, dass es sich hier um einen Batzen Geld handelt. Schließlich ist Grace definitiv unter den Besserverdienenden anzusiedeln und man stelle sich vor, der Zögling eines solchen würde in Deutschland mal eben für fünf- oder sechstausend Euro im Jahr studieren wollen. Ordentlich. &lt;br /&gt;Mindestens genauso verblüffend für Immanuel war die Tatsache, dass im Primärsektor (für all diejenigen, die in Politik oder Sozialkunde nicht zugehört haben, hier handelt es sich um Landwirtschaft) lediglich ein Prozent des deutschen BSP erwirtschaftet wird. Für einen Tansanier ist das völlig unvorstellbar. Schließlich sind hier achtzig bis neunzig Prozent in diesem Sektor erwerbstätig. Und der Staat gibt alles, die Bauern auch in ihrem Beruf zu halten und erlässt eine Steuererleichterung nach den anderen. Gestern las ich in der Zeitung, welche Maschinen und Transportwege von Steuern befreit werden sollen. Klingt nach einer großen Sache, doch da es sich beim allergrößten Teil der Bauern lediglich um Subsistenzwirtschaft handelt, fragt man sich doch, ob wirklich viele Leute von diesen groß angekündigten Maßnahmen probieren. Würden sich deutsche Bauern freuen, wenn auf einmal auf jeden Spaten fünfzig Prozent Rabatt wären und alle Ochsenkarrentransporte steuerfrei wären?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, ein Highlight dieses ereignisreichen Wochenendes war die Miss Vodacom Kilimanjaro" Wahl im La Liga. In einer ewig langen Prozedur wurde die Schönheitskönigin der Region gekrönt. Allerdings schaute ich da schon lange nicht mehr zu. Die Siegerehrung fand um halb drei in der Nacht statt. Da war ich schon im Bett. Lüge. Da war ich im Nebenraum tanzen. Eine Misswahl ist nichts Spannendes kann ich von diesem Abend nur berichten. Ich vermute auch, dass sich das überall ziemlich ähnelt. Die einzige spannende Abwechslung waren Live-Auftritte von tansanischen Musikstars. Besonders der Auftritt der "Wazee wa samaki na bata" (Alte Herren der Fische und Enten) mit ihrem Knallerlied "Pole Samaki" (Tut mir leid, Fisch), ließ mein Herz höher springen.&lt;br /&gt;Und heute Abend kommt das Deutschlandspiel, Ich werde mich schminken, mein Trikot tragen und die Tansanier damit wohl zum Kopfschütteln bringen. Naja, was soll's. Schönen Tag noch!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-206662500425944056?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/206662500425944056/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/die-wm-ist-endlich-eroffnet.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/206662500425944056'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/206662500425944056'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/die-wm-ist-endlich-eroffnet.html' title='Die WM ist endlich eröffnet!!!!!!!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-953315605396897555</id><published>2010-06-09T06:25:00.000-07:00</published><updated>2010-06-09T06:26:32.629-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Die Zeit zieht ins Land, ich ziehe ins Büro und Grace zieht ihre Kreise in Moshi. Wo? Das würde ich auch gerne wissen, doch Moshi Karanga, jener Stadtteil, der nach der Erdnuss benannt ist, wo unser Büro und mein Haus liegen, wird von ihr nur selten und stets zu unvorhersehbaren Zeitpunkten tangiert. Daran, dass wir uns, wenn wir uns denn sehen, prächtig verstehen und ich unglaublich dankbar bin, sie als Mentorin zu haben, ändert das nichts. Am Fortschritt unseres Projekts leider auch nicht. Der bleibt sehr gering.&lt;br /&gt;Ausdrücke wie "DIA" (Das ist Afrika) oder "African Time" (für alles, was sich verspätet) habe ich nie benutzt. Sicherlich, es gibt riesige Unterschiede zwischen den Lebensweisen in Tansania und Deutschland, doch allein schon, wenn man die Größe und die kulturelle Vielfalt Afrikas betrachtet, sollte bewusst werden, dass sich auf diesem Kontinent nicht generalisieren lässt. Nichtsdestotrotz muss ich gestehen, dass ich von mir langsam den Eindruck gewinne, afrikanisiert geworden zu sein. Der Stillstand in der Arbeit stört mich nicht weiter, ich freue mich, im Büro Zeit für Unterhaltungen zu haben und verzücke die anwesenden Mitarbeiter mit Bach, Chopin und Beethoven. Mittags vertrete ich mir ein bisschen die Füße, setze mich zum Gemüsestand, lasse meinen Blick träumend durch die Gegend schweifen und genieße den Kiswahilismalltalk. Nach einer weiteren Büroschicht folgt neuerdings endlich wieder Sport. Im Moshi Technical College treffen sich jeden Nachmittag die älteren Jungs eines großen Straßenkinderheims, um auf einem der besten Plätze in der Umgebung zu spielen. Mann, die haben mich beim Aufwärmen vielleicht fertig gemacht. Ewig lang kein Sport, Husten, viele neue Kilos – danach war ich (Herr Grosch würde sagen: "Salopp gesagt:") im Sack. Am nächsten Tag bin ich gleich wieder hin und habe dann auch erstmal gespielt. Passable Leistung würde ich sagen, doch der Mittelstürmerposten ist nicht meine große Stärke. À propos Fußball: von WM-Vorfreude merke ich bislang relativ wenig. Da das tansanische Team bereits in der Qualifikation zur Qualifikation ausgeschieden ist, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Meinerseits ist die Vorfreude jedoch riesig!! Letzte Woche kam das entsprechende Kicker Sonderheft an und ich bin jetzt bestens eingestimmt. Schade, dass es noch immer vier Tage sind ;)&lt;br /&gt;Eine letzte Sache, möchte ich noch erzählen: bei einem meiner Mittagsspaziergänge bin ich letzte Woche zur Fabrik der "Kibo Match Group" gelaufen und habe dort einem Freund ein Buch zurückgegeben. Er zeigte mir daraufhin die gesamte Streichholzfabrik. Ausgestattet mit schwedischen und deutschen Maschinen aus den Siebzigern, war die Fabrik durchaus interessant. Am beeindruckendsten war aber ein einziger Satz, den mein Freund Michaeli, der technische Leiter der Fabrik, über das manuelle Verpacken der Streichhölzer fallen ließ. Es gibt in der Fabrik eine Maschine, die das erledigt, die aber bei weitem nicht die Kapazität für alle Streichhölzer besitzt. Also arbeiten gleichzeitig rund einhundert Frauen daran, die Streichhölzer zu verpacken. An den Kauf einer zweiten Maschine wird nicht gedacht, da man diese Chance der Arbeitsbeschaffung nicht verstreichen lassen will. Man sage das mal einem deutschen Unternehmensberater. Und solche Worte kommen vom technischen Leiter, der mit der Anschaffung einer weiteren Maschine hundert Lohnzahlungen monatlich einstellen könnte und gleichzeitig selbst mehr Arbeit, mehr Verantwortung und vermutlich mehr Geld bekommen würde. Das sozialistische Erbe scheint auch siebzehn Jahre (ich glaube, es sind siebzehn Jahre...) nach der Liberalisierung starken Einfluss auf die Wirtschaft zu haben. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das in diesem Fall einfach nur beeindruckend finde!&lt;br /&gt;Gruß und Kuss&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-953315605396897555?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/953315605396897555/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/die-zeit-zieht-ins-land-ich-ziehe-ins.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/953315605396897555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/953315605396897555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/06/die-zeit-zieht-ins-land-ich-ziehe-ins.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-6441443634295558948</id><published>2010-05-31T02:58:00.001-07:00</published><updated>2010-05-31T08:33:14.046-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>So langsam verfliegt die Zeit. Ich bin noch ziemlich genau drei Monate hier und im Juli kommt meine große Reise mit David, sodass ich effektiv nur noch zwei Monate in Moshi sein werde. Ob ich in dieser Zeit noch die Eröffnung unseres Cafes miterleben werde, darf bezweifelt werden. Die Dinge gehen so langsam voran! Hier läuft praktisch alles über private Kontakte und da ich von diesen nicht so sehr viele besitze, kann ich den Fortschritt des Projekts nicht ernsthaft beschleunigen. Aber ein bisschen was geht voran und so konnte ich Grace davon überzeugen, dass das Hauptaugenmerk nicht darauf liegen sollte, dass wir auch ein Internetcafe und eine Großküche haben, sondern dass wir eine kleine, aber feine Ausstellung zum Kaffeeanbau und -export einrichten. So viel zur Arbeit.&lt;br /&gt;Letzte Woche waren Anni und ich bei unseren Freundinnen vom Gemüsestand eingeladen. Das war ein wirklich schöner und bereichernder Abend. Ihr Haus ist drei oder vier Zimmer groß und in jedem Zimmer wohnt eine Familie. Das bedeutet, dass in dem Zimmer, in dem wir die ganze Zeit fern sahen und das mit zwei kleinen Doppelbetten ausgestattet war, vier Frauen und ein Kind schlafen. Das ist schon eine anders, als man es bei uns gewöhnt ist. Während der Fernseher ununterbrochen lief, gesellten sich auch von den anderen Familien alle Kinder hinzu, sodass der Raum komplett voll war. Und alle hatten aber ihren Spaß. Wir unterhielten uns viel und neben den südamerikanischen Soap Operas, die unglaublich schlecht ins englische synchronisiert waren, stellte eine kleine Fotosession das Highlight des Abends dar. Eigentlich spricht keiner unserer Gastgeber Englisch, doch da die Geschichten so flach waren, konnten sie die Dinge sogar vorhersehen, die geschehen würden. Emotionaler Höhepunkt war eine Schlägerei in einer der Serien, die uns Zuschauer (speziell die tansanischen) zu wildem Gekreisch veranlasste.&lt;br /&gt;Ja, dieser Abend war echt schön und ich überlege zur Zeit noch, wie wir uns dafür revanchieren können. Zum Essen einladen geht wohl nicht, da wir keinen Fernseher haben ;) Letztens habe ich mal Pizza furs Büro gebacken und das kam sehr gut an. Vielleicht bringe ich bald mal ein Blech beim Gemüsestand vorbei. Vorausgesetzt, unser Ofen wird beizeiten repariert.&lt;br /&gt;Noch bevor wir zum Essen eingeladen wurden, begleiteten wir die Gemüsestanddamen mal bei ihrer Arbeit. Der Gemüsestand ist nur eine Nebeneinkunft, glaube ich. Das meiste Geld verdienen sie damit, reiche Gefängnisinsassen zu bekochen. Ich glaube, ich hatte mal erwähnt, dass ich direkt neben dem Gefängnis wohne. Anni und ich wollten schon immer mal im Gefängnis spazieren gehen, da es von außen sehr grün aussieht und zu jeder Zeit viele Leute dort verkehren. Uns Weißen war das aber nicht gestattet, sodass wir nur in Begleitung der Damen dort reinkamen. Und tatsächlich: das Gefängnis ist ein riesiges, sehr grünes Gelände mit der billigsten Bar Moshis. Schöner Spaziergang war das! Wirklich ins Gefängnis hinein kamen wir aber nicht. Nach dem Haupttor, das wir durchschritten, kommt erst noch die Angestelltenwohnsiedlung, die wir auch noch durchquerten und dann kommt der Knast, vor dem wir in Richtung Bar abbiegen mussten.&lt;br /&gt;In der letzten Zeit komme ich in immer besseren Kontakt mit den wirklich einfachen Einheimischen Leuten hier. Ich gehe nur noch recht wenig mit anderen Freiwilligen aus und hänge sehr viel am Gemüsestand und im Büro rum. Da ich vom Partyleben ab September wohl ohnehin wieder reichlich haben werde, finde ich die momentane Situation sehr angenehm und bin ziemlich zufrieden. Noch drei Monate...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-6441443634295558948?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/6441443634295558948/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/05/so-langsam-verfliegt-die-zeit.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6441443634295558948'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6441443634295558948'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/05/so-langsam-verfliegt-die-zeit.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-1020399038375111262</id><published>2010-05-26T08:38:00.000-07:00</published><updated>2010-05-26T08:39:27.276-07:00</updated><title type='text'>NEUE FOTOS ONLINE</title><content type='html'>&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-1020399038375111262?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/1020399038375111262/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/05/neue-fotos-online.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/1020399038375111262'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/1020399038375111262'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/05/neue-fotos-online.html' title='NEUE FOTOS ONLINE'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-7493806595791657551</id><published>2010-05-17T01:41:00.000-07:00</published><updated>2010-05-17T01:43:10.134-07:00</updated><title type='text'>Nimerudi!</title><content type='html'>I'm back, ich bin wieder da. Ich denke, nun haben es alle verstanden, dass ich wieder in Moshi bin. Mittwoch nachts kehrte ich heim, in meine liebste tansanische Stadt. Die Vorfreude war groß, da es mich immer wieder beruhigt zurückzukommen, doch war es auch etwas schade, dass ich Malawi so schnell wieder den Rücken zuwenden musste. Dort hatte ich eine großartige Zeit!&lt;br /&gt;Dreieinhalb Wochen war ich hier allein daheim, sprach wenig Deutsch, lernte viel Kiswahili, ging gtäglich ins Büro und zeichnete Lanskarten und berauschte mich abends mit Unmengen an Musik, Narziss und Goldmund, den Buddenbrooks und Bartholomäus Grill. Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken und war insgesamt echt glücklich. Doch irgendwann ist es der Isolation dann auch genug und was kann es da schöneres geben, als einen großartigen Mensch wie den David in Malawi zu besuchen!?&lt;br /&gt;Wir hatten eine echt gute Zeit. Wie immer war bei ihm und seinen Kollegen viel los und das Haus gleicht immer noch einem Taubenschlag. Vie list passiert, seit wir uns das letzte Mal sahen und der Gesprächsstoff ging uns nie aus. Eine der spannendsten Veränderungen ist wohl Davids neue Halbtagesstelle in der Jacaranda School. Das ist eine Schule für Waisen in Blantyre, die von einer Malawierin gegründet wurde. Als einmal der Geldhahn für die Schule abgedreht wurde, unterrichtete ihre Mutter im Wohnhaus und die Dame selbst ging in die USA, wo sie als Nanny arbeitete und all ihr Einkommen der Schule zur Verfügung stellte. Da sie bei einer Schauspielerin aus Hollywood zu Hause tätig war, kam sie schnell in Zirkel, in denen sich viele Spenden eintreiben lassen, sie war bei Larry King und gewann einen CNN-Award für ihre aufopferungsvolle Arbeit. Inzwischen verfügt die Schule über Spenderkreise in China, USA, Frankreich, England, etc. Deutschland kommt hinzu, wenn David und co. wieder zurück sind. Sollte irgendeiner der Leser mal das dringende Bedürfnis verspüren, Geld in die dritte Welt zu spenden, so empfehle ich dieses Projekt wärmstens!&lt;br /&gt;Ich besuchte die Schule am Nachmittag während der Bandprobe, die von David geleitet wird. Innerhalb von nur drei oder vier Monaten haben sich die Jungs und Mädels einiges an Klavier, Schlagzeug zbd Gitarre selbst beigebracht und schon mehrere Lieder komponiert. Die Könung ist der Chor von dreißig Mädchen, den ich bei einem kleinen Konzert in voller Pracht singen hörte. Wenn man diese Kinder singen hört, vergisst man den Rest der Welt…und trauert, dass dieses Talent so wenig gefördert wird…Der Anlass für das Konzert war übrigens eine Videoaufnahme, die nun nach London geschickt und auf einer Benefizveranstaltung abgespielt wird. Gäste sind ein paar der Spice Girls und andere Promis, Organisator ist einer der Songwriter Madonnas und der Eintrittspreis beträgt 200 Dollar (oder Pfund?) pro Person, die direkt nach Jacaranda geschickt werden. Große Sache ist das!&lt;br /&gt;Nun, was habe ich dort noch erlebt? Ich habe ein bisschen am Alkoholfasten gesündigt und holländische Trinkspiele kennengelernt. Interessant…am Folgetaf wanderten wir dann mit einigen Leuten auf den Mount Soche, einen der Berge, die Blantyre umgeben. Das Gras stieg uns über den Kopf, immer wieder mussten wir umkehren und neue Wege finden und leider zerrissen meine Sandalen auf dem Anstieg. Doch Barfuß war die Sache natürlich nur  noch ein Stückchen abenteurlicher und die herrliche Natur und der grandiose Ausblick waren mehr als nur eine faire Entschädigung. Danach wurde gegrillt!&lt;br /&gt;Ein weiteres Highlight war die Rückfahrt. Sie begann mit dem schönsten Abendhimmel, den ich jemals erblickt habe, setzte sich am nächsten Tag mit Morgennebel über den taunassen Bergwiesen fort, brachte ein weiteres schönes Abendrot in Mbeya, einen traumhaften Sonnenaufgang am nächsten Tag und dann zum Abschluss einen knallroten Sonnenuntergang, während der Bus auf den Highway nach Moshi abbog. Schön, dass man bei einer Busfahrt so viel Zeit hat, aus dem Fenster zu schauen. Eine sehr primitive Feststellung, doch nicht immer kann mich so geduldig auf die Schönheit der Natur konzentrieren, finde ich.&lt;br /&gt;Was kommt jetzt?&lt;br /&gt;Café! Grace kam am Wochenende aus Dar zurück und nun möchte ich Nägel mit Köpfen machen. Es steht nur noch aus, ob Grace selbiges im Sinne hat, doch ich bin optimistisch!&lt;br /&gt;Basi! Kwa leo inatosha. Ninausalimia ujeromani. Tutaonana&lt;br /&gt;Genug! Für heute reicht's. Ich grüße Deutschland. Wir sehen uns!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-7493806595791657551?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/7493806595791657551/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/05/nimerudi.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7493806595791657551'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7493806595791657551'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/05/nimerudi.html' title='Nimerudi!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-3890336391790544016</id><published>2010-04-29T04:44:00.000-07:00</published><updated>2010-04-29T04:46:14.375-07:00</updated><title type='text'>Saukalt ist es hier!</title><content type='html'>Während in Deutschland der Sommer Einzug erhält, wache ich hier immer wieder auf und spüre ein leichtes Frösteln unter meinem Bettbezug. Vielleicht sollte ich die Ikeasommerdecke bald mal wieder aktivieren, um den widrigen Bedingungen Widerstand zu leisten. Noch geht es aber noch ohne und am Sonntag fliehe ich vielleicht für kurze Zeit nach Malawi runter, in der Hoffnung, die kälteste Woche des Jahres zu umgehen. Ob diese aber nächste Woche sein wird, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht und angeblich wird es im Juni noch kälter...ich will heim! ;)&lt;br /&gt;Viele werden sich fragen, warum ich schon wieder nach Malawi fahre. Dort muss ich mit David ein wenig planen und werde außerdem meine liebe Kollegin Anni gemeinsam mit Christina und Veronika treffen, die seit Wochen rumreisen. Aber das wird für mich nur von kurzer Dauer sein, denn mit dem Café steht hier einiges an Arbeit ins Haus! Und es ist nicht einmal sicher, ob ich überhaupt runterfahre. Muss mal ein bisschen Sparsamkeit an den Tag legen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Landkarten habe ich nun abgeschlossen, ich fühle mich bereit, auch größere grafische Aufträge auf mich zu nehmen und überlege, ob ich etwas in diese Richtung studieren soll. Okay, das war eine ziemliche Lüge und für alle, die es interessiert: ich bewerbe mich auf Medizin und auf Bauingenieurwesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern nahm ich an einem Workshop teil, der das Ziel hatte, tansaniaweite Standards für die Kaffeeproduktion festzulegen. Geleitet wurde die Veranstaltung natürlich von einem Europäer (der aber schon ewig hier lebt) und wie bei allen anderen Workshops oder Seminaren, die ich hier erlebt habe, ging die Sache irgendwie daneben. Da wird irgendeine wunderbare, lobenswerte und gut gemeinte Idee mittels komplexer Workshoptheorien (bevor ich herkam, wusste ich gar nicht, wie viele Arten es gibt, einen Managementplan zu erstellen, die Risiken einer Organisation zu bewerten, die Teilnehmer bei Laune zu halten – ein vorzügliches Frühstück!! – etc.) zu bearbeiten versucht, doch im Endeffekt verstehen alle Teilnehmer (meine Wenigkeit nicht ausgenommen) die Instruktionen falsch und nach mehrstündiger Gruppenarbeit sind nur nutzlose Resultate vorhanden. Das Ende des Workshops ist dann, wenn alle müde sind und das ist nicht nach 17:00...schließlich ist das Abendessen ja auch nicht mehr im Budget inbegriffen (obwohl die Spender die paar hundert Euro bestimmt locker machen würden...)...und die ganze Arbeit, die nicht geschafft wurde, übernimmt der Leiter des Workshops. Da könnte man sich den Workshop fast sparen, finde ich...aber wie gesagt, das Essen war echt gut, ich hatte ein paar sehr interessante Gespräche und fühlte mich am Abend durchaus bereichert. Für mich ist ja vieles immer noch ein Abenteuer, weshalb ich über inhaltliche Enttäuschungen locker wegsehen kann und andere Eindrücke und Erfahrungen für mich mitnehme. Natürlich ist es schön, wenn man auch mal sieht, dass inhaltlich irgendwo Fortschritte erzielt werden, doch das ist insgesamt eher eine Seltenheit...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, was noch? Wurde gestern von meinen Gemüsestandmädels zum Essen eingeladen. Nach mehrstündigem rumrühren, war das Ugali dann auch fertig und die stundenlange Vorarbeit lieferte mir dann ungefähr zwei Minuten großen Essspaß. Seinen Brei mit der Hand zu essen, ihn erst einmal zu kneten, etc. ist echt ein Vergnügen, doch die Maismehlwassermischung macht sofort satt. Laut den Tansaniern macht Ugali auch stark. Aber die sagen auch, dass ihre Pommes (Chipsi) stark machen ;) Man muss aber auch fairerweise sagen, dass es kaum dicke Männer gibt und das Essen tatsächlich nur bei wenigen so an (oder ein)schlägt wie bei mir. So viel Chipsi wie ich hier schon gegessen habe...da müsste ich Gewichtheber oder Ringer oder so etwas werden. Einmal unterhielt ich mich mit einem Tansanier über die feine Unterscheidung von stark und fett (die bei uns im Deutschen in dem herrlichen Wort "kräftig" ja auch sehr schwierig ist) und als ich meinen Bauch aufblähte und sagte "schau, wie stark mich das Essen hier macht!" stimmte er mir zu und blähte seinen Bauch ebenfalls auf. Das nur so nebenbei...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, genug für heute und bis bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-3890336391790544016?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/3890336391790544016/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/04/saukalt-ist-es-hier.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3890336391790544016'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3890336391790544016'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/04/saukalt-ist-es-hier.html' title='Saukalt ist es hier!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-3326815713519505278</id><published>2010-04-21T05:00:00.001-07:00</published><updated>2010-04-21T05:00:50.227-07:00</updated><title type='text'>Arbeit!</title><content type='html'>Wer Ohren hat der höre! Seit Simon abgeflogen ist, bin ich tagtäglich, abgesehen vom Wochenende, im Büro. Primär bin ich zur Zeit dafür verantwortlich, von den Bauern gezeichnete Landkarten ihrer Kooperativen in den Computer zu übertragen und dort zu bearbeiten. Nachdem ich für die erste Karte noch mehrerer Tage bedurfte, hat sich das Arbeitstempo inzwischen vervielfacht und so langsam gehen mir die Karten aus...Doch das ist nicht weiter tragisch, denn es fallen immer wieder kleine PC-Probleme an, bei denen ich helfen kann oder es wird ein Partner für ein Brainsorming benötigt, und außerdem hat mir Grace die Aufgabe gegeben, mal über ein sehr spannendes Projekt zur Selbstfinanzierung nachzudenken: ein Biocafé in der Stadt! Da werde ich mich jetzt in den nächsten Tagen dran machen und schauen, was sich machen lässt. Schließlich wird die Klientel vermutlich eher auf meiner Wellenlänge sein, da sich nicht allzu viele Tansanier in die Cafés hier verirren.&lt;br /&gt;Einerseits ist das mit Sicherheit eine Geldsache, andererseits setzt man sich hier aber auch einfach nicht zusammen, trinkt Kaffee und Tee und genießt den Feierabend oder den freien Tag. Zwar sitzen viele Leute den ganzen Tag über in den unzähligen lokalen Bars und Imbissbuden, doch wird dort fast ausschließlich gesoffen oder – so wie ich es zur Zeit meiner momentanen Fastenzeit tue – "Soda" (Cola, Fanta, Sprite getrunken). Und das, wo hier so viel Kaffee und Tee angebaut wird. Letzterer wird zumindest zum Frühstück noch konsumiert, wobei das häufig servierte Getränk viel Zucker, mit ein bisschen Tee und Milchpulver ist. Mir kommt das entgegen, ich war ja schon immer ein großer Fan von allem, was zu süß und etwas ungesund ist.&lt;br /&gt;Wo ich gerade schon dabei bin, etwas vom Alltag und den Menschen hier zu erzählen: Simon merkte trotz all der sitzenden und trinkenden Menschen immer wieder an, wie seltsam die Tansanier doch seien, dass sie an jeder erdenklichen Stelle rumstehen. Nein, wenn man mit dem Daladala durch den Dschungel fährt, braucht man nicht zu fürchten, dass man verloren ist, denn nach ein paar Metern sieht man bestimmt jemanden irgendwo stehen. Die Damen, Herren, Kinder, Omas und Opas – ja, davon ist keine Altersgruppe auszuschließen – scheinen nicht auf dem Weg zu einem Ziel zu sein, sondern schlicht das Stehen zu genießen. Mir ist das noch nie so aufgefallen, doch wie auf so viele andere Dinge hat Simon mich darauf aufmerksam gemacht. Komisch. Noch komischer und meines Erachtens auch traurig ist es, dass es keine öffentlichen Sitzgelegenheiten gibt, Ausnahme Zanzibar und ganz wenige Stellen in Dar. Hier in Moshi gibt es nichts, was einer Plasa (oder Plaza?), wie Simon diese Plätze stets nannte, gleicht. Es gibt nicht eine einzige Sitzgelegenheit, die nicht zum Konsum eines Getränks verpflichtet. Das macht mir natürlich zu schaffen.&lt;br /&gt;Zur Zeit bin ich mal alleine daheim. Letztes Mal war das im Dezember für zwei oder drei Tage der Fall und ich hatte ein echtes Tief. Diesmal ist Anni verreist und hat mit Veronika und Christina auch meine anderen beiden wichtigsten Damen von hier abgezogen. Also habe ich viel Zeit für mich, die Leute in meiner Umgebung, die Sprache, gute deutsche Bücher (ach, Narziß und Goldmund war großartig!) und eben das Büro. Es entsteht so langsam ein Alltag und nach mehr als sieben Monaten ist das ein wunderbares Gefühl! Morgens aufzuwachen (in der Regel immer ein bisschen zu spät, da der Wecker so leise ist und die Bücher abends einfach zu viel Zeit beanspruchen...ist aber auch nicht weiter schlimm, weil mein Ofen kaputt ist und mir deshalb morgens den Haferschleim mit Wasser aus dem Wasserkocher zubereite, was im Nu erledigt ist) und schemenhaft zu wissen, was der Tag so bringen wird und dann abends zu denken "jo, das hast du aber wieder gut gemacht, Hannes!" (das war jetzt wohl etwas übertrieben) – das beruhigt und befriedigt.&lt;br /&gt;Es ist aber mitnichten so, dass mir langweilig würde. Als zumindest Christina noch hier war, sind wir zu zweit nach Arusha gefahren und frönten dem Luxus. Mit Sushi, Kino und "El Clasico" (Real Madrid – Barcelona) verbrachten wir einen tollen Tag. Letztes Wochenende lernte ich das Nachtleben Moshis mal mit anderen Leuten und ganz ohne einen Tropfen Alkohol kennen und konnte für mich selbst nachvollziehen, warum ich mir freitags oder samstags gerne mal den ein oder anderen Tropfen gegönnt habe. Bitte nicht missverstehen, das liegt nicht an den Leuten, sondern an den Locations.&lt;br /&gt;Gestern war ich mit einem Freund abends essen, Hühnchen! Sehr interessant, da dieser Tansanier indischen Ursprungs unglaublich viel über dieses Land weiß und wir auch noch einen alten Freund von ihm trafen. Italiener, in der vierten Generation in Tansania, der auch sehr viel zu erzählen hatte. Immer wieder erfreue ich mich hier, was für spannende Leute und was für unglaubliche Geschichten man hier zu hören bekommt. Dass zum Beispiel im Süden Moshis früher riesige Wälder mit all den wilden Tieren, die es auch den Nationalparks gibt, wucherten, die aber alle in den letzten Jahrzehnten den Kohleproduzenten zum opfern fielen und mit deren Niedergang auch die Tierpopulationen ausgelöscht wurden. Ein Problem, dass ausnahmsweise mal nicht von den Kolonialisten gebracht wurde...&lt;br /&gt;Ich merke, ich verliere langsam den Faden. Habe ich ihn überhaupt jemals gehabt? Nun denn, bis bald! Ich lade mal ein paar Fotos hoch...Gruß!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-3326815713519505278?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/3326815713519505278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/04/arbeit.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3326815713519505278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3326815713519505278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/04/arbeit.html' title='Arbeit!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-8809503311348090083</id><published>2010-04-09T06:19:00.000-07:00</published><updated>2010-04-09T06:22:21.231-07:00</updated><title type='text'>Ich lebe noch!</title><content type='html'>Samahani sana - ich bitte vielmals um Verzeihung, dass ich solange nicht mehr geschrieben habe. Vor knapp drei Wochen kam mein Bruder Simon hier an, am letzten Mittwoch verließ er mich wieder, in der Zwischenzeit waren Mails und Blog mal weitgehend verdrängt und sogar der inflationäre SMS-Wahn wurde runtergeschraubt - vor allem aus dem Grund, dass ich mein Handy verloren habe...&lt;br /&gt;...ja, das waren zweieinhalb wunderbare Wochen. Viele Gespräche, viele Eindrücke aus einem anderen Blickwinkel, viele Erlebnisse. Vom "Moloch" Dar Es Salaam zu zwei Freiwilligen in die Pareberge, ohne Strom, in traumhaft schöner Natur gelegen, weiter nach Moshi, mein Umfeld vorstellen, bis nach Arusha, wo wir eine deutsche Familie besuchten, die seit fast 20 Jahren in Tansania lebt und dann über Dar bis nach Zanzibar. Das war ein sehr würdiger Abschluss für diese Zeit. Wir waren ausschließlich in Stone Town und obwohl ich bereits das dritte Mal da war, nahm ich die Stadt wieder ganz anders war. Simon war stets an den Geschichten der einfachen Leute, die wir in den Gassen dieses Städtchens trafen interessiert und so fungierte ich als Dolmetscher und hatte großen Spaß daran. Wen haben wir da nicht alles getroffen!? Einen jener Fußballer, die von Oli Pocher zwei Wochen als zanzibarisches Nationalteam trainiert wurden, einen Koranlehrer, der hobbymäßig das "Islamic Cultural Heritage of Zanzibar" betreibt und dessen Wohnung einem ziemlich chaotischen Museum gleicht, einen Schreiner, dessen Vater vor langer Zeit von der Kooperation zwischen DDR und Zanzibar profitierte und jahrelang als Dolmetscher im Osten fungierte und schließlich fanden wir noch eine lokale Bäckerei, wo wir uns in den folgenden Tagen stets ein frisches Brot aus dem Ofen erkauften. Im Kontrast zu jenen Unterhaltungen und zu den langen Spaziergängen stand dann unsere samstägliche Suche nach einer Bar, die Bundesliga überträgt, doch am Ende mussten wir auf ein Internetcafé ausweichen und verfolgten Dortmund-Bremen im Live-Stream. Es hat sich gelohnt :)&lt;br /&gt;Zum Thema Fußball möchte ich mal einen kleinen Exkurs machen. Diese Sportart ist auf jeden Fall ganz klar die Nummer eins im Lande, obwohl das Nationalteam sagenhaft unerfolgreich ist (in der Qualifikation zur WM-Qualifikation gescheitert) und es weder eine Profiliga, noch gute Fußballplätze gibt. Zwar sympathisieren viele mit einem der Erstligateams, doch die englische Premier League und die europaweiten Wettbewerbe stehen im Vordergrund. Also ist ein jeder Tansaner, der sich mit Fußball beschäftigt, Fan von Chelsea, Manchester, Arsenal oder Liverpool. Bei Premier League und Champions League Spielen füllen sich die Bars zuverlässig und die Stimmung ist gut. Steht dann ein Spiel wie Barcelona gegen Arsenal (ui, das war wirklich großartig!) an, dann finden sich einerseits die Fans von Arsenal und andererseits jene, die Liverpool, Manchester oder Chelsea unterstützen. Diese sind dann für einen Abend ganz extatisch Barcelonafans und lachen die Arsenalfans aus, wenn ihr Team verliert, stellen sich vor sie, winken und sagen "Byebye!" und feiern, dass ihr Konkurrententeam aus dem Wettbewerb geflogen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zu Simons Besuch. Was gibt es dazu noch zu sagen? Simon hat festgestellt, dass das tansanische Essen tatsächlich sehr "stark" macht und mindestens drei der zehn gewonnenen Kilo Muskelmasse in meinem Kinn zu finden sind. Außerdem habe ich beschlossen, bis zur WM eine Diät zu machen und auf Alkohol zu verzichten. Das sind noch gute neun Wochen, doch ich bin natürlich optimistisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt bin ich wieder in Moshi und es gibt ein bisschen Arbeit im Büro. Heute haben wir ein Brainstorming zu den Risiken der biologisch nachhaltigen Kaffeeproduktion gemacht. Das war recht interessant. Die tansanische Arbeitsweise ist schon anders, als in Deutschland, aber ich denke, da wir hier personell ohnehin nicht auf dem Zahnfleisch gehen, ist es nicht tragisch, wenn man zu dritt ein Brainstorming macht, das eigentlich bereits von einem von uns komplett durchgeführt wurde und das er uns lediglich noch einmal präsentierte. Aber es ist auch einfach schön, morgens aufzuwachen und zu wissen "jetzt gehe ich zur Arbeit". Dann kommt nicht gleich die Frage "Wie schlage ich mir jetzt den Tag um die Ohren, bis die anderen Freiwilligen alle frei haben und ich mich mit ihnen treffen kann?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis bald! Grüße&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-8809503311348090083?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/8809503311348090083/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/04/ich-lebe-noch.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8809503311348090083'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8809503311348090083'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/04/ich-lebe-noch.html' title='Ich lebe noch!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-3366553587705223759</id><published>2010-03-19T03:32:00.000-07:00</published><updated>2010-03-19T03:45:18.925-07:00</updated><title type='text'>Du bist nicht allein...</title><content type='html'>...denn dein Bruder kommt dich besuchen. Morgen ist es soweit! Ich werde nach Dar fahren, um dort am Sonntag den Erstgeborenen meiner Eltern abzuholen und mit ihm zweieinhalb Wochen durch das Land zu ziehen. Die Vorfreude ist gross und ich hoffe, er bringt Schokolade mit. Sonst...ja, sonst stehen die Vorzeichen schlecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon laenger habe ich nichts mehr hier reingeschrieben. Das Leben in Moshi plaetschert ein wenig vor sich hin. Da Strassenkinderprojekt geht praktisch gar nicht voran, in meiner Abwesenheit und auch darueber Hinweg war Manuel naemlich ebenfalls nicht da und somit auch nicht aktiv. Stattdessen spricht mich immer wieder ein Souvenirverkaeufer auf der Strasse an, dessen aeussere Erscheinung mich zu Beginn stets eingeschuechtert hat: glasige Augen, boeser Blick, tiefe Stimme, krummer Gang...er wirkte ziemlich heruntergekommen und hat mich immer wieder angebettelt, eines seiner wenigen Produkte zu kaufen. Inzwischen diskutieren wir aber nicht mehr ueber die Preise von Ketten und Malereien, sondern darueber, wie das Strassenkinderprojekt endlich mal an Schwung gewinnen kann. Bob - ich vermute so heisst er jetzt nicht wirklich - kennt die Wege zum Aufbau eines solchen Heims und hat mir viele Tipps gegeben. Allerdings bin ich im Besitz von genau...nichts! Ich habe kein Geld und kann das Projekt somit auch nicht alleine weiterfuehren. Manuel ist aber wieder in der Stadt und mal sehen, wie es jetzt weitergeht.&lt;br /&gt;Da ich nicht monatelang auf Arbeit warten will, habe ich mich auch weiter umgehoert und ein interessantes Projekt gefunden, fuer das aber noch zahlreiche buerokratische Huerden (Arbeitsvertrag, Abaenderung der Aufenthaltserlaubnis, blabla) uebersprungen werden muessten, sodass ich dort wohl noch nicht sofort einsteigen kann. Mehr dazu, wenn ich konkretes in der Hand halte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten verbringe ich die Tage in Moshi mit anderen Freiwilligen, Praktikanten und abends mit Tansanern in der Koolbar, einer Bar mit Billardtisch, lauter, maessiger Musik und viel getanze. Letzteres folgt vor allem aus der Unmoeglichkeit, sich bei dieser Lautstaerke zu unterhalten.&lt;br /&gt;Hin und wieder, wochenends, kommen dann auch schoene Ausfluege zu Wasserfaellen oder zu einer Oase in der Masaai-Steppe dazu. Ach, das war echt ein Traum! Alles gruen, man kann schwimmen und das nach einer dreiviertelstuendigen Motorradtaxifahrt durch oede Steppe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, bis bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-3366553587705223759?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/3366553587705223759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/03/du-bist-nicht-allein.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3366553587705223759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3366553587705223759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/03/du-bist-nicht-allein.html' title='Du bist nicht allein...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-3182367405270255915</id><published>2010-03-08T03:42:00.000-08:00</published><updated>2010-03-08T03:43:02.453-08:00</updated><title type='text'>Wieder daheim!</title><content type='html'>Nach fast einem Monat reisen, habe ich nun wieder mein gutes altes Moshi. Ich habe mich richtig darauf gefreut, mein temporäres Zuhause wiederzusehen, länger als nur für ein Wochenende. Diese Vorfreude begründet sich ausschließlich aus der Zufriedenheit, die ich in der Stadt verspüre und nicht etwa daher, dass die letzten Wochen nicht schön gewesen wären. Über meine Reiseaktivitäten habe ich ja sehr regelmäßig berichtet, nur Fotos fehlten noch. Die versuche ich soeben hochzuladen.&lt;br /&gt;Letzte Woche stand das Zwischenseminar in Karatu an. Neben Anni und mir waren noch zwei andere Freiwillige vom SCI und zwölf Freiwillige vom solivol-Programm da. Wir waren also quasi neu in der Gruppe, da sich alle solivol-Freiwilligen schon von der Vorbereitung und von Besuchen während der letzten sechs Monate her kannten. Das änderte aber nichts daran, dass ich eine wunderbare Woche voller spannender, lustige und motivierender Gespräche hatte. Zwar gab es kaum ernsthaft durchgeführtes Programm, dennoch wurde ich sehr von den sympathischen Menschen um mich herum und ihren Geschichten inspiriert.&lt;br /&gt;Einziger Makel am Seminar: es war in Karatu, wo es fast jeden Tag regnete und arktischr Temeperaturen weit unter der 25°C-Marke herrschten. Die logische Folge war, dass meine Erkältung schlimmer wurde und ich ein bisschen arg niedergeschlagen war. Ja, die Kälte hat mir sehr zugesetzt. Da bin ich doch froh, im heißen Moshi zu wohnen!&lt;br /&gt;Als das Seminar offiziell vorbei war, fuhren wir alle nach Arusha, von wo aus am nächsten Tag Busse in alle Richtungen ausschwärmten. Anni und ich, die wir auch locker nach Moshi hätten weiterfahren können, nahmen auch diese Möglichkeit des Beisammenseins noch mit, trafen uns aber auch gleich noch mit zwei Freunden aus Moshi. Mit denen spazierten wir am Folgetag dann über den riesigen Souvenirmarkt, der am Sonntag schön ruhig war und auf dem ich meine Kiswahilikenntnisse trainieren konnte, während die anderen “shoppen” waren. Gespräche darüber, ob ich jungen Verkäufern nicht eine deutsche Frau ins Haus bringen könne, darüber, wie eine Verkäuferin in der Regel anfängt, Preise zu verhandeln (bei älteren Weißen geht es in etwa beim fünffachen des Werts los!) und darüber, wie unterschiedlich Deutsche und Tansaner sind und was man so auf einem Seminar in Karatu beredet. Es war sehr unterhaltsam und es macht mir Spaß, diese mir neue Sprache von Tag zu Tag besser zu sprechen und immer längere und intensivere Gespräche führen zu können.&lt;br /&gt;Tutaonana siku nyingine!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-3182367405270255915?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/3182367405270255915/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/03/wieder-daheim.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3182367405270255915'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3182367405270255915'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/03/wieder-daheim.html' title='Wieder daheim!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-2492777813817582985</id><published>2010-03-01T00:46:00.000-08:00</published><updated>2010-03-01T01:35:48.546-08:00</updated><title type='text'>Immer auf Achse</title><content type='html'>Sehr verehrte Leser,&lt;br /&gt;bitte sehen Sie mir nach, dass ich heute nur eine kurze Notiz hinterlasse: ich bin bis Samstag auf dem Zwischenseminar. Danach gibt es einen langen Bericht und endlich wieder Fotos. Wer moechte, kann auch eine Postkarte beantragen. Die gibt es aber nur mit Gegenkarte.&lt;br /&gt;Okay, das war jetzt sehr kurz und ein paar Minuten verbleiben mir noch im Internetcafe, bevor dann auch mein Bus nach Karatu faehrt.&lt;br /&gt;Also, ich bin seit Freitag wieder in MOshi. Eigentlich wollte ich erst Sonntag wieder zurueckkehren, doch leider wurde das Rugbyspiel, an dem ich teilnehmen wollte, relativ spontan abgeblasen. Umsonst in Dar gewartet, trotzdem eine schoene Zeit gehabt. Und auch das Wochenende war wunderbar, sodass ich gar nicht so traurig war, kein Spiel gehabt zu haben. Mein dicker Bauch haette sich wohl gefreut. Naja...bis bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-2492777813817582985?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/2492777813817582985/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/03/immer-auf-achse.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/2492777813817582985'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/2492777813817582985'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/03/immer-auf-achse.html' title='Immer auf Achse'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-6330980565695640064</id><published>2010-02-22T00:52:00.000-08:00</published><updated>2010-02-22T01:12:17.792-08:00</updated><title type='text'>Wieder in Dar</title><content type='html'>Zwei wunderschoene Tage in Lindi sind vorbei und ein ziemlich beschissener dritter Tag im Bus folgte. Mannmannmann...nach der vielen Sonne und der damit verbundenen Leuchtfarbe meiner Haut, war ich recht dankbar, dass in Kilwa und Lindi Wolken den Himmel etwas verdunkelten. Auch die Regenfaelle stoerten mich nicht und ich machte mir keine Gedanken darueber, dass der Regen fuer die Rueckfahrt unguenstig sein koennte. Grund: es gibt eine einzige Strasse, die von Dar entlang der Kueste in den Sueden fuehrt. Ein grosses Teilstueck dieser Strasse wir dgerade geteert. Als Ausweichstrecke dient eine Spur, die hin und wieder ueber die geschotterte Baustellenpiste fuehrt, selbst aber in einer Verfassung ist, dass es in Deutschland schwer waere eine derart schlechte "Strasse" zu finden. Auf der Hinfahrt, als es trocken war, benoetigten wir fuer diesen Abschnitt zweieinhalb Stunden, gestern waren es mehr als sech. Ein umgekippter Lastwagen neben der Strasse, zig Lastwagen, die im Matsch steckten - es war nicht schoen. Immer wieder mussten wir eine Weile warten, bis das Auto vor uns aus dem Schlamm raus war. Naja, wir kamen heil an...ziemlich erschoepft fuhren wir dann in der Daemmerung durch die Stadt und ueberquerten noch das Hafenbecken Dars, um an den Suedstraenden zu uebernachten. Dort trafen wir uns mit Aidan und Christina. Es war ein gemuetlicher Abend am Strand, doch ich war ziemlich bedient vom Tag.&lt;br /&gt;Jetzt weile ich noch ein paar Tage in Dar und besuche Bekannte aus meiner Anfangszeit in Tanzania und Leute, die ich auf dem Festival letzte Woche kennenlernte. Achja, ich freue mich, dass Dortmund mal wieder gewonnen hat und hoffe auf ein erfolgreiches Revierderby.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-6330980565695640064?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/6330980565695640064/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/wieder-in-dar.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6330980565695640064'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6330980565695640064'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/wieder-in-dar.html' title='Wieder in Dar'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-3107483389942434259</id><published>2010-02-20T06:09:00.000-08:00</published><updated>2010-02-20T06:13:53.986-08:00</updated><title type='text'>Lindi!!</title><content type='html'>Ja, verehrte Damen und Herren, es gibt einen Ort, sogar eine ganze Region, die sich diesen wunderschoenen Namen zugelegt hat. Inwiefern meine Familie muetterlicherseits tatsaechlich in Verbindung zu der Gegend steht, weiss ich nicht, doch moechte ich natuerlich speziell alle Lindis von hier gruessen.&lt;br /&gt;Noch dazu ist es hier mal wieder wunderschoen. Nach vierstuendiger Daladalafahrt erblickten Veronika und ich gestern Nachmittag die Lindi Bay unter uns. Langer Stran, Palmen, sonst auch ganz viel gruen und ebenso untouristisch, verschlafen und gemuetlich wie Kilwa Masoko. Zwar ist es diesmal nicht das Hilton, dafuer wohnen wir unmittelbar am Stran, unweit von einer netten Strandbar entfernt und faulenzen den ganzen Tag. Ich nutze die Zeit auch dazu, endlich mal wieder ausfuehrlich Notizen und Erinnerungen aufzuschreiben. Schoen ist's!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-3107483389942434259?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/3107483389942434259/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/lindi.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3107483389942434259'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3107483389942434259'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/lindi.html' title='Lindi!!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-4806504968687661199</id><published>2010-02-18T03:50:00.000-08:00</published><updated>2010-02-18T04:00:54.282-08:00</updated><title type='text'>Andere Welt</title><content type='html'>Zanzibar hat mich noch bis in die fruehen Morgenstunden des Montags verzueckt. Das Festival endete in einer Chicki-Micki-Bar mit DJ, blablabla. Noch vor Sonnenaufgang war ich daheim.&lt;br /&gt;Die beiden letzten Tage brachten auch wieder unglaublich viel Abwechslung mit sich. Samstag endete mit einer grottenschelchten aber stimmungsvollen Einlage einiger Gangster au Dar, Sonntag brachte mehr Raggae und eine beruehmte tansanische Bongo Flava Band zum Abschluss. Bemerkenswert: ein Raggaekuenstler aus Surinam in der Karibik war nach vier Tagen der erste von all den scheinbar freidenkenden und haeufig angeblich so politschen Kuenstlern, der den Leuten ins Bewusstsein rief, dass es auf Zanzibar seit fast zwei Monaten keinen Strom gibt. Irgendwie seltsam und traurig, wie das unter den Teppich gekehrt wurde. Letzter wictiger Punkt zu Zanzibar: ich habe Aiden kennengelernt. Er sieht aus wie ich, weshalb ihn mir Salva vorgestellt hat, kommt aus Kanada, ist spontan von Berlin nach Dar geflogen, weil das One-Way-Ticket 299 Euro kostete und er beschwerte sich ueber die hohen Bierpreise in Tansania, die mit Neukoelln nicht mithalten koennen. Eine von vielen neuen Bekanntschaften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Montag bis Mittwoch Morgen war ich in Dar, dann bin ich gemeinsam mit Veronica nach Kilwa Masoko aufgebrochen. Wir sind in einer anderen Welt! Ich wurde noch von keinem Verkaeufer oder Tourguide angesprochen, man wird normal gegruesst und es sind kaum Touristen hier. Noch dazu schlafen wir im Hilton, fuer schlappe 4000 die Nacht. Da haben wir uns nicht lumpen lassen!&lt;br /&gt;Heute besuchten wir dann die Insel Kilwa Kisiwani, auf der die groessten voreuropaeischen Bauten Subsaharaafrikas stehen. Beeindruckend, was die Sultane hier mal gebaut haben und schade, dass das wirklich keinen einzigen Touristen anzieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, Internet ist hier sau teuer - Zeit, Geld zu sparen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-4806504968687661199?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/4806504968687661199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/andere-welt.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4806504968687661199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4806504968687661199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/andere-welt.html' title='Andere Welt'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-7192320882646255234</id><published>2010-02-13T04:29:00.000-08:00</published><updated>2010-02-16T07:32:56.698-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Befluegelt von den vielen Kommentaren, die ich unter meinen vorletzten Post bekommen habe, hatte ich mir nach meinem letzten Internetcafeaufenthyalt vorgenommen, noch live aus Zanzibar einen ausfuehrlichen Festivalbericht zu schicken. Es bleiben jetzt noch 23 Minuten und 25 Sekunden. 24.23...&lt;br /&gt;Bisher habe ich ausschliesslich in der wunderschoenen Stone Town geweilt. Ob sich das noch aendern wird ist unklar und hanegt davon ab, ob ich zur grossen Abschlussparty am Dienstag an die Ostkueste fahre oder aber schon am Montag wieder nach Dar zurueckfahre. Das wird wohl was spontanes werden. So wohl, wie ich mich hier momentan fuehle, ist es gut moeglich, dass ich noch ein paar Tage dranhaenge. Andererseits werde ich am Montag meine bisherige Unterkunft verlassen muessen - die Wohnung im zweiten Stock in einem Haus mitten in der Stone Town verliert trotz extremen Wasser- und Stromnmangels nur sehr wenig an Charme. Inzwischen hausen wir dort zu dreizehnt (sechs Deutsche, eine Estin, eine Kenianerin, eine Daenin, zwei Tansanier, eine Englaenderin und eine Finnin), doch es laessr sich wirklich wunderbar aushalten. Eigentlich dient die Wohnung  ja auch ausschliesslich dazu, mein recht grosses Verlangen nach Schlaf zu befriedigen.&lt;br /&gt;Jenes Verlangen uebermannte mich in den letzten Tagen meist sehr spaet. Gegen ein oder zwei Uhr endete in den letzten Tagen das Konzert, danach zog es uns dann in eine Raggaebar und zum ersten Hahnenkraehen fand ich mich dann meistens im Bett liegend. Am eher spaeten Vormittag oder fruehen Nachmittag stehe ich dann gesund und munter auf und ziehe den Tag ueber durch Stone Town, offen fuer neue Begegnungen und viele, viele spannende Eindruecke. Mit untergehender Sonne pilgerten wir in den letzten Tagen stets zum Darajanimarkt, um, wie so viele Einheimische, im Kerzenschein Berge von Ugali na Samaki (Maismehlbrei mit Fisch) zu verschlingen. Gemuetlich verdaut wird dann am anderen Ende der Stone Town in den traumhaft schoenen Forodhani Gardens, wo das Verhaeltnis Touristen zu Einheimischen deutlich anders ist als am Darajani, wo meine Hautfarbe (Ruecken: rot, Bauch: rosa, Gesicht: rosabraun - natuerlich sehen die nur mein Gesicht) doch etwas mehr heraussticht.&lt;br /&gt;Nun zum Festival selbst: es ist komisch! Viel Getrommel und Getanze solange es noch hel ist, danach kommen unglaublich viele wirklich aussergewoehnliche Kuenstler, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise zu ueberzeugen wissen. Sei es eine Norwegerin, die psychedelische, norwegische Eingeborenenmusik macht und zu deren Musik der traumhafte Sternenhimmel Zanzibars noch schoener wird, seien es einige Machos auis Kenia, die der Menge einheizen, dass keiner mehr auf der Wiese sitzt und alles tanzt, ein Tansanier mit seiner japanischen Band oder eine Band Behinderter aus Dar Es Salaam, bei der zwei Lahme die Taenzer sind und die einfach pure Lebensfreude ausstraheln.&lt;br /&gt;Es faellt wohl jedem auf: mir gefaellt es hier wundserbar!&lt;br /&gt;Noch 40 Sekunden - schnell veroeffentlichen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-7192320882646255234?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/7192320882646255234/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/befluegelt-von-den-vielen-kommentaren.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7192320882646255234'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7192320882646255234'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/befluegelt-von-den-vielen-kommentaren.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-2000901155863104656</id><published>2010-02-11T03:47:00.000-08:00</published><updated>2010-02-11T03:56:31.331-08:00</updated><title type='text'>Sauti za Busara! - Voice of Wisdom</title><content type='html'>Das ist der Name eines Musikfestival auf Zanzibar. Eben jenes Festival ist Anlass fuer mich und einige Freunde aus MOshi diese Trauminsel mal wieder zu besuchen. Seit Dienstag sind wir nun hier und heute startetr das Festival.&lt;br /&gt;Die letzten beiden Tage haben wir ausgesprochen entspannt verbracht, was vor allem daran liegt, dass wir unsere eigene Wohnung haben. Anni und Veronika (auch eine Freiwillige aus Moshi) haben uns diese Wohnung praktisch fuer umsonst ueber einen in Moshi ansaessigen Reiseveranstalter klar gemacht. WIr zahlen lediglich die Wassereimer, die wir zum Duschen benoetigen und das Generatorbenzin. Ja, richtig, auf Zanzibar gibt es im Moment keinen Strom aus irgendwelchen Stromleitungen - seit Dezember! Bin mal gespannt wie das auf dem Festival wird.&lt;br /&gt;Ich muss mich heute leider kurz fassen, da ich nichts vorschreiben konnte und sich die schlechte Stromversorgung auch in diesem Internetcafe bemerkbar macht: in fuenf Minuten wird der Generator abgestellt. Also dann, bis bald!&lt;br /&gt;Achja, hier ist es uebrigens wunderbar warm, ich war heute am Strand laufen und schwimmen und bin schon wieder ein wenig sonnenverbrannt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-2000901155863104656?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/2000901155863104656/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/sauti-za-busara-voice-of-wisdom.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/2000901155863104656'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/2000901155863104656'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/sauti-za-busara-voice-of-wisdom.html' title='Sauti za Busara! - Voice of Wisdom'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-4657775607770129600</id><published>2010-02-02T00:53:00.000-08:00</published><updated>2010-02-02T00:56:30.485-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>"Leben" zu definieren übersteigt meine philosophischen und anthroposophischen Fähigkeiten, doch ich würde sagen, das, was ich hier im Moment mache, ist zu leben. Seit ich aus Malawi zurück bin und mir Anni einige ihrer neuen Bekanntschaften vorgestellt hat, gehe ich viel mehr auf Leute zu, gehe öfters abends weg, rede viel mit den verschiedensten Menschen und genieße jeden Tag, ob nun Arbeit ansteht oder nicht. Es gibt keinen Tag, an dessen Ende ich nicht, im Wohnzimmer sitzend, zu Anni sage: "Ach, heute war wieder ein schöner Tag."&lt;br /&gt;Wieso ich auf einmal irgendwie anders lebe? Ich weiß es nicht, doch es ist toll, durch die Stadt zu gehen, die Souvenirhändler alle zu grüßen, während sie Kilimanjarobesteigern an der Backe hängen, mit Tansaniern zu reden, die man am Abend vorher in der Bar kennengelernt hat, mit einem Straßenkind in der nächsten Imbissbude essen zu gehen und zwischendurch andere Freiwillige zu treffen. So ist die Gesamtsituation. Was ist seit meinem letzten Eintrag spezielles passiert?&lt;br /&gt;Wie gesagt, öfters abends weggehen stand letzte Woche auf dem Programm. Die Koolbar mit ihrem netten kenianischen DJ (Joseph), den vielen Billardspielern und ohne Eintritt war beliebtes Ziel. Erwähnenswert ist, dass er uns zuliebe deutsche Lieder abspielte, wobei er mit "ein Stern" oder "komm hol das Lasso raus" nicht ganz meinen Musikgeschmack getroffen hat. Am Samstag stand ein Konzert auf dem Programm. Aufgrund des vergleichsweise hohen Eintritts von 5000 TSh (zweieurofünfzig) waren bloß zwanzig oder dreißig Gäste da, doch der Abend war trotzdem schön.&lt;br /&gt;Das größte Highlight der letzten Woche war jedoch ihr gelungener Abschluss in Form einer Wanderung zu einem wunderschönen Wasserfall an den Hängen des Kilimanjaros. Wir wanderten über eine Stunde durch ein Tal, in dem sich Dschungel, Maisfelder, Bananenwälder und Wiesenhänge abwechselten und die raffinierten Bewässerungsanlagen der Felder in Form kleiner Bächlein stets unseren Weg säumten. Es war traumhaft schön und das eiskalte Bad im Becken des Wasserfalls war die ideale Erfrischung nach der Wanderung. Dort gab es dann auch noch ein üppiges Pick-Nick und alle waren zufrieden. Als i-Tüpfelchen kam dann auch noch Salva nach. Er hilft beim Straßenkinderprojekt mit und ist ein ausgesprochen netter und aufgeweckter tansanischer Junge und mit ihm war das planschen noch mal doppeltlustig. Ein schöner Tag! Fotos anschauen!&lt;br /&gt;Am gestrigen Montag wurde die Woche dann wunderbar durch einen Besuch der beiden Freiwilligen aus den Parebergen (Christian und Joe, wer erinnert sich?) eingeläutet. Sie kamen grade aus Mombasa, dienstlich natürlich, brachten noch eine Mitreisende, Freya, mit und zu fünft buken wir Pizza (mit Thunfisch!) und aßen Obstsalat. Ach, was ein Mahl! Es war bereits das dritte Mal, dass Christian und Joe vorbeischauten und immer wieder ist es lustig – und lecker!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was steht jetzt an? Gerade ist Jonas in Dar Es Salaam. Er hat sich Manuel gegenüber bereit erklärt, die Lizenz und die NGO-Zulassung zu besorgen. Es ist jetzt geplant, doch selbstständig zu werden, um nicht irgendwie in der Abhängigkeit einer anderen NGO zu stehen. Das alles sind Prozesse, die ich in diesem Land nicht ganz überblicke, doch die Bürokratie scheint hier nicht weniger als in Deutschland zu sein. Was das bedeutet kann sich jeder denken – warten!&lt;br /&gt;Freizeitmäßig habe ich jedoch einiges in petto, weshalb ich mir keine Sorgen mache, hier zu versauern. Nächste Woche fahre ich nach Zanzibar auf ein Musikfestival, danach ist ein Rugbyturnier in Dar Es Salaam und dann kommt auch schon das Zwischenseminar. Kurz darauf, Mitte März, kommt dann mein großer Bruder, Simon. Ich freue mich &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir geht's sehr gut – nimefurahi sana!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-4657775607770129600?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/4657775607770129600/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/leben-zu-definieren-ubersteigt-meine.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4657775607770129600'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4657775607770129600'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/02/leben-zu-definieren-ubersteigt-meine.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-5272728558677144443</id><published>2010-01-25T05:39:00.001-08:00</published><updated>2010-01-25T05:39:45.311-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Die Zeit vergeht und es scheint nicht viel zu passieren. Die Blogeinträge werden weniger. Tut mir leid. Aber jetzt ist es mal wieder Zeit, mich mitzuteilen: Das Projekt mit den Straßenkindern ist im Gange, geht aber nur schleppend voran. Wir haben schon ein Haus, in das wir einziehen wollen. Bis wir diesen Schritt aber wagen können, müssen wir erst einmal den endgültigen Mietpreis aushandeln und die Lizenz für den Betrieb (eine ausgesprochen unpassende Bezeichnung) erhalten. Das sind genau zwei Termine. Klingt nach weinjg, doch letzte Woche warteten wir an drei Tagen stundenlang ohne Erfolg. Es heißt immer wieder „später“. Das ist auf die Dauer ein wenig nervig, aber die Wartezeit gemeinsam mit Manuel und Salva (der Tansanier, der Manuel mit vollem Einsatz unterstützt) ist auch schön.&lt;br /&gt;Inzwischen kenne ich mich auch ein wenig in Moshis Nachtleben aus. Die letzten beiden Wochenenden habe ich gemeinsam mit einigen anderen Freiwilligen die Nacht zum Tag gemacht und hatte dabei auch viel Spaß. Das Gefühl, mit manchen der Leute aber nur aus dem Grund wegzugehen, weil man eben das gleiche Los (Freiwilliger, weiß, evtl. Deutsch) gezogen hat, lässt mich aber nicht los. Mein Eindruck ist sogar der, dass die, die sich am meisten über solches Verhalten in „ihrem“ Land beschweren, selbiges hier am stärksten praktizieren. Für die Zukunft nehme ich mir auf jeden Fall vor, mehr mit Tansaniern wegzugehen oder zumindest in die Bars und Clubs zu gehen, in denen auch und vor allem Einheimische verkehren.&lt;br /&gt;Was gibt es noch neues? Ich war wieder bei der International School, um meinen deformierten Körper in Form zu bringen. Dienstag Rugby, Mittwoch Fußball, Donnerstag Muskelkater, Freitag auch. Nach zwei sportfreien Monaten war das ein herrliches Gefühl. So schön, dass ich es glatt nochmal erleben wollen würde, wenn ich dafür nich schon wieder zwei Monate nur faulenzen müsste. So, den meisten Lesern ist inzwischen wahrscheinlich aufgefallen, dass es nicht allzu viel essentielles von mir zu erzählen gibt. Deshalb muss ich es diesmal bei diesem kurzen Eintrag belassen. Bis bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-5272728558677144443?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/5272728558677144443/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/01/die-zeit-vergeht-und-es-scheint-nicht.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5272728558677144443'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5272728558677144443'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/01/die-zeit-vergeht-und-es-scheint-nicht.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-9014982562300725994</id><published>2010-01-15T02:13:00.000-08:00</published><updated>2010-01-15T02:17:37.452-08:00</updated><title type='text'>Arbeit?</title><content type='html'>Nachdem ich heute um kurz vor sieben aufgestanden bin, habe ich endlich mal wieder Zeit, gemütlich einen Blogeintrag zu verfassen. Oder ist es eher eine Lustsache? Oder fehlen mir einfach die Inhalte? Eigentlich habe ich genug Zeit, Lust und auch Inhalt, um mal wieder zu schreiben!&lt;br /&gt;Ja, früh aufgestanden heute, um die ringförmige Sonnenfinsternis zu beobachten, die laut Wikipedia um 07:07 in Afrika und Asien sichtbar sein soll. Dass diese Zeitangabe nicht für Tansania gilt, ist mir ca. Um 07:05 klar geworden. Dafür habe ich jetzt noch einen schön langen Tag vor mir und in ein oder zwei Stunden auch noch eine Sonnenfinsternis, wenn es denn so schön klar bleibt. In letzter Zeit war gutes Wetter nämlich ausgesprochen selten – meist bewölkt und auch täglich ein starker, etwas längerer Schauer.&lt;br /&gt;Das etwas düstere Wetter passt nicht zu meiner Laune. Seit meiner Rückkehr aus Malawi habe ich einige interessante Bekanntschaften gemacht, allen voran mit Manuel und Salva. Noch dazu kam mir in Form dieser beiden Personen auch Arbeit entgegen – herrlich! Ich denke, ich sollte ausführlicher werden:&lt;br /&gt;Manuel habe ich in der letzten Woche getroffen, nachdem mir Anni von seinem Projekt erzählt und mir seine Handynummer gegeben hatte. Ich war sofort an seiner Arbeit interessiert: er möchte ein Heim für Straßenkinder in Moshi aufbauen, speziell für jene, die schon recht alt sind (fünfzehn und mehr) und deren Perspektiven wenig rosig sind. Das Geld hierzu hat Manuel bereits durch Spenden eingesammelt, sodass dem Start des Projekts aus finanzieller Sicht nichts mehr im Wege steht. Zu gegebenem Anlass werde ich die Spendenverbindung hier reinstellen. Bis dahin muss jedoch noch einiges geschehen, um das Heim für die Jungs – es sind keine Mädchen dabei – zu realisieren: zuerst brauchen wir eine Lizenz dafür, ein solches Heim zu betreiben, dann benötigen wir ein Haus, eine Angestellte, ein festes Konzept für die Erziehung, etc. Manuel fliegt zur Zeit von allen Seiten Unterstützung zu, denn ich bin mitnichten der einzige, der ihn bei diesem mutigen Projekt unterstützen will. Zum einen ist Franzi, eine Praktikantin in einem Hotel, hier zu erwähnen, zum anderen Salva. Er ist ein tansanischer Junge, der fließend Englisch spricht und durch den wir wunderbar mit den Straßenkindern kommunizieren können. Smalltalk geht zwar auch so, aber diese Kinder bedürfen etwas mehr. Außerdem helfen noch zwei Tansanier mit, die ich selbst noch nicht kenne, die aber mit ihrem die Verantwortung für das Projekt übernehmen. Wenn das Heim über einen Ausländer laufen würde, wäre das ein zu großer bürokratischer Akt. Ich habe einige der Jungs auch schon kennen gelernt, sie ein bisschen interviewt und auch Fotos von ihnen gemacht. Von jedem, der da war werde ich auch eines der Fotos entwickeln lassen und ihnen geben. Sie sind schon in grosser Vorfreude. Einige Bilder habe ich auch hochgeladen.&lt;br /&gt;Am Donnerstag haben wir auch schon ein wunderbar passendes Haus gefunden, bei dem nur noch ein wenig über die Miete diskutiert werden muss. Wie immer haben wir einen kleinen Bonusaufschlag für unsere Hautfarbe bekommen. Es ist schön, immer eine Extrabehandlung zu bekommen und so auch nicht zu vergessen, dass man ein Gast ist...&lt;br /&gt;Ernsthaft schön ist, dass Grace mich voll unterstützt. Zumindest legt sie mir keine Steine in den Weg und freut sich darüber, dass ich endlich eine Beschäftigung gefunden habe. Auch das Eine-Welt-Netz ist damit einverstanden, wenn denn alles über Envirocare läuft. Für mich wird das der nächste kleine Schritt sein, sodass ich quasi offiziell in dem Projekt von Manuel mitarbeite.&lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz habe ich diese Woche erstmals eines der Trainings besucht, die von Envirocare für die Bauern organisiert werden. Mein Eindruck war durchaus positiv, die Bauern schienen zu lernen. Gleichzeitig merkte ich aber, dass es mir selbst wenig bringen würde, Vorträgen zu lauschen, bei denen auf Kiswahili der Kaffeeanbau erklärt wird. Das waren einfach zu viel Wörter, die ich nicht kannte, sodass ich vin dem Training inhaltlich gar nichts mitnahm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fasse zusammen: ich habe was zu tun und es steht noch unglaublich viel bevor, worauf ich mich freue. Schön, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt wird es draußen schon ein bisschen dunkler, weshalb ich den Bericht beende und mich der Natur zuwende. &lt;br /&gt;Bis bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-9014982562300725994?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/9014982562300725994/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/01/arbeit.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/9014982562300725994'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/9014982562300725994'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/01/arbeit.html' title='Arbeit?'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-7861679544068135314</id><published>2010-01-07T02:05:00.000-08:00</published><updated>2010-01-08T02:06:09.147-08:00</updated><title type='text'>Malawi...</title><content type='html'>--------Fotos gucken!---------&lt;br /&gt;...Malawi, Malawi...ich weiß nicht genau, wo ich jetzt anfangen soll zu erzählen. Die meisten haben inzwischen vermutlich (hoffentlich) verstanden, dass der folgende Blogeintrag über dieses kleine Land südlich von Tansania berichten soll. Und natürlich von meiner Reise dorthin und zurück.&lt;br /&gt;Mein alter Schulkollege, Monsieur David Drengk, ist als Freiwilliger des DED in Blantyre tätig und wir hatten von Anfang an geplant, uns gegenseitig zu besuchen. Für das diesjährige Weihnachtsfest und Silvester und Neujahr habe ich mir dann vorgenommen, diese Verabredung wahrzumachen.&lt;br /&gt;Also bin ich in Moshi in den Bus nach Mbeya gesprungen. Soweit war meine Reise vorher geplant. Nach guten siebzehn Stunden im Luxusbus kamen wir um Mitterneacht am Ziel an. Ich schlief dann einfach im Bus weiter, bis am nächsten Morgen alle Schläfer um halb sechs rausgeschmissen wurden. Ein netter Mann nahm sich dann meiner an und zeigte mir, wie ich bis zur Grenze Malawis kommen würde – nach eineinhalb Stunden Daladalafahrt war die zweite Etappe (bis zur Grenze) geschafft, die von einem Fahrradtaxiritt mit Rucksack und Tasche plus meine Wenigkeit einen gebührenden Schlussspurt erlebte.&lt;br /&gt;Die Aus- und Einreiseformalia waren ziemlich schnell erledigt und schon saß ich im Taxi nach Karonga. Für gute zweieurofünfzig legte ich diese knapp fünfzig Kilometer durchaus bequem zurück. Zuerst war das Taxi noch recht voll, doch die zahlreichen Polizeikontrollen taten ihr bestes, die anderen Passagiere aus dem Taxi rauszuziehen. Insbesondere die beiden tansanischen Fischer, die ihr ganzes Equipment dabei hatten, mussten erst einmal bestechen, bevor die nächste Kontrolle die Beschlagnahmung ihres Gutes zufolge hatte (sie hatten nämlich kein Geld mehr).&lt;br /&gt;Karonga. Bis hierhin zeigte mir auch meine Landkarte an, wo ich war und ich wusste auch, dass ich an meinem zweiten Tag locker dorthin kommen würde. Wie von dort die Verbindung nach Blantyre sein würde, wusste ich aber nicht. Dementsprechend war ich erleichtert, als gleich zwei Busse mit dem Schild "Blantyre" in der Scheibe auf dem Busbahnhof einfuhren. Wunderbar :) Ich hatte in Karonga auch ziemliches Glück, nicht von den zahlreichen Erdbeben erfasst zu werden, die die Gegend in der Vorweihnachtszeit heimsuchten – stärkstes Beben: 6,2 auf der Richterskala.&lt;br /&gt;Nach einer Stunde warten, setzte sich der Bus dann in Bewegung, fuhr erst entlang des wunderschönen Lake Malawi und bog dann in die Berge ab. Es war unglaublich grün hier, wie ich es bei mir oben noch nie gesehen hatte. Überall wuchs Mais oder anderes Grünzeug, es gab richtige Flüsse und es war einfach schön. Leider fuhren wir ab Mzuzu im Dunkeln, sodass ich die Rückkehr ans Seeufer nicht mehr sehen konnte. Dafür hatte ich genug Zeit zu schlafen, wenn nicht gerade alle Passagiere zum aussteigen aufgefordert wurden, damit die Polizei zum x-ten mal das Gepäck filzen kann. Meistens liefen diese Kontrollen dann auch noch so ab, dass einfach alle wach wurden ausstiegen, der Polizist einmal durch den Bus spazierte und dann wieder alle einstiegen. Ui, das war sinnvoll. Aber gut, ein bisschen Bewegung in sechzehn Stunden Busfahrt sind nicht schlecht. Morgens um halb fünf oder so war ich dann in Blantyre – es war mein Geburtstag und durch meine unerwartet frühe Ankunft (ich hatte mit mindestens drei vollen Reisetagen gerechnet) habe ich mir selbst das schönste Geschenk gemacht. David holte mich dann nach kurzer Zeit ab – wie schon in Mbeya nahm sich auch hier einer meiner Mitfahrer meiner an und wartete, bis David da war – und wir fuhren erstmal zu ihm nach Hause. Ein Segen, so eine Dusche nach zwei Tagen im Bus sitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was nun folgte, war ein fast zweiwöchiger Entspannungsurlaub. Extrem entspannend. Bis zum ersten Weihnachtsfeiertag waren wir noch in Blantyre. Heiligabend feierten alle DED-Blantyre-Freiwilligen zusammen. Da war ich auch eingeladen und wir verantalteten ein großartiges Fressgelage. Es war herrlich: Grillhühnchen, Frikadellen, viele Salate, selbstgebackenes Brot, diverse Nachtische...auch Alkohol gab's – ein bisschen. Zwischendrin lasen wir die Weihnachtsgeschichte. Gottesdienst war leider nicht. In Malawi gibt es nicht den typischen Heiligabendgottesdienst. Man geht am 24. irgendwann in die Kirche, fängt zu singen an und verlässt das Gebäude am nächsten Morgen. Das war nicht ganz nach meinem Geschmack. Insgesamt kann ich sagen, Heiligabend war ein voller Erfolg!&lt;br /&gt;Am Folgetag fuhr dann die ganze Gruppe nach Cape McLear. An diesem wunderschönen Fleckchen Erde machten wir dann wirklich nichts als Faulenzen. Okay, einmal sind wir zu der Insel gefahren, die direkt vorm Ufer liegt und waren schnorcheln. Bei der riesigen Vielfalt an Buntbarschen war das ein voller Erfolg. Genauso wie die zweite wirkliche Aktivität, die wir unternommen, bzw. zu der wir eingeladen wurden: unsere Campingplatznachbarn waren mit eigenem Boot, Wasserskiern, etc. angereist und luden uns ein, eine Runde mit ihnen durch die Bucht zu cruisen – stets einer auf einem Schwimmreif, der hinter dem Boot hergezogen wurde. Bei dreißig Meilen die Stunde und einer langgezogenen Kurve konnte man hier wunderbar das Gesetz der Fliehkraft austesten und danach fühlte ich mich tatsächlich angestrengt – ein Gefühl, dass den restlichen Urlaub über nicht zum Vorschein kam. Obwohl!? Wir kochten selbst und beötigten immer wieder Feuerholz. Dieses zu kaufen und zum Platz zu bringen konnte unter Umständen auch anstrengend sein.&lt;br /&gt;Silvester war wenig spektakulär. Ich war totmüde, weil ich seit sieben Uhr wach war und hatte zudem kein Geld. Also saßen wir einfach ein bisschen draußen rum, sind am Strand eingschlafen und dann irgendwann ins Bett gekrochen.&lt;br /&gt;Was noch? Eine schöne Geschichte ist mit Sicherheit unsere Heimfahrt von Cape McLear nach Blantyre. Wir wurden von einem weißen Pärchen auf deren Pick-Up-Ladefläche mitgenommen. Die Dame schlief, er fuhr, rauchte, kiffte und stellte mich immer wieder vor die Frage, ob ich nicht doch lieber absteigen sollte. Bei konstanter Geschwindigkeit von 130 km/h waren wir sehr, sehr schnell unterwegs. Aber ich habe es überlebt und wir waren in so kurzer Zeit daheim, wie wir es uns nie erträumt hatten.&lt;br /&gt;Den restlichen Tag verbrachte ich dann noch in Blantyre und am nächsten Tag, Sonntag dem 03., startete ich gegen Abend meine Rückfahrt. Wieder sah ich nur sehr wenig von der Natur, da der Bus ja nachts unterwegs war. Wieder war Karonga Umstiegsplatz und wieder fuhr ich mit dem Taxi zwischen Karonga und der Grenze. Bis nach Mbeya war so ziemlich alles wie auf der Hinfahrt. Da Busse in Tansania aber nach zwölf nicht mehr unterwegs sein dürfen, fuhr von Mbeya aus kein Bus mehr nach Moshi. Das wusste ich zum Glück schon vorher, sodass ich mir eine Übernachtung  bei einem anderen Freiwilligen, Jendrik, organisiert hatte. War schön und ausgesprochen gemütlich dort. Obwohl sich Mbeya mit einem ziemlichen Regensturm nicht gerade von seiner Schokoladenseite präsentierte.&lt;br /&gt;Am nächsten morgen startete ich dann die letzte Etappe und um halb zwölf in der Nacht war ich endlich zu Hause in Moshi. Besonders schön war es, zu spüren, dass ich mich wirklich wie auf dem Heimweg fühlte. Eine gewisse Geborgenheit empfinde ich hier also in Moshi. So, das war jetzt aber genug!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-7861679544068135314?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/7861679544068135314/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/01/malawi.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7861679544068135314'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7861679544068135314'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2010/01/malawi.html' title='Malawi...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-3221734378228831119</id><published>2009-12-17T01:11:00.000-08:00</published><updated>2009-12-17T01:15:48.189-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Die Redaktion von hannes-in-tansania.blogspot.com wuenscht allen Lesern Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir werden erst wieder Anfang Januar ausfuehrlicher berichten. Jetzt, nach einer anstrengenden Safari, goennen wir, der Redakteur, der Fotograf und der Lektor, uns erst einmal eine Pause am Lake Malawi.&lt;br /&gt;Bis zu den naechsten Nachrichten verweise ich auf die inzwischen groesstenteils hochgeladenen Safarifotos.&lt;br /&gt;Gruesse,&lt;br /&gt;Hannes, Hannes, Hannes&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-3221734378228831119?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/3221734378228831119/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/12/die-redaktion-von-hannes-in-tansania.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3221734378228831119'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3221734378228831119'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/12/die-redaktion-von-hannes-in-tansania.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-8084918978838738673</id><published>2009-12-14T00:42:00.000-08:00</published><updated>2009-12-14T02:43:16.311-08:00</updated><title type='text'>Safarisafari</title><content type='html'>Da bin ich wieder!  Den Urlaub in Worten zu beschreiben, wäre zu viel verlangt, denn das würde ewig lang dauern. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, die Tage in Bilden wiederzugeben. Also, einfach das Fotoalbum, das hier verlinkt ist, durchschauen.&lt;br /&gt;Stop!&lt;br /&gt;Das mit dem Hochladen der Bilder klappt leider nicht wie gewuenscht. Das Tempo des Internets ist eher gering und nach eineinhalb Stunden sind es vier von vierzig Bildern, die im Album sichtbar sind. Also muss ich es wohl doch in Prosa fassen.&lt;br /&gt;Zehn Tage, neun Naechte waren Anni, ihr Vater (Michael) und ich im Northern Circuit unterwegs. Anlass war Annis Geburtstag und netterweise lud mich Michael mit ein. Unser stetiger Begleiter war Yahaya, Fahrer und Fuehrer gleichzeitig. Er war die Professionalitaet und die Kompetenz in Person, konnte zu allem etwas erzaehlen und lenkt den unkaputtbaren Land Rover ueber Pisten, die des oefteren nicht als solche zu identifizieren waren.&lt;br /&gt;Die Tour startete am Lake Manyara (bitte einen Atlas zur Hand nehmen). Durch dichten Urwald fuhren wir moeglichst nah an den See ran, sahen die ersten Tiere (Paviane, Flusspferde, Elefanten und sogar eine gruene Mamba) und begaben uns dann in unser erstes Tented Camp. All unsere Unterkuenfte waren ausgesprochen luxurioes und es war ein durchaus komisches Gefuehl, sich mitten in einem derart armen Land wie ein Koenig bedienen zu lassen.&lt;br /&gt;Nun denn wir setzten unsere Reise vom Lake Manyara ueber den Lake Natron bis zur Serengeti fort. Die Landschaft war unglaublich beeindruckend! Von Urwald zu Halbwueste, gesaeumt von Vulkanen, bis zum fast vollstaendig ausgetrockneten Lake Natron mit seinen Flamingos. Auf dem Weg zur Serengeti fuhren wir dann durch rauhe Steinlandschaften, die regelmaessig die Farbe aenderten (rot, braun, grau) hinauf in die Berge, wo es zunehmend gruener wurde. Gruen war es dann auch in der Serengeti, wo wir drei Naechte blieben. Weite Savannen, undurchsichtige Baumlandschaften, belebende Fluesse mit kleinen Waeldern drumherum und immer wieder einsame Granitfelsen in den weiten Ebenen - wunderschoen anzusehen! Und die Tierwelt muss ich ja nicht weiter erwaehnen. Ich denke, ich habe dort sehr, sehr viel gesehen.&lt;br /&gt;Weiter ging's von der Serengeti zum Ngorongorokrater, an dessen Rand wir naechtigten und in den wir dann morgens hinabfuhren. Hier ist zu sagen, dass der Ausblick von oben noch beeindruckender ist, als die riesige Vielfalt an Tieren, die sich einem bei der Durchfahrt praesentiert.&lt;br /&gt;Nach dem Krater war es dann erst einmal vorbei mit den Tieren und wir fuhren in eine von Deutschen betriebene traumhaft schoene Lodge, von wo aus wir eine Kaffeeplantage und Buschmaenner besuchten. Letzteres war sehr bizarr und fuer Touristen hergerichtet. Die Damen und Herren leben inzwischen weniger vom Jaeger-Sammler-Dasein, als vielmehr davon, dass sie taeglich von Touristen besucht werden...&lt;br /&gt;Abschliessend fuhren wir dann in den Tarangire National Park. Es erschien mir, als sei der ganze Park von Elefanten bevoelkert. Wir naechtigten in einem unglaublich dekadenten Luxuscamp und machten morgens eine Wanderung durch den Park. Dabei sahen wir aber praktisch keine Tiere, interessant war es aber durchaus.&lt;br /&gt;Insgesamt ist zu sagen, es war wirklich schoen und ich bin unglaublich dankbar fuer die Einladung. Was ich sehr gewoehnungsbeduerftig finde (naja, eigentlich will ich mich nicht dran gewoehnen), ist dieses ganze Luxusgedudel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-8084918978838738673?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/8084918978838738673/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/12/safarisafari.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8084918978838738673'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8084918978838738673'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/12/safarisafari.html' title='Safarisafari'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-3831943270088855958</id><published>2009-11-29T23:57:00.000-08:00</published><updated>2009-11-30T00:23:30.665-08:00</updated><title type='text'>Advent, Advent</title><content type='html'>All meinen treuen Lesern ist in letzter Zeit vermutlich aufgefallen, dass meine Blogeinträge weniger werden. Dies darf weniger als Zeichen von mehr Arbeit, als vielmehr ein Zeichen für tägliche Routine angesehen werden.&lt;br /&gt;Nach unserem Wochenendabenteuer letzte Woche kehrte Grace gleichzeitig mit uns ins Büro zurück und wir setzten uns zusammen, um ein wenig über die Arbeit und unsere Perspektiven zu reden. Jetzt obliegt es uns erst einmal, die 3000 Registrierungsbögen, die wir vor zwei Wochen austeilten, in den Computer zu überführen. Danach folgen eine Menge “Trainings”, an denen wir, wenn wir denn Lust haben, mehr oder weniger aktiv teilnehmen können. Da alles in Kiswahili sein wird, wird es wohl weniger aktiv sein. Aber das sehen wir dann. Zitat Grace: “Make yourselves feel happy!”&lt;br /&gt;Nun denn, am Mittwoch waren dann auch ide ersten Fragebögen im Büro eingetrudelt und Anni und ich begannen mit dem einsortieren. Leider ist mir der PC aus unerfindlichen Gründen nach mehreren Stunden Arbeit abgestürzt und ich hatte nicht gesichert. Nichtsdestotrotz waren Anni und ich mit der ersten Ladung am Donnerstag mittags fertig. Anstatt 272 Fragebögen hatte die Kooperative nur gut 70 Bögen zurückgebracht. Aber immerhin gaben sie uns die Bögen wieder. Von den anderen zehn Kooperativen ist bis jetzt nichts gekommen. Grace hatte zwar immer mit bestimmten Vertrauenspersonen den Abgabetermin und auch den Transport der Bögen besprichen, aber es kam noch nichts. Da Grace derzeit wieder in Dar weilt (sie wurde von der Chefin dorthin zitiert), ist es auch nicht möglich, ein wenig Druck zu machen.&lt;br /&gt;Neben dem bisschen Arbeit ist ein gemeinsames Essen mit Grace sehr erwähnenswert gewesen. Bei ihrem Schwager im besten Hotel Moshis (allerdings im wohl weniger ansehnlichen Nebengebäude) gab es jede Menge Tusker zu trinken und einen guten, hausgemachten Burger zu essen. War ein wirklich schöner Abend.&lt;br /&gt;Samstag Abend gingen Anni und ich mal in eine der zahlreichen Kneipen bei uns direkt um die Ecke. Nach dem Essen kamen dann auch zwei Herren, die leichy alkoholisiert wirkten und sich um uns gestritten haben. Der eine wollte mit uns beiden reden und schickte den anderen immer weg, während der andere fand, es wäre fair, jeder “bekäme” einen Weißen zum reden. Nachdem letzterer mich ein wenig zugelallt hatte und erfolglos versucht hatte mich zu einer Runde Mbege (Bananengebräu) zu überreden und der andere sich immer mehr an Anni rangeschmissen und sie bereits für die Nacht zu sich nach Hause eingeladen hatte, sind wir dann heim gegangen. Wir mussten auch früh ins Bett, da wir am Sonntag morgens um sieben in der Kirche sitzen wollten.&lt;br /&gt;Dieses Vorhaben ist uns dann auch geglückt. Mein erster Kirchenbesuch in Tanzania! Es war ein relativ normaler Gottesdienst, nichts mit Gospel oder so und bei mir regten sich erstmals adventliche Gefühle, als die Kiswahiliversion von “Macht hoch die Tür” gesungen wurde.&lt;br /&gt;Insgesamt verspüre ich genauso viel Weihnachtsbegeisterung wie sonst im Frühling oder im Sommer. Die Sonne scheint (meistens), Vögel zwitschern, es ist brütend heiß und auch die wenigen Plastikchristbäume im ein oder anderen Geschäft sind nicht in der Lage, europäischen Adventsflair hervorzuzaubern. Naja, das ist auch mal eine Erfahrung.&lt;br /&gt;Eine weitere spannende Erfahrung steht kurz bevor: am Mittwoch werden Anni und ich mit ihrem Vater für zehn Tage auf Safari fahren. Bin dann also erst einmal weg und der Blog wird still stehen. Danach wird es aber vermutlich eine Menge Bilder geben :) À propos bilder: in Kiswahili: picha.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-3831943270088855958?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/3831943270088855958/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/advent-advent.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3831943270088855958'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/3831943270088855958'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/advent-advent.html' title='Advent, Advent'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-1314036043006231032</id><published>2009-11-23T05:02:00.000-08:00</published><updated>2009-11-23T05:04:11.099-08:00</updated><title type='text'>Kurzurlaub...</title><content type='html'>...war angesagt: nachdem ich darauf gehofft hatte, am Freitag endlich wieder auf Grace zu treffen und mit ihr dann mal ein bisschen über Beschäftigungsmöglichkeiten zu reden, platzte diese Hoffnung, da Grace nicht erschien und auch auf keinem Weg erreichbar war. Da sie die einzige ist, die weiß, was als nächstes im Projekt ansteht, war es wenig erfreulich, dass sie ohne weitere Information einfach nicht auftauchte und noch das Wochenende an ihren Heimaturlaub dranhängte.&lt;br /&gt;Ich war daraufhin entschlossen, auch mal ein bisschen Urlaub zu machen und dem alltäglichen Gegammel in Moshi (essen, Internetcafé, lesen) ein wenig z entfliehen. Ziel waren die Usambara-Bergen, da ich Kontakt zu einem anderen Freiwilligen habe, der dort tätig ist.&lt;br /&gt;Am Samstag brachen Anni und ich jedoch viel zu spät auf und nachdem wir dann um halb zwölf ein Ticket zum überteuerten Preis gekauf und uns in den Bus gesetzt hatten, warteten wir noch weitere zwei Stunden, bis dieses Gefährt den Busbahnhof Moshis verließ und sich in Richtung Mombo in Bewegung setzte. Es wird erst losgefahren, wenn der Bus voll ist! Die Fahrt machte wenig Spaß, da der Bus gleich einem Daladala jeden aufsammelte, der ihm zuwinkte, nur waren wir nicht wie im Daladala ein paar Minuten unterwegs, sondern fuhren stolze viereinhalb Stunden. Mit dem Sonnenuntergang erreichten wir Mombo, den Ort, von wo aus wir mit dem Daladala zu Jan nach Mlalo fahren wollten. Es stellte sich aber heraus, dass das letzte Dala bereits eine Stunde vor unserer Ankunft abfuhr und so kam es, dass der junge Mann, der uns erst erzählte, Dalas in dies Richtung kämen jetzt nicht und wir sollten erst einmal in einem Restaurant essen gehen (damit er dafür vom Restaurant entlohnt wird), uns direkt nach unserer Ankunft (wir lehnten das Restaurant ab und – oh Wunder! - ein Dala tauchte auf) ein Ticket für ein Dala nach Lushoto verkaufte – zum doppelten Preis. Eigentlich wollte ich wieder aussteigen, aber da fuhr die Kiste schon. Nach der anstrengenden Fahrt war ich mit den Nerven nun endgültig am Ende und ziemlich sauer, aber so läuft es eben manchmal. In Lushoto quartierten Anni und ich uns dann gemütlich ein und hatten ein unglaublich gutes Gespräch mit einem jungen Tansanier, der grade Deutsch lernte und unglaublich lustig war. Außerdem lud er uns in eine Schule für Authisten und geistig behinderrte Kinder ein, wo er arbeitet.&lt;br /&gt;Am Sonntag wanderten Anni und ich an dieser Schule vorbei zum Irente View Point, wo die Usambara-Berge jäh in die Masaai-Steppe abbrechen. Ein sehr beeindruckender Ausblick und eine Wanderung, die mal wieder durch eine völlig neue Welt führte. Grüne Wiesen, viele Blumen, Laub- und Nadelwälder, Moore...leider blieb uns nur dieser eine ganze Tag, da wir einfach zu wenig Geld dabei hatten. So kam es, dass wir Montag morgens wieder nach Moshi fuhren, leider, ohne die Schule besucht zu haben und vor allem leider ohne bis nach Mlalo gekommen zu sein. Aber auch hierfür hätte unser Bargeld nicht gereicht. Ich denke aber ziemlich sicher, dass ich nicht das letzte Mal in dieser wunderschönen Gegend war und nächstes Mal werde ich meinen Aufenthalt besser planen – hoffentlich. Achja, die Rückfahrt verlief problemlos, was durchaus erwähnenswert ist.&lt;br /&gt;Kwa heri na ziangalie picha! (man untersuche das letzte Wort auf Ähnlichkeit mit einem englischen Wort – Aussprache, nicht Schreibweise – und weiß, was dann zu tun ist)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-1314036043006231032?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/1314036043006231032/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/kurzurlaub.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/1314036043006231032'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/1314036043006231032'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/kurzurlaub.html' title='Kurzurlaub...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-294012040205472075</id><published>2009-11-19T00:54:00.000-08:00</published><updated>2009-11-19T01:23:53.291-08:00</updated><title type='text'>In den Tag hineinleben...</title><content type='html'>...beschreibt das, was ich derzeit mache wohl ganz gut - deshalb auch so wenig Eintraege auf meinem Blog. Es spielt sich wenig speaktakulaeres ab, dennoch bringt eigentlich jeder Tag eine kleine Besonderheit mit sich.&lt;br /&gt;Freitag praeparierten Francis und Dorice (die uebrigens beide sehr gewissenhafte und auf Effizienz bedachte Mitarbeiter/Vorgesetzte waren) ein kleines Festmahl: Francis hatte mittags in einer der Kooperativen ein lebendiges Huhn gekauft, was er den Rest des Tages im Fussraum des Pick-Ups gefesselt liegen liess und dann abends, als es sichtlich erschoepft war, von unserem Masaai schlachten liess. Nach dem Hund, den unser Fahrer mit lockeren achtzig bis hundert Km/h kurz zuvor ganz laessig ueberfahren hatte (der Hund stand auf einer langen Gerade mitten auf der Strasse und der Fahrer rechnete einfach damit, dass das Tier schon noch abhauen wuerde und hielt sein Tempo), war das das zweite Tier, was an diesem Tag auf unser Gewissen ging. Lecker war's.&lt;br /&gt;Der Arbeitswoche folgte ein Entspannungswochenende ohne grosse Aktivitaeten, dafuer mit viel lesen, essen (Anni buk einen gedeckten Bananenkuchen) und schlafen.&lt;br /&gt;Dienstag trafen wir uns mit zwei jungen Herren, die Freiwillige in den Parebergen sind. Wie ich ihnen versprochen habe, erwaehne ich sie hier: Christian aus Schwanheim bei Frankfurt und Jo aus Berlin (eignetlich aus Spandau...). Die beiden kamen von einem mehrtaegigen Bordellaufenthalt in Nairobi zurueck. Ja, das passiert, wenn man keinen Reisefuehrer hat und ins erstbeste Guesthouse geht. Am letzten Tag ihres Urlaubs, der dadurch bedingt war, dass Jo sich vor ein paar Wochen beim Holzhacken eine Sehne durchschnitt und den Daumen zwei Wochen und einen "Arztbeusch" spaeter immer noch nicht bewegen konnte, zeigte jemand den Jungs die Stadt und erklaerte ihnen, sie haetten sich in einem Freudenhaus eingemietet, wo man eigentlich ein paar Stunden mit einer Frau und nicht mehrere Tage verbringt. Naja, ich glaube, sie hatten Spass und auch ich hatte ihn, als ich diese Geschichte hoerte. Ausserdem wurde der Daumen operiert.&lt;br /&gt;Weiter geht's: Mittwoch Abend waren wir zu einer Party eingeladen. Anni hatte von irgendeinem Maedchen eine SMS bekommen, die uns als Einladung diente. Es stellte sich heraus, dass die Party auf dem Aerzte-, Pfleger- und Freiwilligenwohnareal des KCMC (Kilimanjaro Christian Medical Centre) stieg und dort viele Freiwillige des KCMC feierten. Kanadier, Schweden, Norweger und vor allem Deutsche. War ein lustiger Abend und es war schoen, mal "privat" zu feiern, ganz ohne sich aufdraengende Taxifahrer, Prostituierte oder andere Dienstleister. Schade war, dass wirklich kein einziger Tansanier anwesend war...&lt;br /&gt;Nun bin ich auch schon beim heutigen Tag angekommen: Anni und ich fuhren morgens in die Stadt, um uns die allwoechentliche Kaffeeauktion anzusehen. Hier wird der gesamte Kaffee aus Tanzania verhoekert. Klingt sehr spektakulaer, aber es ging ziemlich ruhig zu in dem sehr modernen Auktionsraum. Alles lief elektronisch ab, jeder sass in einem bequemen Ledersessel und es gab extrem starken Kaffee zu trinken. Nach eineinhalb Stunden haben wir die Veranstaltung dann wieder verlassen - es war noch lange nicht die Haelfte versteigert. Jetzt will ich mich ein wenig in Sachen tansanischer Kaffeeexport fortbilden.&lt;br /&gt;Tutaonana!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-294012040205472075?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/294012040205472075/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/in-den-tag-hineinleben.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/294012040205472075'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/294012040205472075'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/in-den-tag-hineinleben.html' title='In den Tag hineinleben...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-7835778592308316863</id><published>2009-11-12T21:59:00.000-08:00</published><updated>2009-11-12T22:05:48.065-08:00</updated><title type='text'>Arbeit oder Nichtarbeit</title><content type='html'>Achtung, Achtung! Dieser Blogeintrag ist lang und ein bisschen trocken. Trotzdem viel Spass beim lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, das Projekt kann als gestartet gelten. Ich denke, es ist an der Zeit, genauer zu beschreiben, wie der Plan aussieht: anders als von mir angenommen, bauen wir keine Kooperatvie von Kaffeebauern in der Kilimanjaroregion auf. Diese Kooperative existiert bereits und wird in Form einer Organisation namens G 32 koordiniert. Diese große Kooperative setzt sich aus 32 Untereinheiten zusammen. Das Ziel von Envirocare ist es nun, Qualität und Quantität des Kaffees von hier zu erhöhen und in Kombination damit mehr Profit für die Bauern rauszuschlagen. Unter Erhöhung der Qualität wird vor allem verstanden, dass der Anbau des Kaffees umweltverträglich stattfindet.&lt;br /&gt;Die Vorgehensweise ist wie folgt: bis April sollen wir elf der zweiunddreißig lokalen Untereinheiten genauer unter die Lupe nehmen. Das bedeutet im Klartext, aus jeder Kooperatvie werden 272 oder 273 Bauern registriert, sodass wir am Ende 3000 Bauern registriert haben. In der Registrierung wird festgehalten, wie viel Kaffee die Bauern anbauen, welche Dünger sie verwenden, was sie sonst noch anbauen und auch, wie sich das familiäre Umfeld gestaltet. Das meint, was arbeitet die Frau, hat man Kinder, irgednwelche Nebeneinkünfte neben dem Bauernhof, etc. Das familiäre Umfeld wurde, glaube ich, relativ unzusammenhängend in den Kontext eingeführt, da der Spender des Projekts die Anforderung stellte, dass auch etwas zur Entwicklung von Frauenrechten und für Frauen als Unternehmer getan wird.&lt;br /&gt;Für die Registrierung fahren wir in die Untereinheiten in den tiefen Dschungel am Kilimanjaro und machen mit neun Farmern einer jeden Einheit ein „Needs Assessement“ (in dem die Bauern angeben, was sie eben beim Kaffeeanbau so benötigen, was sie sich erwarten, etc.) und lassen sie dann eben noch das Registrierungsformular ausfüllen. Für die anderen ca. 260 Bauern einer jeden Einheit organisiert dann der Manager die Registrierung und lässt uns dann die Formulare zukommen, sodass wir alles digitalisieren. Mal schauen, wie lange das noch dauert. Neben den neun Needs Assessements wird noch mit dem Sekretär und dem Manager einer jeden Einheit ein Fragebogen über deren Wissensstand bezüglich Kaffeeanbau ausgefüllt. In diesem geben die beiden an, in welchen Bereichen (z.B biologischer Kaffeeanbau, Erosion, Administation u.v.m.) welcher Wissensstand vorliegt. Ziel ist es, durch zahlreiche Workshops die Mitglieder der Kooperative fortzubilden. Deshalb auch die Fragebögen an Sekretär und Manager jeder Einheit, da diese Anfang Dezember auf einen Workshop nach Kenya fahren und das ja gut vorbereitet sein will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss sagen, diese Einheiten scheinen mir durchaus sehr gut organisiert zu sein. Man könnte ja meinen (und das Vorurteil hatte ich auch), dass diese Herren – und auch Damen ! –bloß irgendeiner Einheit zugeteilt wurden und sonst nichts miteinander am Hut haben. Dem ist aber gar nicht so und bis jetzt habe ich den Eindruck, dass hier wirklich gut zusammengearbeitet wird. Eine Gruppe hat uns ihre eigene Kaffeeverarbeitungsanlage gezeigt. Bei einer anderen Gruppe waren wir viel zu spät und alle waren schon weg, doch dann kamen wir und innerhalb von fünfzehn Minuten kamen zwanzig Leute. Woher, weiß ich nicht, da wir wirklich im Busch waren und ich den Eindruck hatte, von einem Haus zum nächsten müsse man Kilometer weit laufen. Das Handz machts|s möglich...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum schreibe ich nun in die Überschrift „Arbeit oder Nichtarbeit“?&lt;br /&gt;Dienstag, Donnerstag und hoffentlich auch heute waren/werden wirklich anstrengende Tage, an denen wir mehr als zehn Stunden unterwegs waren (fuer heute gilt, wir warten noch auf unseren Fuehrer, der mit uns in die Einheiten faehrt, aber der wird wohl bald kommen). Montag und Mittwoch aber eben nicht. Am Montag war Grace erstmals im Büro und noch dazu Francis und Doris, zwei Praktikanten aus Dar. Unser Team besteht also aus Grace, zwei Freiwilligen, die dich Sprache nur sehr rudimentär beherrschen und dann noch zwei Praktikanten. Wir stellten dann erst einmal fest, dass wir auf jeden Fall mindestens ein Auto brauchen. Und wundersamerweise funktionerte der Toyota Pick-Up aus der Garage sogar noch, obwohl er schon ewig nicht mehr benutzt wurde. Blöderweise ist das Auto aber erstens nicht versichert und hat zweitens keine Lizenz für die Straße- Diese Lizenz gilt es, jährlich zu erwerben und das wurde seit drei Jahren nicht mehr gemacht, sodass inzwischen eine gehörige Summe nachzuzahlen ist. Das Problem ist nun provisorisch gelöst, indem wir einen Fahrer angestellt haben, der für ein bisschen Geld die ganze Verantwortung übernimmt. Aber da er aus Moshi kommt und alle Polizisten kennt, braucht er sich zumindest hier in der Stadt keine Sorgen zu machen, angehalten zu werden. Dass wir einen Fahrer haben ist aber eigentlich etwas unverzichtbares. Dieser Herr ist, da bin ich fest überzeugt, der beste Autofahrer, bei dem ich je mitgefahren bin: Handbremse kaputt, schlammige Straßen, regelmäßig (geschätzt) mehr als 25% Steigung und trotzdem ist Verlass darauf, dass wir ankommen.&lt;br /&gt;Neben den zahlreichen Bekanntschaften, die man hier mit den Bauern macht, ist die Autofahrt stets ein Highlight. Ich nehme immer auf der Ladefläche des Pick-Ups Platz, von wo aus ich einen traumhaften Blick über die Hänge des Kilimanjaro und in die weite Ebene unter Moshi habe. Die Natur hier ist jeden Tag von neuem eine große Freude für mich.&lt;br /&gt;Nächste Woche wird dann wieder mehr oder weniger arbeitsfrei sein, weil Francis und Doris bereits am Sonntag wieder nach Dar zurückkehren und Grace bis Donnerstag daheim in Uganda ist. Außerdem warten wir noch bis 25. November auf die ganzen Registrierungsformulare und erst dann wird in Excel losgetippt.&lt;br /&gt;Tutaonana baadaye!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-7835778592308316863?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/7835778592308316863/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/arbeit-oder-nichtarbeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7835778592308316863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/7835778592308316863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/arbeit-oder-nichtarbeit.html' title='Arbeit oder Nichtarbeit'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-5666581862715122514</id><published>2009-11-08T03:02:00.000-08:00</published><updated>2009-11-08T03:05:28.347-08:00</updated><title type='text'>Zwangsurlaub</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CDOCUME%7E1%5Cupendo%5CLOCALS%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C08%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Tahoma; 	panose-1:2 11 6 4 3 5 4 4 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:1627421319 -2147483648 8 0 66047 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0in; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:none; 	mso-hyphenate:none; 	text-autospace:ideograph-numeric; 	font-size:12.0pt; 	font-family:Tahoma; 	mso-fareast-font-family:Tahoma; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:EN-ZA; 	mso-fareast-language:#00FF;} @page Section1 	{size:8.5in 11.0in; 	margin:1.0in 1.25in 1.0in 1.25in; 	mso-header-margin:.5in; 	mso-footer-margin:.5in; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Table Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0in 5.4pt 0in 5.4pt; 	mso-para-margin:0in; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 9.5pt;" lang="DE"&gt;Eine Woche ist um und kein Tag verging, ohne dass ich mich im Zentrum Moshis umhergetrieben habe. Zeit war dafür genung, da Grace ihre Ankunft von Dienstag Abend auf Sonntag (08.11.) verschoben hat, sodass das Projekt erst am Montag starten wird. Zum Einleben war das nicht schlecht, doch freue ich mich schon darauf, bald mal etwas aktiver zu werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 9.5pt;" lang="DE"&gt;Es war eigentlich wie im Urlaub hier. Lesen, bummeln, viel schlafen, gemütlich kochen, täglich Sport machen – sehr gemütlich. Schon nach einer Woche kenne ich einen ganzen Haufen Souvenirhändler und Safarianbieter, die mich täglich auf der Straße ansprechen und denen ich jedesmal sage, dass ich noch zehn Monate hier bin und momentan an keinem ihrer Produkte Interesse habe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 9.5pt;" lang="DE"&gt;Allerdings bin ich mir relativ sicher, dass das zwar für eine Woche eine schöne Sache ist, ob mich das aber noch zehn Monate zufrieden stellen kann, wage ich zu bezweifeln. Irgendetwas herausragendes zu berichten? Ja: Am Dienstag habe ich erstmals beim Rugbytraining der International School mitgemacht und es hat mir unglaublich Spaß gemacht. Dort wird neben den Schulteam auch eine Mannschaft des Waisenhauses trainiert. Zum Abschluss haben wir dann gegen die Waisen gespielt. Eigentlich sollte am Samstag ein Rugby-7s-Turnier in Arusha mit unserer Beteiligung stattfinden, doch scheinbar sind auch die Planungen der International School eher unzuverlässig und die Sache wurde am Freitag abgeblasen. Das hat mich dann irgendwie frustriert. Wenn ich etwas nicht selber plane, darf ich mich nicht drauf freuen, weil ich mir einfach nicht sicher sein kann, ob es überhaupt stattfindet – egal, wer das organisiert. Um mich auf andere Gedanken zu bringen, sind Anni und ich dann in den „Club La Liga“ gegangen. Um halb elf war dort zwar noch nichts los, doch ein paar Stunden später, als wir den Club verließen und uns in die Fänge einer Meute von Taxifahrern begaben, war der Laden angenehm voll. Die Musik war bescheiden (Sean Paul und Rihanna), aber irgendwie war es doch ganz nett. 200 Mililiter Konyagi (tansanischer Schnaps) für knapp eineurofünfzig, schöne Räumlichkeit (DJ saß in einem VW T1) und gute Atmosphäre (paar Freiwillige und Touristen, viele Einheimische, keine Prostituierten). War schön.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 9.5pt;" lang="DE"&gt;Entsprechend müde war ich dann am Samstag, was aber nicht verhinderte, dass dies wohl mein bislang schönster Tag in Moshi waren. Anni hatte uns ein kleines Ausflugsziel ausgesucht und nach einer guten halben Stunde Daladalafahrt, die Hänge des Kilimanjaro hoch, sind wir irgendwi zwischen Bananenplantagen mitten im Busch ausgestiegen. Ein Mitfahrer im Daladala kannte unser Ausflugsziel und verdonnerte ein paar Mädchen, die dort ohnehin hingingen, uns mitzunehmen und uns den Wg zu zeigen. Nach weiteren zwanzig Minuten zu Fuß durch Urwald ähnliche Gefilde tat sich vor uns auf einer Lichtung auf einem Plateau plötzlich die große katholische Kirche von Kiboshu auf. Es war wirklich sehr beeindruckend ein solches Bauwer an diesem Fleckchen Erde zu sehen. Obwohl es wahrscheinlich schon mehrere hundert Jahre alt ist, ist es vermutlich das stabilste Gebäude im Umkreis von zig Kilometern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 9.5pt;" lang="DE"&gt;Auf unserem Wg dorthin habe ich mich gewundert, dass es hier scheinbar überall irgendwelche kleinen Behausungen gibt. Nie sind wir alleine in den Wäldern unterwegs gewesen und ständig kamen neue kleine Ortschaften entlang der Piste, die das Daladala gefahren ist. Wenn man dann denkt, wirklich am Ende der Welt angekommen zu sein, kommt plötzlich ein Markt, auf dem sich eine ganze Menge Leute tummeln. So geht es immer weiter... „du bist nicht allein...“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 9.5pt;" lang="DE"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 9.5pt;" lang="DE"&gt;Von dem wunderbaren Ausflug am Samstag motiviert, haben wir uns Sonntag morgens um kurz nach sechs mit dem Daladala in Richtung Machame aufgemacht. Von diesem Ort aus laesst sich der Kilimanjaro besteigen, was wir jedoch auf einen anderen Tag verschieben. Wir sind dann bis zum Eingang des Nationalparks gewandert/spaziert, haben die ganze Zeit die Bananenplantagen im Vorder- und den Kili im Hintergrund bewundert und uns von der Sonne braten lassen. Auf dem Rueckweg hat sich uns dann ein netter Herr, William, unserer angenommen. Uebeerraschenderweise wollte er uns weder eine Wanderung zu irgendeinem Wasserfall, noch eine Safari oder eine Kilibesteigung andrehen. Er hat einfach mit uns geredet (englisch) und immer wieder betont, dass auch er das macht, weil er durch den Dialog mit anderen immer lernen kann. Egal woher man kommt und egal wie alt man ist, man kann immer von anderen lernen. William war wirklich sehr nett und hat uns dann auch zu sich nach Hause auf seinen kleinen Bauernhof mitgenommen, der ohnehin direkt an der Strasse lag, die wir langliefen. Auf seinem bescheidenen, schoenen gut baute er Kaffee, Bananen und ein bisschen Gemuese an und er hatte sogar zwei Kuehe und ein paar Huehner. Wenn die Bauern, mit denen ich waehrend des Projekts in Kontakt komme, aehnlich interessant wie William sind, dann freue ich mich schon auf spannende zehn Monate.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Eine weitere interessante Erfahrung war das Ausprobieren von Mbege. Das ist ein leicht alkoholisches Getraenk aus Weizen und Bananen gebraut, das uns Williams Frau servierte. Das Glas blieb quasi voll stehen, da mich der Geschmack nicht wirklich ueberzeugte. Abschliessend hat dieser nette Bauer uns in seine Gemeinde eingeladen, in der Deutsche wohl immer mit offenen Armen empfangen werden. Grund dafuer ist, dass man wohl einen engen Kontakt zu einer Partnergemeinde nach Deutschland pflegt. Da werde ich jetzt mal im Internet recherchieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 9.5pt;" lang="DE"&gt;Bis bald!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-5666581862715122514?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/5666581862715122514/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/zwangsurlaub.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5666581862715122514'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5666581862715122514'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/zwangsurlaub.html' title='Zwangsurlaub'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-2041246861091002775</id><published>2009-11-02T23:20:00.000-08:00</published><updated>2009-11-03T00:00:37.407-08:00</updated><title type='text'>Moshi...</title><content type='html'>...ist Kiswahili und bedeutet Rauch. Dass die Stadt, die ich seit Samstag meine Hood nennen darf, diesen Namen trägt, ist kein Zufall. Der mächtige Hausberg, der auf den Name Kilimanjaro hört, hüllt sich Tag ein, Tag aus in einen dichten Wolkenschleier. Nur am ganz frühen Morgen scheint er sich auch jenen zu zeigen, die nicht grade auf seinem Gipfel stehen ein umwerfender Anblick! Doch nicht nur dieser riesige Berg beeindruckt mich hier sehr. Moshi ist umgeben von Wäldern, die Erde ist knallrot, die Sonne scheint, ein kühler Wind weht vom Berg runter, Bäume blühen lila, die Vögel zwitschern morgens, die Grillen zirpen abends. Es ist einfach alles unglaublich malerisch. Auch die Stadt selbst hat einen wunderbaren Mix aus geschäftigem Treiben und dem Wesen einer gemütlichen Kleinstadt. Anders als in Dar ist die Luft hier nicht voller Staub (was sich aber in trockeneren Zeiten wahrscheinlich leider ändern wird) und stinkender Abgase, sondern einfach frisch.&lt;br /&gt;Es geht mir also gut. Anders als geplant, hat uns Grace doch nicht im Bus begleitet. Sie kommt Mitte bis Ende der Woche und dann soll unser Projekt starten. Bis dahin haben Anni und ich noch Zeit die Stadt zu erkunden. Wir wohnen zwar einige Kilometer vom Stadtkern entfernt, brauchen zur Dalladallastation aber nur eine Minute und von da aus sind es dann unr fünf bis zehn Minuten in die Innenstadt. Eine wunderbare Wohnsituation also. Auch unsere Unterkunft lässt wenig Wünsche offen. Beide haben wir ein Zimmer, dazu ein Wohnzimmer und eine Küche, die von unserem Vorgänger schon ganz gut ausgestattet wurde. Die Tatsache, dass auf der anderen Straßenseite das Gefängnis ist, könnte den ein oder anderen in Sorgen versetzen, aber keine Angst! Die Herren dort kann ich täglich beim bestellen ihrer Gemüsebeete beobachten. Sie scheinen ganz nett zu sein und bleiben in ihrem Gehege, obwohl ich noch keinen Wachmann gesehen habe und es keine Mauern gibt. Okay, das hat jetzt nicht dazu beigetragen, Sorgen zu verringern, aber was soll's!? Die Atmosphäre hier in der Nachbarschaft ist unglaublich entspannt und für den Fall der Fälle: die Aufgabe, die in Dar noch die beiden Nachbarhunde nachts erfüllt haben, erfüllt bei uns ein Masaai. Das hat den Vorteil, dass er uns sofort wiedererkennt und er uns auch noch die Tür öffnen kann. Außerdem fängt er nicht nachts um drei an, mit den anderen Hunden im Viertel rumzuheulen (zumindest hat er es bis jetzt noch nicht gemacht).&lt;br /&gt;An unseren ersten beiden Tagen haben wir die Stadt zu Fuß schon in weiten Teilen erkundigt. Erwähnenswert ist auch, dass wir an der International School Moshi mit weit offenen Armen zu den verschiedenen Sportaktivitäten empfangen wurden: Rugby, Fußball und ein Kraftraum warten hier auf mich, wenn denn Zeit da ist. Es ist ein wenig schade, dass ich für Sportarten wie Fußball oder Rugby eine solch elitäre Einrichtung aufsuchen muss. Jedoch scheint das generelle Interesse an halbwegs zweckmäßigen Sportuntergründen sehr gering zu sein und deshalb lässt sich beispielsweise Rugby, wofür man lediglich einen Acker braucht, nirgendwo anders spielen. Dass ein Platz von den Leuten gehegt und gepflegt wird, habe ich noch nicht gesehen. Auch gibt es keine wirklich großen organisierten Ligen. Der Sportkoordinator der International School meinte, die einzigen nationalen Wettbewerbe in irgendwelchen Sportarten fänden auf den Arealen der International Schools in Moshi, Arusha und Dar statt. Ich glaube, abgesehen von der Fußballliga stimmt das auch.&lt;br /&gt;Nach meiner Fahrt von Dar nach Moshi kann ich aber auch verstehen, dass es kaum nationale Ligen geben, die erfordern, dass alle ein bis zwei Wochen die Fahrt in eine andere Stadt ansteht. Auf der Strecke, die wir zurücklegten durchquerten wir zwar traumhafte Landschaften, aber auf den mehr als fünfhundert Kilometern fuhren wir durch ein, zwei größere Häuseransammlungen, die als Kleinstädte durchgehen, ansonsten noch durch ein paar Dörfer. Und die Straßenverhältnisse tun ihr übriges, dass die Fahrt von einer Stadt in die nächste ein Tagesausflug wird. Da es hier aber gar keinen Profisport gibt, kann sich vermutlich niemand leisten, das ganze Wochenende für den Sport zu opfern. Verständlich. Nun ja, das zum tansanischen Sportwesen.&lt;br /&gt;Bis bald mal wieder, dann mit Neuigkeiten vom Projekt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fotos auschecken :)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-2041246861091002775?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/2041246861091002775/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/moshi.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/2041246861091002775'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/2041246861091002775'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/11/moshi.html' title='Moshi...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-5925540760127894677</id><published>2009-10-29T04:27:00.000-07:00</published><updated>2009-10-29T04:30:44.401-07:00</updated><title type='text'>Sommer, Sonne, Sonnenschein</title><content type='html'>Ich bin wieder zurück! Fünf wunderschöne Tage liegen hinter mir und ich versuche natürlich, all den weniger privilegierten Leuten in Deutschland meine Erlebnisse möglichst lebhaft wiederzugeben. Würde ich hier jetzt chronologisch ein Erlebnis nach dem anderen wiedergeben, so würde ich mit diesem Artikel erst in ein paar Wochen fertig sein. Also mache ich es stichwortartig:&lt;br /&gt;Beginn der Regenzeit, klatschnass bei der Ankunft, gemütliches Hostel mit Dachterasse mitten in Stone Town, Spaziergänge, leckeres italienisches Eis, viel Seafood in den märchenhaften Forodhani Gardens, Spice Tour, verschiedene Pfeffer kommen alle von der gleichen Pflanze (für mich die wichtigste Lehre dieses Urlaubs), Strand ist auch bei Nieselregen schön, viele Touristen auch in der Nebensaison, Stone Town ist wunderschön!, unzählige Straßenverkäufer, Tourimus ist (fast) alles, wunderbare Sonnenuntergänge, am Fischhafen ist man morgens um sechs nicht willkommen, Markt mit frisch gehäuteten aber sonst vollständigen Kuhköpfen, tausende Souvenirhändler, viele Fotos, keine Magenprobleme (erwähnenswert), unglaubliches Faulenzen, Bibel lesen (erstes Buch Moses ist so gut wie fertig), morgens Regen, nachmittags Sonne, abends Bilderbuchsonnenuntergang, rasante Fährfahrten, viele Museen, viele Moschees, keine Muezzingesänge, Fahrt an die Ostküste, Sonnenaufgang am Strand, Traumstrände, Rastafaritreffpunkt als Hotel, Verhandlungsprivilegien als Mensch mit leichten Kiswahilikenntnissen, es war wunderschön, jedem zu empfehlen, ich komme wieder!&lt;br /&gt;So, hoffentlich wird irgendjemand dadurch schlau. Ich werde demnächst Fotos hochladen und, sollte es erwünscht sein (?) einen ausführlicheren Bericht schreiben. Das hängt auch ein bisschen davon ab, wie es ab Sonntag in Moshi wird. Unsere Abfahrt wurde noch einmal einen Tag nach hinten verschoben und wir werden gemeinsam mit unserer Mentorin Grace nach Moshi fahren, die auch dorthin ziehen wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-5925540760127894677?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/5925540760127894677/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/sommer-sonne-sonnenschein.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5925540760127894677'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5925540760127894677'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/sommer-sonne-sonnenschein.html' title='Sommer, Sonne, Sonnenschein'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-5202750017046521776</id><published>2009-10-23T01:36:00.000-07:00</published><updated>2009-10-23T01:39:14.275-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="color:#000000;"&gt;Ganz so arbetislos, wie es einigen erscheinen mag, bin ich nicht! Rechtzeitig vor unserem Zanzibarkurzurlaub haben wir die Bibliothek vollendet. Ein schönes Gefühl und es scheint mir so, als wäre es nicht ganz umsonst gewesen. Wenn ich dann in einem halben Jahr oder spätestens zum Abflug wieder zurückkomme, hoffe ich natürlich, sie immer noch in einem Topzustand vorzufinden. Ich werde bei Gelegenheit davon berichten. So viel von der Arbeit.&lt;br /&gt;Wer ist Julius Nyerere? Wer weiß es? Okay, letzte Woche war sein Todestag, ich berichtete...aber inzwischen weiß ich noch ein bisschen mehr. Mwalimu Nyerere (Lehrer Nyerere) war tatsächlich mal Lehrer, bevor er sich ausschließlich der Politik hingab. Von seinem Volk wurde er aber weiterhin Mwalimu genannt. Beim europäischen Filmfestival wurde ein Tansanischer Film über diesen Vater der Nation gezeigt. Dass er scheiterte, ist völlig egal, denn, so einer der Beiträge im Film, keine afrikanische Revolutione verlief auf lange Sicht erfolgreich. Da stelle sich lediglich die Frage, ob man mit einer guten Absicht oder aber aufgrund von Korruption und eigener Bereicherung des Dikators scheitere. Bei Nyerere sei ersteres der Fall gewesen, sodass sein Scheitern nicht weiter ins Gewicht fällt. Insgesamt gab es in dem gesamten Film kein einziges kritisches Wort über den Staatshelden. Kommentare kamen von seiner Frau, dem ehemaligen Präsident Mkapa (der als unglaublich korrupt gilt) und anderen wenig neutralen Personen. Ein Wort der Kritik scheint absolutes Tabu zu sein. Ein bisschen erschreckend, finde ich. Insgesamt scheint es hier um die Bildung nicht allzu gut zu stehen. Ein hartes Urteil, aber bei einem solchen Schulsystem fällt das nicht schwer: in der Grundschule wird auf Kiswahili unterrichtet, es gibt ein wenig Englischunterricht. Danach, in der Secondary School, wird nur noch Englisch gesprochen, außer im Kiswahiliunterricht. Da die wenigsten daheim Englisch lernen und (auch in Deutschland) kein Kind in der Grundschule durch ein paar Unterrichtsstunden so gutes Englisch lernen kann, dass es im Unterricht erfolgreich ist, kommen nur die, die sehr motiviert, talentiert oder gut unterstützt werden, weiter. Gute Unterstützung ist vor allem finanzieller Art möglich, da Privatschulen oft schon ab der ersten Klasse auf Englisch unterrichten. Einige Freiwillige, die ich hier getroffen habe, haben mir von diesem großen Problem des Bildungssystems erzählt. Oft sitzen die Schüler einfach den ganzen Tag in der Klasse, verstehen kein Wort und fallen somit beizeiten durch. Wer sich das ausgedacht hat, weiß ich nicht...vielleicht Mwalimu Nyerere?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben dem Nyererefilm werden bei dem Filmfestival aber vor allem europäische Filme ausgestrahlt, sodass es mir möglich war, “Wer früher stirbt ist länger tot”, den Lieblingsfilm aller Bayern, anzuschauen. Ein bisschen Heimatfeeling, viele Gitarrenklänge, der Anblick toller Kuchen und schöner Brotzeiten. Und besonders schön war, dass die Tansanier auch einen Riesenspaß an dem Film haben (kam in Originalsprache mit Untertiteln). Etwas komplizierter zu verstehen war die schweizer Komödie “La Habana”. Sie war angeblich auf Deutsch. Das war aber so ein extremer schweizer Kauderwelch, dass ich die ganze Zeit die französischen Untertitel gelesen habe. Wie die Tansanier das Problem gelöst haben, dass nur kurze Passagen auf Englisch waren und der Rest eben in Schwizerdütsch/Französisch zum besten gegeben wurde, weiß ich nicht. Aber auch hier waren die Reaktionen des Publikums sehr positiv.&lt;br /&gt;Ansonsten bleibt zu sagen, dass ich bis Ende nächster Woche nicht mehr schreiben werde, da ich ja im Urlaub bin. Und direkt danach folgt der Umzug nach Moshi. Dort werde ich dann auch nicht mehr so viel Internetzugang haben. Ihr schafft das trotzdem! Und ich hoffentlich auch ;)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-5202750017046521776?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/5202750017046521776/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/ganz-so-arbetislos-wie-es-einigen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5202750017046521776'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5202750017046521776'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/ganz-so-arbetislos-wie-es-einigen.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-437315564078015745</id><published>2009-10-19T03:40:00.000-07:00</published><updated>2009-10-19T03:50:00.820-07:00</updated><title type='text'>Kwa heri Dar Es Salaam!</title><content type='html'>Das letzte vollständige Wochenende in Dar haben Anni und ich nach allen Regeln der Kunst ausgenutzt, würde ich sagen. Ein ausruhender Barabend am Freitag, bevor Samstag und Sonntag voll und ganz ausgekostet wurden.&lt;br /&gt;Samstags sind wir in den Norden Dars gefahren, weit Richtung Bagamoyo, und haben dort eine Frau getroffen, die wir auf dem TOAM-Workshop in meiner zweiten Woche hier getroffen haben, Grace ihr Name. Obwohl sie glaube ich wesentlich älter ist als wir, haben wir uns wunderbar mit ihr unterhalten - über das Schulsystem, die Umwelt und das Land. Und ich habe wieder viele neue Eindrücke sammeln können. Ganz nebenbei gab es wunderbaren Reis mit Fisch und Fleisch und allem, was der Tansanische Magen noch so begehrt. Sehr lecker. Insgesamt war dieser Besuch ein voller Erfolg und es ist schön, wenn sich einem die Möglichkeit bietet, mit den Leuten hier in engeren Kontakt zu kommen und wirklich etwas von ihrem Leben mitzubekommen.&lt;br /&gt;Wieder daheim angekommen, habe ich für den Abend vorgeschlafen. Nicolaus, den wir ebenfalls beim TOAM-Workshop kennen lernten, hatte uns versprochen, etwas mit uns zu machen. Um halb elf wurden wir langsam ungeduldig und waren schon ein bisschen genervt, dass er so lang brauchte, um zu kommen. Als er dann um halb zwölf mit seinem Auto in Makongo Juu ankam, war die Stimmung bei uns beiden nicht ganz am Siedepunkt. Nein, wir waren ausgesprochen unmotiviert, noch etwas zu unternehmen. Aber unsere Laune änderte sich schnell. Nicolaus nahm uns, gemeinsam mit zwei weiteren Freunden, auf ein Konzert der Band “FM Academia” mit. Dort war um zwölf noch ordentlich was los und die Damen und Herren machten noch fast drei weitere Stunden gute Stimmung. Es war sehr interessant, mal ein Konzert einer typisch afrkianischen Band zu sehen. Die Musik war wohl kongolesisch und jedes Lied folgte dem gleichen Schema: begleitet von einer Band, sangen drei, vier Männer zwanzig Miunten oder so über ein Thema. Die Leute hörten zu und mit der Zeit kamen immer wieder Zuhörer und gaben den Sängern Trinkgeld, wenn ihnen die Texte gefielen. Dann, wenn die Message voll und ganz überbracht war, zog der Schlagzeuger das Tempo an, es übernahmen andere Sänger und es kamen Tänzer und Tänzerinnen auf die Bühne und haben ordentlich Stimmung gemacht. Nun regte sich auch das Publikum und alle strömten zur Tanzfläche, wo die zweite Hälfte des Liedes tanzend verbracht wurde. Die Musik ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch das Konzert hat mir echt gut gefallen. Alle haben so getanzt, wie es ihnen grade gepasst haben, die Herren konnten wunderbar singen und alle waren einfach gut drauf. Gerne wieder.&lt;br /&gt;Am Sonntag habe ich dann erst einmal ansatzweise ausgeschlafen und somit den ersten großen Regen des Tages geschickt umgangen. Gegen Mittag haben Anni und ich uns dann gen Süden mit seinen schönen Stränden aufgemacht. Da wir ja etwas außerhalb wohnen und immerhin bis zum Hafen mussten, um diesen dann mit der Fähre zu überqueren, haben wir insgesamt fast zwei Stunden für die Fahrt gebraucht. Auf der Fähre, auf der sich ganz Dar Es Salaam zu tummeln schien, so voll war sie, haben wir glücklicherweise noch zwei Deutsche von der Wahlparty getroffen, die wussten, wo es langging. Ansonsten hätten wir uns wohl im Süden Dars verloren...aber so kamen wir gut behütet am Kipepeo Strand an. Und es war einfach wunderschön. Weißer Sand, wunderbares Meeer, schöne Hütten, große Palmen in der Nähe – und Schnee in Deutschland...unvorstellbar! Nach einer Runde faulenzen habe ich meine Meeresangst mit der Schocktherapie bekämpft und bin mit Anni und Laura (haben wir in der Botschaft kennengelernt) zu einem Boot geschwommen, das etwas weiter draußen vor Anker lag und auf dem wir uns dann ein wenig gesonnt hatten. War wirklich schön und ich habe mich gefreut, mal ein bisschen durchs Meer geschwommen zu sein. Bis zum Sonnenuntergang, der nicht im Meer endete, da Dar ja an der Ostküste liegt, sind wir dann noch geblieben, bevor wir uns auf einen langen Rückweg gemacht haben. Während diesem hat sich die Regenzeit ein weiteres Mal angekündigt. Zum Glück nur kurz, aber dafür sehr heftig. Mal sehen, was da noch auf uns zukommt.&lt;br /&gt;Baadaye kidogo!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-437315564078015745?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/437315564078015745/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/kwa-heri-dar-es-salaam.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/437315564078015745'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/437315564078015745'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/kwa-heri-dar-es-salaam.html' title='Kwa heri Dar Es Salaam!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-4302794194965092410</id><published>2009-10-16T08:38:00.000-07:00</published><updated>2009-10-16T08:42:38.764-07:00</updated><title type='text'>Hakuna umeme.</title><content type='html'>Diese beiden Wörter kann ich nicht mehr hören. Es bedeutet “kein Strom” und ich bekomme es zur Zeit täglich zu hören. Mit “hakuna umeme” ist auch hakuna Wasser, hakuna kochen, hakuna Computer und ab sieben Uhr abends hakuna lesen verbunden. Das ist ein bisschen anstrengend. Andererseits finde ich dann immer rechtzeitig den Weg ins Bett. Gut für die Gesundheit...&lt;br /&gt;Diese Woche war Nationalfeiertag – Nyerereday. An diesem Tag wird dem, vor zehn Jahren verstorbenen “Vater der Nation”, Julius Nyerere, gedacht, der der erste Präsident Tanzanias war. An diesem Tag war für morgens um acht ein Fußballspiel der “Makongo Resort Veterans” angesetzt (Makongo Resort ist die Bar auf der anderen Straßenseite). Das ist das Alt-Herren-Team der näheren Umgebung und ich war herzlich eingeladen, mitzuspielen. Als ich um kurz nach acht auf dem Platz eintrudelte, waren auch schon einige Leute da. Einie riesige Anlage war aufgebaut und an den Toren wurden Netze geknüpft. Eine halbe Stunde später rollte der Ball. Erstmals spielten die Makongo Resort Veterans gegen die Mwenge Veterans (Mwenge ist ein andere Stadtteil) und es war ein umkämpftes Spiel. Aus der Anlage dröhnte neunzig Minuten Live-Kommentar und Musik, die Netz waren fast umsonst geknüpt worden – das Spiel endete ein zu null für uns. Und....um ein bisschen anzugeben: ich hab's vorbereitet. Oh yeah! Während des Spiels hat es auch kräftig geregnet, was sehr erfrischend war.&lt;br /&gt;Nach dem Spiel waren alle ins Makongo Resort eingeladen. Dort gab es zu trinken und zu essen. Es wurde Suppe in riesigen Bottichen über zwei Lagerfeuer gekocht. War sehr lecker und das beisammensein war echt gemütlich. Inzwischen war die Sonne zurück und alle Spieler und viele Zuschauer saßen zusammen und hatten Spaß an diesem freien Tag. Beim Nachschlag habe ich dann meine ersten kulinarischen Grenzerfahrungen gemacht. In meiner Suppe war ein fetter Knochen, den ich, wie es so üblich ist, abnagen wollte. Als ich ihn dann Richtung Gesicht bewegte, erkannte ich, dass ich der Ziege, deren Reste in der Suppe schwammen, gerade ins Gesicht schaute. Der dicke Knochen war der Oberkiefer mit allem drum und dran. Da auch das Fell noch dran war, konnte ich alles wunderbar erkennen. Dafür ließ es sich umso schlechter essen. Fell ist nicht so lecker und kratzt auf der Zunge – wer hätte es gedacht. Habe die ganze Chose unauffällig in meiner Schüssel verschwinden lassen und zurückgestellt. Aber eigentlich ist diese Suppe echt lecker.&lt;br /&gt;Generell, um mal die Frage vieler zu beantworten, ist das Essen hier wunderbar. Hauptgerichte sind Reis, Kochbananen, Pommes und, besonders beliebt, Ugali. Das ist Maisbrei, glaube ich, der nach ziemlich wenig schmeckt und von dem ich schon einmal berichtet habe. Zu den Sachen gibt es dann Fleisch, Bohnen, Spinat, Kohl und andere leckere Sachen. Ich kann mich also nicht beschweren.&lt;br /&gt;Was noch? Die Bibliothek nimmt Form an, unsere Reisepläne auch, Annis Haare auch und direkt neben unserem Haus ist seit einer Woche jeden Abend stundenlang irgendeine Gemeinde am Krach machen. Ich fange bei der Bibliothek an: alle Bücher, Hefte, Broschüren und was noch so lesbar ist, ist in einer Access-Datenbank eingespeichert. Jetzt werden wir das ganze noch einmal überarbeiten und dann sind wir fertig. Annis Haare sind jetzt Rastas. Mehr dazu in ihrem Blog, irgendwann. In einer guten Woche, am Samstag, brechen wir beide Richtung Zanzibar auf und werden dort voraussochtlich vier oder fünf Tage bleiben. Wer was mitgebracht haben möchte, der möge sich melden. Bisher steht ein paar “orientalische Schlappen” auf der Liste. Zu der Gemeinde: es laufen oft Filme, die Leute tanzen immer zum gleichen Lied, ein Prediger brüllt durch ein schlechtes Mikro und klingt wie Tom Waits. Sehr interessant.&lt;br /&gt;Man verzeihe den abgehackten Stil. Ich hatte es eilig: Stromausfall und der Laptopakku ist nicht der beste.&lt;br /&gt;Tutaonana! Und Fotos anschauen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-4302794194965092410?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/4302794194965092410/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/hakuna-umeme.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4302794194965092410'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/4302794194965092410'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/hakuna-umeme.html' title='Hakuna umeme.'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-6998137979927796033</id><published>2009-10-11T22:49:00.000-07:00</published><updated>2009-10-11T22:50:13.724-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Freitag diente zum ausruhen. War noch ein bisschen angeschlagen und habe mich nicht so gefühlt, als könnte ich lange weg – wir hatten ja letztes Wochenende gelernt: wenn weg, dann spät weg. Ist jetzt eingespeichert. Und am Samstag haben Anni und ich das dann auch umgesetzt. Wir haben uns mit zwei anderen Freiwilligen, dem Alex und der Clara, getroffen, beim Dance Festival. In der Annahme, das sei eine Party, sind Anni und ich zwei Stunden nach Beginn, um zehn Uhr dort angekommen, um zu sehen, dass es eine Tanzshow war, von der wir die letzten drei Minuten gesehen haben. Aber gut...nach einem Barbesuch sind wir dann erneut zum Maisha-Club, wo wir ja letzte Woche schon einmal waren. Skeptisch bin ich mit sieben anderen zusammen in einem normalen Taxi dorthin gefahren. Zuerst einmal haben wir in der Bar davor alle eine Cola oder Sprite gekauft, um sie mit dem hier erhältlichen Billigschnaps, Konyagi, zu mischen, den wir außerhalb der Bar gekauft haben. Ganz legal, auf dem Tisch. Um eins oder so sind wir dann in den Club. Die Musik war sau laut, die Luft war arschkalt, da die Klimanalage auf Hochtouren lief und der Raum war gut gefüllt. Also schon mal ein erster Erfolg. Wir sind dann noch eine ganze Weile geblieben und haben das Tanzbein geschwungen. Die vielen anderen Weißen, die auch da waren, sind mit der Zeit alle verschwunden, sodass irgendwann fast nur noch Schwarze da waren. Da ist mir aufgefallen, dass kaum Frauen da waren. Scheint so, dass die weibliche Gesellschaft in solchen Lokalitäten lieber draußen wartet und Geld für schmuddelige Dienste verlangt. Mir ist in dem Club keine einzige Gruppe schwarzer Mädchen aufgefallen. Komisch. Als der Himmel schon wieder anstalten machte, sich langsam zu erhellen, bin ich ins Bett gefallen. War eine gute Nacht!&lt;br /&gt;Am Sonntag haben Anni und ich beschlossen, noch einmal ein bisschen durch Dar zu bummeln. Es bleibt ja gar nicht mehr so viel Zeit hier. Also sind wir mit dem Dalla in die Stadt gecruist und dort einfach ein bisschen rumgelaufen. Und ich muss mich korrigieren. Ich hatte ja gesagt, Dar wäre einfach nur hässlich. Das war irgendwie mein erster Eindruck, weil wir damals so durchgehetzt sind und ständig von Verkäufern und Bettlern genervt wurden. Diesmal hatten wir kein bestimmtes Ziel, sind durch die Straßen “gebummelt” und hatten Zeit. Und irgendwie war es echt schön. Die Straßen waren sehr ruhig, kaum Autos, immer wieder saßen ein paar Leute am Straßenrand rum, aber niemand war hektisch und ich hatte das Gefühl, selbst der Bremthaler “Dorfkern” ist stressiger zu durchqueren als Dar. Am schönsten finde ich aber die vielen Bäume, die überall in der Stadt rumstehen und zwischen den vielen heruntergekommenen Häusern eine sehr gemütlich Stiimmung erzeugen, die einen den Großstadtgestank vergessen lässt. Man merkt, es hat mir gefallen.&lt;br /&gt;Das Wochenende war insgesamt ein voller Erfolg!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bilder von der Stadt folgen, wenn ich mal wieder die schnelle Internetcaféverbindung hab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Adresse in Moshi wird folgende sein:&lt;br /&gt;Hannes Lindenberg&lt;br /&gt;c/o Envirocare&lt;br /&gt;P.O. Box 7246&lt;br /&gt;Moshi&lt;br /&gt;Tansania&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-6998137979927796033?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/6998137979927796033/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/freitag-diente-zum-ausruhen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6998137979927796033'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6998137979927796033'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/freitag-diente-zum-ausruhen.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-1149724735447085721</id><published>2009-10-09T00:45:00.001-07:00</published><updated>2009-10-09T03:13:07.199-07:00</updated><title type='text'>Mzungu heißt Europäer...</title><content type='html'>...um erstmal die Frage zu beantworten, die scheinbar viele Leser hier sehr beschäftigte. Generell wird es aber für jeden Weißen aus der ganzen Welt verwendet und je jünger (oder betrunkener) die Leute sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass man von ihnen mit “Mzungu!” gerufen wird. Angeblich ist diese Bezeichnung, anders als “Nigger” oder so ein Zeug, wertfrei. Ich bin auch gern bereit das zu glauben. Zumindest ist es scheinbar wirklich nicht ab- oder aufwertend, impliziert aber wohl immer, dass man viel Geld hat. Und das ist nicht so angenehm. Außerdem kommt hinzu, dass man von allen Mzungu genannt wird und es ein blödes Gefühl ist, irgendwo rumzulaufen und immer wieder “...mzungu...” zu hören, also zu wissen, dass über einen gesprochen wird, ohne dass man wirklich weiß, worum es geht. Ich freue mich jetzt schon auf den Tag, an dem ich sagen kann, dass ich alles verstehe, was über mich geredet wird. Diesem Ziel könnte ein bisschen entgegenwirken, dass Anni und ich den Sprachkurs abgebrochen haben, weil das Preis-Leistungsverhältnis nicht gestimmt hat (wenig Preis und gar keine Leistung) und wir jetzt versuchen wollen, uns mit Grundschulbüchern und den gelernten Vokabeln einen Grundwortschatz aufzubauen, den wir dann eben ausbauen. Aber immerhin kennen Anni und ich jetzt die Stelle in der Bibel, in der gesagt wird, dass der Mensch kein Schwein essen soll. Ghati, die Sprachlehrerin ist nämlich überzeugte Christin (7th adventistic church oder so) und isst kein Schweinefleisch.Wieso? Das kann jeder in der Bibel, im vierten Buch Moses, im 14. Kapitel nachlesen. Ghati hat's uns vorgelesen. Wirklich interessant...&lt;br /&gt;Ansonten habe ich diese Woche einen Blog für Envirocare (envirocaretz.blogspot.com) eingerichtet. Dass er das gleiche Layout hat wie meiner, ist nicht meine Schuld. Das haben die sich so ausgesucht. Der Blog wurde extra für den World-Blogger-Day am fünfzehnten Oktober eingerichtet, an dem alle Umwelt-NGOs über Klimawandel bloogen wollen. Bei Envirocare werden Anni und ich das übernehmen, weshalb wir jetzt auch eine Rechercheaufgabe haben.&lt;br /&gt;Dem aufmerksamen Leser ist vermutlich bereits aufgefallen, dass es insgesamt nicht allzu viel zu berichten gibt. Es ist eben inzwischen so etwas wie Alltag eingekehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl, da sind noch zwei Sachen! Erstens: am Sonntag ist der Strom grade abgedreht worden, als es dunkel wurde, sodass Anni und ich beschlossen haben, an den Strand in eine Bar zu fahren, von der wir am Freitag erfahren hatten, dass dort an besagtem Sonntag eine Band spielen würde. Also sind wir hingefahren, haben uns die Band angeschaut, die alles mögliche wunderbar gecovert hat und sind dann wieder heimgefahren. Um elf war immer noch kein Strom da. Aber durch den Vollmond waren die Straßen beleuchtet, als wäre es Dämmerung.&lt;br /&gt;Zweitens: ich bin jetzt Playmaker und schieße Tore oder lege sie vor. Wunderbar! Vom Linksverteidiger zum Spielmacher – von namba tatu zu namba nane – vom Tellerwäscher zum Millionär! Die Liga, das Turnier oder was auch immer da auf mich zukommen mag, es kann kommen! Im Moment weiß ich aber immer noch nicht, wann's losgeht, denn der angestrebte Turnierbeginn am Mittwoch wurde, warum auch immer, nicht eingehalten. Naja, ich bin flexibel. Leider hat mich in den letzten Tagen mein Kreislauf vom Fußball spielen abgehalten. Mein Kopf und mein Magen machen im Moment nicht so richtig mit. Aber ich will mich nicht beschweren, denn im Vergleich zu Sele – ich glaube, ich habe ihn schon mehrmals erwähnt; er ist der Hausjunge unserer Vermieterin – sind so ein paar Kopfschmerzen nichts. Sele hat im Moment Malaria und arbeitet trotzdem von morgens um sieben bis abends um elf für Mama Mushi, unsere Vermieterin. Er fährt durch die ganze Stadt, wäscht, putzt und macht eben alles was ein Hausjunge so macht. Heute habe ich mich mit ihm unterhalten (auf Kiswahili :)) und er hatte ununterbrochen Schweißausbrüche und es geht ihm echt dreckig, aber er ist trotzdem wieder arbeiten gegangen. Da soll mal jemand sagen, die Leute hier wären foul!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch kurz zum Thema Post: bitte keine Briefe mehr an die Adresse in Dar schicken. Wir haben mit Grace abgesprochen, dass wir schon am 31.10. nach Moshi gehen und die Briefe hierher können bis zu drei Wochen brauchen, bis sie bei mir landen. Ausserdem kann mir jetzt jeder Post auf meinen Blog schreiben, da die Kommentare jetzt fuer alle freigeschaltet sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-1149724735447085721?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/1149724735447085721/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/mzungu-heit-europaer.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/1149724735447085721'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/1149724735447085721'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/mzungu-heit-europaer.html' title='Mzungu heißt Europäer...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-9132314774316965408</id><published>2009-10-04T03:50:00.001-07:00</published><updated>2009-10-04T03:50:38.990-07:00</updated><title type='text'>Das Nachtleben in Dar Es Salaam...</title><content type='html'>...hat sich meinen kritischen Blicken dieses Wochenende weitestgehend entzogen. Ich habe es gesucht, aber nicht gefunden. Anni und ich hatten uns fest vorgenommen, dieses Wochenende mal die Nacht zum Tag zu machen oder zumindest mal nach zehn Uhr abends mehr als 100 Meter von unserem Haus entfernt zu sein. Letzteres ist uns auch gelungen. Wir sind, wie man das ja in Deutschland so macht, erst einmal zum Supermarkt gefahren, um dort ein bisschen was zu trinken zu kaufen. Dort wurde uns dann bewusst, dass das eigentlich ziemlich sinnlos ist, weil die Getränke hier in den Bars fast zu Supermarktpreisen verkauft werden. Also nächstes Mal geht es direkt in eine Bar! Im Supermarkt, der in dem topmodernen Einkaufszentrum Mlimani City liegt, hat uns die Kassiererin dann auf die Miss Tanzania Veranstaltung nebenan aufmerksam gemacht. Wir waren natürlich neugierig und haben mal vorbeigeschaut, doch als wir erfuhren, dass der Eintrittspreis 50000 TSh ist, sind wir dann von dannen gezogen. Mit einem Bajaj sind wir dann zu der Strandbar gefahren, wo ich vorige Woche schon mit Musti, Sören, etc. war, um festzustellen, dass dort nicht nur unter der Woche nichts los ist. In der benachbarten Strandbar war zwar unwesentlich mehr los, dennoch haben wir uns dort erstmal nierdergelassen. Es war ja noch recht früh, zehn Uhr oder so, und wir dachten, dass zu dieser Zeit in Deutschland ja auch nicht viel los ist. Wir habe den Barkeeper dann gegen elf mal gefragt, wo denn an diesem Abend etwas los sein wird und er verwies uns auf den Maisha Club, zu dem wir uns dann im Taxi haben fahren lassen. Dort angekommen, war ich erstmal gecshockt von der Unzahl Prostituierter, die dort rumhüpften und oft nicht viel älter als ich aussahen. Abgesehen von den Damen war aber auch hier gar nichts los und so entschlossen wir uns um viertel vor zwölf, heimzufahren. Die Dorfbar war dann auch zu und so sind wir ein bisschen enttäuscht heimspaziert. Ich habe danach die Vermutung aufgestellt, dass die Tansanier freitags nicht feiern gehen, aber am nächsten Abend wurde ich dann aufgeklärt. Anni und ich waren noch recht ernüchtert vom Freitag und entschlossen uns deshalb dazu, Samstag Abend nur ins Makongo Resort, die Dorfbar, zu gehen. Als wir dann wieder gehen wollten, aht uns ein junger Mann angesprichen und uns zu sich, seiner Freundin und einem Freund an den Tisch eingeladen. Alle drei haben einwandfreies Englisch gesprochen (was mich nicht davon abgehalten hat, auch den ein oder anderen Sastzversuch auf Kiswahili zu starten ;)) und haben uns dann auch den ein oder anderen Ausgehtipp gegeben. Generell gilt, so die drei, dass man in eine Bar erst so zwischen eins und zwei gehen sollte, wenn man ein bisschen Stimmung haben will. Um zwölf ist eben noch gar nichts los. Wieder was gelernt. Zwar ist das in Deutschland ja in der ein oder anderen Einrichtung ähnlich, aber dass dort um zwölf noch keine Sau ist, habe ich noch nicht gesehen. Naja, ham wa wieder was gelernt!&lt;br /&gt;Zwischen diesen beiden Abenden lag – oh Wunder! –noch ein Tag. Diesen habe ich mit Hausarbeiten wie Wäsche waschen und Vokabeln lernen verbracht, bis mittags um kurz nach vier einer der Jungs vom Fußball bei uns im Hof stand. Ich wollte eigentlich grade kochen, wurde dann aber darüber informiert, dass ein Freundschaftsspiel ansteht und ich mitspielen soll – also weg vom Herd in die Sportkluft und losmarschiert zur Uni, wo wir auf einem fast genauso schlechten Platz wie es unserer ist, gegen eine andere Boltzmannschaft spielten. Heute morgen war dann in der Zeitung folgender Bericht zu finden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Missglücktes Debüt von Neuzugang der Makongojungs&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem das rote Team eine gute halbe Stunde zu spät auf dem “Sportplatz” eintrudelte, konnte der Tanz beginnen. Mit Trikots, die für Moskitonetze und gegen Malaria warben, warfen sich die Jungs aus Makongo, unter ihnen auch ein Weißer, dessen Aktionen stets mit lauten “Mzungu!”-Rufen des gegnerischen Teams quittiert wurden, in die Schlacht. Früh gingen sie in Führung, ließen danach jedoch den nötigen Biss vermissen und kassierten bis zur Pause drei Tore gegen einen physisch überlegenen Gegner. Auch die Umstellung des Mzungu von Mittelstürmer auf linke Außenbahn (nachdem er zuvor, wie berichtet, zwei Wochen Linksverteidiger spielte) änderte nichts und in der zweiten Halbzeit kam das rote Team zu einem weiteren Treffer, bei dem der Mzungu seinen Gegenspieler nach einer Ecke völlig frei zum Kopfball kommen ließ – Endstand vier zu eins.&lt;br /&gt;Die jungen Männer aus Makongo waren, abgesehen vom Neuen, recht zufrieden. Angeblich spielten im gegnerischen Tema fünf Spieler mit, die eigentlich in der zweiten tansanischen Liga kicken.&lt;br /&gt;DAR 10/04/09&lt;br /&gt;Von meiner Seite bleibt noch zu sagen, dass ich jetzt ziemlich verwirrt bin. Grund dafür ist, dass ich mit dem Team unterwegs war, gegen das ich unter der Woche immer spiele. Auf dem Boltzplatz spielen ja (wie das bei Fußball ja so ist) immer zwei Teams gegeneinander und ich wurde gestern von dem Team eingeladen, mit dem ich noch nie gespielt habe. Ich weiß nicht, ob ich damit jetzt offiziell abgeworben wurde, aber vermutlich wird sich das im Laufe der Woche ergeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt mir noch, auf die Bilder von der Strandbar zu verweisen. Und wenn meinen werten Lesern der Sportteil meiner Publikationen zu ausführlich ist, lasst es mich wissen. Ich muss sagen, mein Traum vom Fußballkommentator/-moderator ist wieder am aufkeimen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tutaonana!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-9132314774316965408?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/9132314774316965408/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/das-nachtleben-in-dar-es-salaam.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/9132314774316965408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/9132314774316965408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/das-nachtleben-in-dar-es-salaam.html' title='Das Nachtleben in Dar Es Salaam...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-6214229117141451995</id><published>2009-10-01T23:11:00.000-07:00</published><updated>2009-10-01T23:14:22.073-07:00</updated><title type='text'>Salama!</title><content type='html'>Diese Woche stand der Sprachkurs auf der Tagesordnung. Und es war angedacht, dass er das auch noch die nächsten beiden Wochen tut. Anni und ich haben täglich zwischen neun und eins mit Ghati, unserer Lehrerin, zusammengesessen und versucht, Kiswahili zu lernen. Zu Beginn wirkte die Angelegenheit ausgesprochen unüberlegt und spontan. Eigentlich wirkt sie immer noch so, doch hat sich meine Erwartungshaltung positiverweise geändert. Ich war mir nämlich eigentlich sicher, dass ich das Geld, das ich für den Sprachkurs hinlegte genausogut in zwanzig billige Wörterbücher, 400 Dalla-Dalla-Fahrten, mehrere Schifffahrten nach Zanzibar, fünfzig Packungen Milch oder 800 Bananen hätte investieren können und das genauso viel an meinen Sprachkenntnissen ändern würde, wie die Stunden mit Ghati.&lt;br /&gt;Jetzt, es ist Donnerstag Abend, kann ich aber sagen, dass ich schon einen gewissen Einblick in die Sprache erhalten habe. Anni und ich ziehen die maximal mögliche Menge an Informationen aus Ghati raus und heute hatte sie sogar etwas vorbereitet: sie hat uns in die grammatischen Grundlagen der Sprache eingeführt, was uns aber eher verwirrt hat. Das liegt einfach daran, dass sich bestimmte Wortarten eben nicht mit irgendwelchen europäischen “Phänomenen” (Pronomen, Adjektive, Adverben, blablabla...) vergleichen lassen und Gathi das scheinbar nicht ganz versteht. Um das für Linguisten und andere Interessierte zu veranschaulichen (alle anderen bitte zum nächsten Absatz springen und bei “Aber Anni...” wieder einsetzen): Wir haben gefragt, ob es so etwas wie Adverben gibt und ob sich diese sicht- und hörbar von Adjektiven unterscheiden. Darauf wollte uns Ghate klar machen, dass Wörter, die mit der Silbe -ni enden (wie ich seit heute in meinem Block stehen habe, mir aber nie merken werde, heißen sie vielezi) mit Adverben vergleichbar sind. Dabei wird dieses Suffix lediglich als Allround-Präposition verwendet (shule = Schule; Ninaenda shuleni = Ich gehe in die Schule). Aber dass man “in” die Schule geht, war für Ghati eben schon eine detailiertere Beschreibung des gesamten Vorgangs gehen. Naja, das ist eben alles etwas anders hier...Sollten zu der Sprache noch Fragen bestehen, ich könnte versuchen, sie zu beantworten.&lt;br /&gt;Aber Anni und ich haben dann einfach irgendwann ein Kinderbuch aus der Bibliothek geholt und dann haben wir das Wort für Wort, Satz für Satz, bearbeitet. Da habe ich gemerkt, dass ich die Zeiten, die Satzstellung und auch schon ein kleines Repertoire an Vokabeln durchaus in meinen Kopf reinbekommen habe. Nichtsdestotrotz werden Anni und ich die drei Wochen wohl nicht zu Ende bringen, denn dafür ist das Unterfangen wirklich zu konzeptlos und dementsprechend das Geld einfach nicht wert. Wir haben, wie es sich gehört, bereits die erste Hälfte bezahlt, werden dann aber auch nach der Hälfte der Zeit abbrechen. Ich denke, ein gewisses Grundverständnis für die Sprache habe ich inzwischen (auch in den Wochen vor dem Kurs) erworben und darauf lässt sich aufbauen!&lt;br /&gt;Nun zur Arbeit: zuerst einmal habe ich beschlossen, nur noch zweimal die Woche ins Internet zu gehen. Als ich meinen Arbeitsalltag geschildert habe, habe ich ja erwähnt, dass ich viel Zeit mit Mails schreiben und mit warten auf Antworten verbringe. Um mich aber mehr auf die Leute im Büro und die Sprache und einfach auf meine Umgebung einzulassen, will ich nicht mehr ganz so viel vor den Rechnern im Büro rumhängen. Bis jetzt ist mir das nur halb geglückt, doch muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich nur Organisatorisches (und die Champions League Ergebnisse) nachgeschaut habe.&lt;br /&gt;Die Bibliothek bleibt im Moment ein bisschen chaotisch und wird nur langsam weiter aufgeräumt, weil Anni und ich ja mehr als die Hälfte des Tages Sprachkurs haben. Aber langsam scheint hier ein Ende in Sicht zu kommen. Was danach kommt, bevor wir Anfang November nach Moshi gehen, ist noch nicht wirklich sicher. Vom Eine-Welt-Netz kam der Vorschlag, etwas für eine Anti-Malaria-Kampagne, an der der Verein teilnimmt, zusammenzustellen. Dieses Vorhaben will ich demnächst, wenn die Bibliothek abgeschlossen ist, in Angriff nehmen. Dazu ermutigt hat mich dass ich heute einen weiteren meiner Nachbarn hier in den Appartements kennen gelernt. habe Er arbeitet bei der staatlichen Krankheitspräventionsorganisation (oder so ähnlich...), beschäftigt sich viel mit HIV/AIDS-Prävention und hat mir auf meine Nachfrage hin angeboten, mir Ansprechpartner von seiner Organisation zum Thema Malaria heranzuziehen. Mal sehen, was dabei rumkommt.&lt;br /&gt;Zum Schluss vermutlich die Neuigkeiten, auf die hier alle am gespanntesten warten: ja, meine Blase am Fuß ist verheilt und ich bin auf den Boltzplatz zurückgekehrt – auf der Position namba tatu (Nummer drei), also linker Außenverteidiger. Dort marschiere ich in Manier eines Philipp Lahm auf und ab, kämpfe mit den Bodenwellen, dem Staub, auf dem ich mehr rutsche, als laufe, dem Strommast, der in meiner Abwehrecke steht, dem Abhang am Spielfeldrand und hin und wieder auch mal mit meinen Gegenspielern. Ich bekomme den Ball zwar nur sehr selten, da ich scheinbar noch nicht vollstes Vertrauen genieße, aber ich habe immer großen Spaß und es tut einfach gut, jeden Tag nach der Arbeit eine Runde Sport machen zu können. Und nächste Woche, am 07.10., geht die Liga los. Zu gegebenem Zeitpunkt, wenn ich auch selber mehr weiß, gibt es mehr Infos. Ich weiß bis jetzt nur, dass der Platz irgendwo weiter weg liegt, wo keine Dalla Dallas hinfahren und da hier auch keiner ein Auto hat, werden wir laufen. Aber einer der Jungs meinte, wir wären ja alle Sportler und deshalb bräuchten wir nur eine halbe bis dreiviertel Stunde, um bis zum Austragungsort zu joggen, um dann zu spielen und wieder zurückzulaufen. Bin echt mal gespannt, was da auf mich zukommt :)&lt;br /&gt;Achja, ich habe mich übrigens sehr über die Kommentare und die Mails von den verschiedenen Leuten gefreut – ahsante sana!&lt;br /&gt;Tutaonana baadaye!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-6214229117141451995?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/6214229117141451995/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/salama.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6214229117141451995'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6214229117141451995'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/10/salama.html' title='Salama!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-126770712194244635</id><published>2009-09-28T00:18:00.000-07:00</published><updated>2009-09-28T00:22:52.539-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Ein entspanntes Wochenende liegt hinter mir – meines Erachtens zu entspannt...wie berichtet war ich ja in der Nacht von Donnerstag auf Freitga unterwegs und dementsprechend kam ich am Freitag ziemlich fertig von der Arbeit wieder. Natürlich weniger wegen der anstrengenden Arbeit, als einfach wegen meiner Müdigkeit. Demzufolge bestand der Freitag dann für mich auch nur noch aus schlafen und essen. Das Essen hat aber eine extra Erwahnung verdient, denn Anni und ich haben dieses beim Makongo Resort, der Bar, die uns allabendlich mit Musik in den Schlaf wiegt, eingenommen. Natürlich Chipsi na kuku (Pommes mit Hühnchen). Jetzt habe ich also auch mal die Nachbarbar kennengelernt, was ich seit dem ersten Tag schon machen wollte. Ich denke, es wird nicht der letzte Besuch gewesen sein.&lt;br /&gt;Am Samstag standen dann typische Wochenenderledigungen wie Wäsche waschen und Zimmer putzen an – wenig spannend. Danach haben Anni und ich uns mit Nicolas getroffen. Diesen jungen Mann haben wir beim TOAM-Workshop vorletzte Woche kennengelernt und er wollte uns mal sein zu Hause zeigen. Das sah von außen zwar ziemlich runtergekommen aus, war innen aber geräumig, mit Couchgarnitur und Ferseher ausgestattet und Nicolas und sein WG-Kollege Yussuf beschäftigen immerhin eine Hausangestellte. Das scheint hier allerdings nicht besonders zu sein. Jeder, der ein bisschen Geld selbst verdient, leistet sich diesen in Deutschland ja doch exklusiven Dienst. Die Dame, die bei Nicolas und Yussuf arbeitet, hat ein wunderbares Ugali für uns gekocht. Ugali ist ein weißer Brei, von dem ich immer noch nicht genau weiß, woraus er besteht und den man mit der Hand ist. Dazu gibt es Fisch, Kohlgemüse, Hühnchen und was einem eben alles so einfällt. Der Brei selbst schmeckt nach ziemlich wenig und es ist mir unverständlich, dass es eine solche Speise geschafft hat, Nationalgericht zu werden. Mit den ganzen Beilagen wird die Sache dann aber dochschmackhaft und der Brei garantiert, dass man satt wird. Das könnte auch der Grund sein, dass Ugali so populär ist: es braucht kaum Zutaten und macht schnell satt. Bewundernswert fand ich, wie gekonnt unsere beiden Gastgeber mit der Hand gegessen habe. Ja, da gibt es Kriterien, die zeigen, ob man das kann oder nicht. Bei mir war danach von den Fingerspitzen bis zur Schulter (okay, vielleicht nicht ganz so weit) alles eingesaut, mit Fleischresten und Soße. Die beiden Ugaliprofis hingegen habe es irgendwie geschafft, nur den Brei in die Hand zu nehemen und diesen als Besteck zu benutzen. Auf jeden Fall waren deren Hände kein bisschen verschmiert oder so. An diesem Kriterium könnte ich meinen Integrationsgrad messen lassen. Da ich aber selber wenig Interesse daran habe, diesen geschmacklosen Brei zu essen und nicht die Fähigkeiten besitze, die wunderbaren Beilagen herzuzaubern, werde ich nur selten trainieren können...also werde ich das mal nicht als Integrationsgraf anwenden.&lt;br /&gt;Der restliche Samstag war vor allem davon überschattet, dass ich mir im Internetcafé eine Unzahl Viren auf meinen USB-Stick holte und beim löschen jener dann viele wichtige Dateien mitgelöscht habe. Also bin ich nochmal ins Internetcafé zurück und habe mir einen “AviraAntiVirUnEraser” runtergeladen, gemeinsam mit einem weiteren Heer Viren. Bevor ich diesen dann bis nachts um halb zwei anwenden konnte, meine Dateien rettete und den USB-Stick dabei über den Jordan schickte, waren Anni und ich im Kino. Das war allerdings nur eine Notlösung. Eigentlich wollten wir an die Beachbar, in der ich am Donnerstag war, doch haben wir von diesem Vorhaben abgelsassen. Grund dafür war, dass der Besitzer unserer Appartments nach dem Donnerstag ein wenig besorgt war, weil wir nachts so spät heimkamen und er bat uns, etwas mehr aufzupassen. Also hatten wir uns entschlossen, zumindest an diesem Wochenende darauf zu hören und wollten mit Emily weg. Die spricht ja auch ein bisschen Kiswahili (aber nicht so gut, weil sie aus Uganda kommt) und sollte uns dann quasi beschützen. Aber dann hat Emily lang arbeiten müssen und wollte nicht mehr weg, weshalb wir dann ein bisschen blöd dastanden. Um den Hausfrieden aufrecht zu erhalten, waren wir dann nur im Kino. Auf dem Rückweg haben wir dann ein Dalla Dalla genommen, das auf dem Weg in die Garage war (die fahren nur bis 22:00). Das wussten wir allerdings nicht und so kam es, dass wir dann noch eine Viertel Stunde durch die Dunkelheit laufen mussten. Das war vermutlich so ziemlich genua das, was Emily, Mr. Mushi (der Hausbesitzer) und alle anderen nicht wollten – und wir ja auch nicht. Schlussendlich kann ich aber die freudige Botschaft verkünden, dass ich noch lebe. Klingt komisch, ist aber so. Und nächstes Wochenende geht es dann an den Strand. Jedoch mit der Vorgabe, dass wir ein Taxi für den Rückweg nehmen, da das bis vor die Haustür fährt. Zwar glaube ich, dass die Gegend hier echt sicher ist, aber ich denke nicht, dass es sich lohnt, die ganzen Leute hier total in Sorge zu versetzen, nur um ein oder zwei Euro mehr für einen sichereren Transport im Taxi gegen irgendwelche anderen Möglichkeiten (Bajaj oder Dalla Dalla) einzusparen. Klingt irgendwie alles sehr dramatisch...:)&lt;br /&gt;Als großes Event des Wochenendes galten für mich die Wahlen, deren Ergebnis ich allerdings ein bisschen fürchtete. Den Wahlabend haben Anni und ich in der Botschaft verbracht. Wir sind extra ein bisschen früher hingefahren, um dann noch ein wenig in der Stadt spazieren zu können. Mein erklärtes Ziel war es, einmal den Rugbyplatz zu besichtigen. Als wir aber auf das Clubgelände wollten, das auch einen Golfplatz und zig Tennisplätze beherbergt, wurde uns gesagt, wir mpssten Clubmitglieder sein, um das Gelände betreten zu dürfen. Da will ich gar nicht wissen, wie hoch erst die Gebühren sind, um in diesem Club sein zu “dürfen”. Über den “Sea View”, eine Straße, die, wie der Name schon sagt, am Meer liegt, und die sehr, sehr schön ist, sind wir dann zur Botschaft gelaufen, wo wir viel zu früh ankamen. Im Empfangsraum des Hauses, in dem auch die britische und die niederländische Botschaft untergebracht sind, waren die Säulen bereits mit schwarz-rot-goldenen Tüchern geschmückt und das ZDF lief über einen Beamer. Noch war es eine gute Stunde bis zur ersten Hochrechnung. Als diese dann zu einem Gläschen Serengeti-Bier geliefert wurde, war die Stimmung nicht gerade berauschend. Es schien mir, als wären die Mehrheutsverhältnisse im Bundestag anders, als sie unter den Deutschen in Tansania sind. Für mich hatte das ganze aber auch etwas positives: da ich zwei Tage zuvor Umfragewerte gesehen hatte, habe ich das Wahlergebnis relativ genau getippt  (CDU: 34% SPD 24% FDP 14% Linke 12% Grüne 11%) und somit das Tippspiel in der Botschaft gewonnen. Preis war eine Tasche des Auswärtigen Amts mit einer CD Händels und einem Anstecker drin – wirklich exklusiv! Außerdem wurden wir von einer der Organisatorinnen des Fests zum 3. Oktober zu jenem Fest eingeladen. Anni hat nämlich auch sehr gut getippt und ebenfalls gewonnen. Das mit dem 3. Oktober ist deshalb auch ganz lustig, da in vielen Ländern an diesem Tag einfach eine Botschaftsparty in der dt. Botschaft gemacht wird. Als ich den deutschen Botschafter darauf angesprochen habe, meinte der, das wäre in Tansania aber nicht so und es käme bloß eine geladene Gesellschaft, zu der wir mit Sicherheit nicht gehören (so der klare Unterton). Da war ich erst einmal ein bisschen enttäuscht. Inzwischen weiß ich aber nicht einmal, ob ich da nächstes Wochenende wirklich hin will. Denn wenn dort nur geladene Gäste kommen, werden dort noch weniger gleichaltrige sein, als bei dem Wahlabend und es wird noch formeller zugehen. Allerdings wurde mir gesagt, würde es dort mehr zu essen geben ;)&lt;br /&gt;Meine größte Hoffnung an den Abend war, weitere Freiwillige kennenzulernen und das ist mir nach anfänglichen Schwierigkeiten auch gelungen. Ja, es stellte sich sogar raus, dass zwei Freiwillige hier in Dar tätig sind. Mit vier anderen Freiwilligen vom nordelbischen Missionszentrum waren wir dann nach der Wahlparty noch etwas trinken. Die Unterkunft zu nennen beschämt mich, denn ich hatte ein wirklich schlechtes Gewissen, dort hinzugehen. Allerdings kamen die anderen vier alle von weiter weg und hatten vorgeschlagen, mal im Kempinski Kilimanjaro vorbeizuschauen. Also sind Anni und ich mit. Die Bar befindet sich dort im obersten Geschoss und man hat einen wunderbaren Blick auf den Hafen, der auch nachts zu beeindrucken weiß. Ein Bier kostet dort in etwa das dreifache wie im Makongo Resort, ist aber mit 5000 Tsh auch nicht teurer als in einer normalen deutschen Kneipe. Trotzdem war es echt komisch, in so einem Hotel zu verkehren und ich fühlte mich fehl am Platze. Nach einem Bier ging es dann aber auch heim. Jetzt höre ich Händels Trompetenkonzert g-moll HWV 287 gepaart mit afrikanischem Hip-Hop aus der Nachbarschaft.&lt;br /&gt;Lala salama na baadaye!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, es waere schoen, wenn der ein oder andere mal signalisieren koennte, dass irgendjemand diesen Blog hier liest.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-126770712194244635?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/126770712194244635/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/ein-entspanntes-wochenende-liegt-hinter.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/126770712194244635'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/126770712194244635'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/ein-entspanntes-wochenende-liegt-hinter.html' title=''/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-8081403127071027465</id><published>2009-09-25T02:01:00.000-07:00</published><updated>2009-09-25T02:12:19.215-07:00</updated><title type='text'>Der Alltag…</title><content type='html'>…holt mich langsam ein. Zwar standen in den ersten beiden Wochen mit dem Gender Festival und dem TOAM-Workshop zwei Ereignisse an, die den Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich gestalteten, doch diese Woche war ich nicht ausser Haus und habe deshalb inzwischen so etwas wie einen Alltag, den ich all meinen treuen und ergebenen Lesern etwas genauer vorstellen moechte:&lt;br /&gt;Um viertel nach acht, nach den BBC World News, brechen Anni und ich immer in Richtung Arbeit auf. Nicht nur der Gesundheit und des Geldes wegen gehen wir immer zu Fuss zur Arbeit. Nein, es ist auch einfach komfortabler als eine Dalla-Dalla-Fahrt, die meistens nur unwesentlich schneller ist. Zwischen halb und viertel vor neun trudeln wir dann bei Envirocare ein, so wie auch die meisten anderen Mitarbeiter hier. Dann wird der Laptop ausgepackt, sich ein Packen Buecher, Broschueren, Reporte oder was man eben sonst noch so lesen kann, aus dem Regal geschnappt  und jedes Exemplar in eine Access-Datenbank eingespeichert. Diese Arbeit ist eher stupide, aber muss eben erledigt werden. Es gestaltet sich nur leider schwer, die Bibliothek so einzurichten, dass sie wirklich uebersichtlich und leicht zu durchschauen ist. Den Grossteil bilden irgendwelche Broschueren ohne ISBN oder Autor, die dann haeufig auch noch auf Kiswahili geschrieben sind, sodass auch eine Einordnung in ein Thema relativ schwer faellt. Aber wir geben unser bestes! Und heute habe ich gerade ein Buch in die Datenbank uebernommen, da kam Loyce (die Chefin) und hat sich total gefreut, dass ich das gefunden hab, weil sie es schon ewig gesucht hat. Es ist schoen, wenn man sieht, dass die Arbeit zumindest hin und wieder auch ihre Fruechte traegt.&lt;br /&gt;Das groesste Problem an dieser Aufgabe ist, dass uns nur ein Laptop zur Verfuegung steht und deshalb immer nur eine Person arbeiten kann. Der andere kann dann die Zeit irgendwie anders verbringen. Anni macht das vorzugsweise mit Agatha Christie und ich mit Googlemail.&lt;br /&gt;Nun aber weiter zum Tagesablauf: um 10:00 ist Teepause, die auch alle Mitarbeiter gerne wahrnehmen, bevor dann bis zum Mittagessen weitergearbeitet wird. Dieses wird von der gleichen Dame wie der Tee fuer gerade mal 1000 TSh so zubereitet, dass es irgendwann zwischen eins und zwei fertig ist. Anni hat mir am Tag meiner Ankunft gesagt, es gaebe immer Reis, aber immer anders gewuerzt. Ich habe eher den Eindruck, es gibt immer Reis und immer gar nicht gewuerzt, auch nicht gesalzen. Dazu gibt es immer Bohnen und hin und wieder auch Fleisch.&lt;br /&gt;Mit vollem Magen wird dann bis ca. vier Uhr nachmittags weitergearbeitet. Dann treten Anni und ich den Heimweg an oder fahren mit dem Dalla Dalla einkaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, was kommt dann? Eigentlich wuerde ich jetzt schreiben wollen, dass ich dann kurz im Zimmer bin und dann auf den Boltzplatz gehe, wie ich es Dienstag und Mittoch gemacht habe, doch es gibt schreckliche Neuigkeiten: just an dem Abend, an dem mein Boltzplatzteam nach dem Spiel noch zusammen kam und der Trainer, von dem ich vorher nicht wusste, dass es ihn gibt, uns ueber die Saison, von der ich ebenfalls nicht wusste, dass es sie gibt, informierte, machten sich die ungewohnten Platzverhaeltnisse (Sand) an meinem rechten Fuss bemerkbar. Eine ziemlich grosse Blase haelt mich jetzt vom spielen ab. Anders als der Mainzer Neuzugang Eugen Polanski, der sich zwei Hauttransplantationen unterzog, vertraue ich fest auf meine Zehen, dass sie das ohne weitere medizinische Eingriffe ueberstehen werden (obwohl ich durch meinen Sonnenbrand, der sich grade schaelt, eigentlich genug Haut fuer das ganze Bein haette). Natuerlich bin ich dann am naechsten Tag trotzdem auf den Boltzplatz gegangen, um dem Trainer bescheid zu sagen – und um ihm 500 TSh zu geben. Im Moment sammeln wir Geld, damit wir 10000 TSh (5,50 Euro) fuer einen Ball zusammenbekommen. Ja, hier ist das Budget eben stark beschraenkt. ABER: das muss nicht so bleiben, denn am 7. Oktober beginnt die Liga, von der ich jedoch nicht weiss, wie sie organisiert ist. Ich weiss aber, dass das Gewinnerteam 500000 TSh bekommt, der zweite 300000 und der dritte auch noch ein bisschen was. Morgen ist Votreffen aller teilnehmenden Mannschaften. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich da hinfahre. Aber ich bin mir sicher, nach meiner Genesung werde ich zurueckkommen (als linker Verteidiger) und alles geben und mich voll in den Dienst der Mannschaft stellen. Uebrigens: dem besten Spieler und dem besten Torwart der Liga winken 20000 TSh. Wie das evaluiert wird? Keine Ahnung!&lt;br /&gt;Bei so viel Fussball koennte man meinen, es bleibt fuer wenig andere Dinge Zeit. Dem ist aber nicht so. Letzten Sonntag, direkt nach dem ich meinen letzten  Blogeintrag hochgeladen hatte, sind Anni und ich mit Musit zu ihm nach Hause. Dort haben wir dann gemeinsam mit der Familie zu Mittag gegessen. Wir wurden wirklich sehr nett aufgenommen, man hat sich unterhalten und abschliessend wurden noch lauter Fotos gemacht. Ich wollte das eigentlich erst nicht, weil ich mir dachte, dass sich die Familie dann wie eine Touristenattraktion vorkommt, aber dann hat Mustis Vater angefangen Fotos von uns mit seiner kleinen Tochter zu machen, da hab ich ihm dann einfach meine Kamera in die Hand gedrueckt. Bilder davon werde ich demnaechst, wenn ich mal im Internetcafe bin und eine schnellere Verbindung hab, hochladen.&lt;br /&gt;Am Montag sind Anni und ich mit Sele und Lahma nach Bagamoyo gefahren – das erste Mal, dass wir Dar verlassen haben. Zeit hatten wir, da am Montag noch das Ende des Ramdhan gefeiert wurde und deshalb ein landesweiter Feiertag war.&lt;br /&gt;Bagamoyo war zur Zeit Deutsch-Ostafrikas Hauptstadt der Kolonie, hat sich aber seit dem Ende des ersten Weltkriegs nicht mehr weiterentwickelt. Dort stehen ein paar alte deutsche Haeuser, die erste Kirche Ostafrikas und es gibt einen grossen Strand, an dem lauter Fischerboote liegen. Baden wollte ich aber nicht, da ich einen riesigen Sonnenbrand hatte und nicht riskieren wollte, diesen noch zu verschlimmern.&lt;br /&gt;Am schoensten an dem Ausflug nach Bagamoyo war eigentlich die Fahrt hin und zurueck. Wir sind einfach mal uebers Land gefahren, vorbei an Palmenhainen, vertrockneten Riesenbaeumen, Lehmhuetten und vermuellten Bushaltestellen. Abgesehen von den vermuellten Bushaltestellen lauter neue Eindruecke von dieser schoenen Gegend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich denke ich, dass das genug Lesestoff ist, doch gilt es noch ein letztes Event zu erwaehnen. Am gestrigen Abend war ich mit Soeren, Musti und anderen wieder an der Strandbar, wo wir auch schon letzten Samstag waren. Diesmal allerdings abends. Und es war unglaublich gemuetlich. Ich glaub, ich weiss schon, wo ich auf jeden Fall nochmal am Wochenende (nicht unbedingt am kommenden) hingehen will. Da ist dann bestimmt ordentlich was los und so eine Disco unter Palmen im Sand hat schon was.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt mir noch zu sagen, dass ich mich freue, dass Dortmund mal wieder gewonnen hat, dass so viele Favoriten im DFB-Pokal rausgeflogen sind, dass am Montag mein Sprachkurs beginnt, dass die Wahl vielleicht doch noch spannend wird und dass ich fuer Sonntag auf der Gaesteliste der deutschen Botschaft stehe, um die Wahl live verfolgen zu koennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-8081403127071027465?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/8081403127071027465/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/der-alltag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8081403127071027465'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8081403127071027465'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/der-alltag.html' title='Der Alltag…'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-8446776277145220309</id><published>2009-09-20T02:52:00.000-07:00</published><updated>2009-09-20T02:54:44.793-07:00</updated><title type='text'>Die Zeit des Fastens ist vorbei!</title><content type='html'>Heute endet der Ramadhan und all die Moslems hier dürfen auch wieder tagsüber essen und trinken. Welche physische Entbehrung der Ramadhan ist, habe ich in den letzten Tagen ein bisschen erahnen können. Doch auch ich habe gefaset: Internet. Ich habe hier seit einer Woche nicht mehr reingeschrieben und ich will nun mein bestes geben, Schritt für Schritt von den interessantesten Erlebnissen zu erzählen.&lt;br /&gt;Anfang der Woche waren Anni und ich darauf aus, endlich mit Grace über unsere Zukunft im Projekt zu sprechen, da es ihrerseits immer wieder hieß, dass wir nicht nach Moshi gehen würden. Nun ist aber das Geld für die Projekte in der Kilimanjaroregion eingegangen und wir können Ende dieses Jahres noch dorthin – juhu! Außerdem hat Grace es geschafft, uns einen Sprachkurs bei einer jungen Dame, die wohl Kiswahili studiert hat, einen sehr günstigen Preis für einen dreiwöchigen Sprachkurs auszuhandeln, der Montag in einer Woche starten wird.&lt;br /&gt;Das Geld, was ich dafür benötigen werde, habe ich mir teilweise unter der Woche verdienen können. Ich habe nämlich hart gearbietet! Drei Tage lang, von Mittwoch bis Freitag, bin ich jeden Tag in die Innenstadt gefahren, eine Stunde Achterbahnfahrt im Dalla Dalla (ja, ich habe jetzt meinen ganz persönlichen Lieblingsfahrer und bei der zweiten Fahrt mit ihm habe ich mich extra in die erste Reihe gesetzt, um seinen virtuosen Fahrstil besser bewundern zu können), dann saß ich ab neun stets eineinhalb Stunden in einer zu stark klimatisierten Halle, bevor es zum Tee mit lecker Fingerfood ging. Nach weiteren eineinhalb kräftezerrenden Stunden stand dann ein Mittagessen mit unbegrenztem Nachschlag an. Dies nahm dann meist so viel Platz ein, dass ich aufs Abendessen verzichten konnte. Doch das war noch nicht das Ende meiner Arbeit: Weitere drei Stunden – mit einer etwas längeren Pause zwischendrin – galt es nun in dem teilweise sogar zu kühlen Raum zu verbringen, bevor dann die wohlverdiente Lohnauszahlung erfolgte und gegen fünf Uhr der Rückweg während der Rush Hour (eineinhalb Stunden) angetreten werden konnte. Über Geldsummen sollte ich hier im Internet eigentlich nicht sprechen, aber so viel sei gesagt: die ausgezahlte Summe berträgt genau 60% der Kosten des Sprachlurses!&lt;br /&gt;Nun mal Spaß beiseite! Also, ich war drei Tage auf einem Workshop der Tanzanian organic agriculture movement (TOAM), bei dem das Grundgerüst für einen Strategieplan für die nächsten (mindestens) fünf Jahre entworfen werden sollten. Dieses Ziel konnte, wie ich finde, in Auszügen erreicht werden. Bei der Beratungsfirma, die den Workshop leitete, war auch eine Dame dabei, die irgendwie Deutsch war und Anni und mir danach erzählt hat, dass TOAM sich mit der ausgesuchten Workshopmethode komplett übernommen hätten, die Teilnehmer davon keine Ahnung gehabt hätten und die Sache auf außergewöhnlich niedrigem Niveau ablief. Das war recht interessant. Mich persönlich hat der Workshop aber durchaus weitergebracht, da ich jetzt einen ersten Einblick in die “Szene” erhalten habe, mit der ich mich vor allem während meiner Zeit in Moshi etwas genauer beschäftigen werde. Und warum gibt es für die Sache jetzt Geld? Das ist in Tansania eben so üblich, da Teilnehmer des Workshops ja Arbeitszeit opfern und auch einen Anreiseaufwand haben. Anstatt für die Workshopteilnahme zu bezahlen, bezahlt eben der Organisator, weshalb sich Workshops scheinbar auch relativ großer Beliebtheit erfreuen.&lt;br /&gt;Leider durchkreuzte die lange Rückfahrt meinen Plan, jeden Abend mit meinem Team Fußball zu spielen. Joe, der Kapitän, ein anlernender Buchhalter, hat mir letzten Sonntag erklärt, dass sie auf dem Boltzplatz nebenan immer in zwei festen Teams spielen und dass ich gerne bei ihnen bleiben könnte. Da hab ich doch dankend angenommen und mich gleich für die nächsten Tage angemeldet – unwissend, dass der Workshop mir alles (zeitliche) abverlangen würde. Ich hoffe, mein Team wird mir mein undiszipliniertes Verhalten verzeihen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstag stand dann ein besonderer Punkt auf der Tagesordnung: ich habe mich mit Sören, einem guten Freund von Simon (das ist mein großer Bruder) getroffen, der derzeit mit einer Studentenreise der Hafenuni Hamburg unterwegs ist, getroffen. Sören hat noch einen Komolitonen, Gerd, sowie einen tansanischen Studenten namens Mustafa (Musti) mitbebracht. Musti hat uns dann an einen wunderbaren, kostenlosen Strand gebracht, an dem wir uns wunderbar und kistenlos total verbrannt haben. Und das, obwohl es zu der Zeit, wo wir oben ohne waren, Wolken am Himmel waren. Die Lichtintensität war aber vermutlich trotzdem stärker, weil es morgens mal ein bisschen geregnet hat und deshalb der Smog vom Himmel runter war. Der Regen hat auch für einen ziemlich fiesen Kloakegeruch am Busbahnhof gesorgt – das war wirklich unschön!&lt;br /&gt;Während wir drei Deutschen einer roter als der andere waren, war Musti nachher so schwarz wie vorher, aber dafür total erschöpft. Bei ungefähr dreißig Grad draußen unterwegs zu sein und den ganzen Tag nichts trinekn zu dürfen, hat ihn sichtbar geschlaucht. Seine gute Laune und seine Bereitschaft, mit uns noch Schuhe kaufen zu gehen, hat das aber nicht eingeschränkt. So habe ich jetzt endlich auch passendes Schuhwerk zum Fußball spielen, was auch dringend nötig ist. Schließlich hat mir ein Junge am Busbahnhof erzählt, dass einige Fußballnationalspieler Tansanias aus Makongo, meinem (!) Stadtteil kommen. Auf dem Markt war dieses Unterfangen wenig kostspielig und es schien mir so, als seien die Verkäufer nicht gerade gerissen (“Wie viel kosten die Schuhe?” “35.000” “Pfffff” “Wie viel willst du bezahlen?” “20.000” “OK, 30.000!?” “Ich muss danach noch was anderes kaufen” “Ja, 20.000 ist OK”). Mein erster Verhandlungserfolg!&lt;br /&gt;Als unwürdigen Abschluss für diesen wunderschönen Tag suchten wir uns die Mensa des Studentenwohnheims aus, bei dem Sören und Gerd untergebracht sind und die mich mit ihrer Küche nicht beeindrucken konnte. Danach haben Musit und ich unsere vierte Bajaj-Fahrt (das sind diese Dreiräder) des Tages auf uns genommen, um heimzufahren. Musti, zu diesem Zeitpunkt dann bereits gestärkt und in dem Wissen, dass er nun elf fastenfreie Monate hat, hat dann beim umsteigen extra noch gewartet, bis mein Dalla Dalla da war und hat mich später noch angerufen, um sich zu erkundigen, ob ich auch gut angekommen bin. Der Junge ist wirklich ein guter :) Noch dazu wohnt er nicht allzu weit weg von hier, sodass ich ihn vermutlich noch des öfteren sehen werde.&lt;br /&gt;Am heutigen Sonntag habe ich die Makondeschnitzereien hier in der Gegend begutachtet. Das sind diese angeblich typisch afrikanischen Schnitzereien, die aber bei den Afrikanern scheinbar nur mittelmaessig beliebt sind. War aber echt schoen! Wer irgendetwas gekauft haben will, der moege es mir sagen :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt lässt sich sagen, dass diese Woche ein voller Erfolg war: das Projekt ist auf guten Wegen, der Workshop war informativ und ertragreich (auch hier habe ich Kontakte geknüpft) und der Samstag war wunderbar! Lediglich das mit dem Fußball spielen ist blöd gelaufen. Aber mit den neuen Schuhen werde ich jetzt so richtig durchstarten ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kwa Heri ihr lieben Leute, bei denen jetzt der Herbst einbricht, während hier der Sommer beginnt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-8446776277145220309?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/8446776277145220309/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/die-zeit-des-fastens-ist-vorbei.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8446776277145220309'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8446776277145220309'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/die-zeit-des-fastens-ist-vorbei.html' title='Die Zeit des Fastens ist vorbei!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-5003091452454495277</id><published>2009-09-13T07:59:00.000-07:00</published><updated>2009-09-14T00:42:53.838-07:00</updated><title type='text'>Kariakoo...</title><content type='html'>...ist ein sehr lebendiges Schwarzenviertel in Dar Es Salaam und diente am Samstag als Ausflugsziel für Anni und mich. Als wir das am Freitag Grace erzählten, bestand sie darauf, dass uns Scola, eine Mitarbeiterin von Envirocare, begleitet. Wir waren natürlich erstmal nicht so begeistert, haben dann aber nicht widersprochen, weil wir das Viertel ja noch nicht kannten. Im Nachhinein waren wir beide froh, dass Scola dabei war. Sie hat uns wunderbar in die große Markthalle geführt, die (vor allem für Samstag) relativ ruhig erschien und die mich erst sogar ein bisschen enttäuschte. Ich hatte einen riesigen Markt mit regem Treiben erwartet. Hier schien es nicht einmal Gemüse und sowas zu geben. Aber dann hat Scola uns in den Keller geführt, der nur über eine kleine Treppe zugänglich war und dort war dann genau das, was ich oben noch vermisst hatte. Riesige Säcke voller Obst und Gemüse in einem großen Raum. Scola hat uns durch dieses Kellergewölbe, was dann auch noch weiter abzweigte, relativ schnell hindurchgeführt und ich hatte den Eindruck, dass Weiße nur sehr selten in diesen Räumlickkeiten sind. Es war aber wirklich umwerfend. Fotos habe ich leider keine gemacht, da uns von vornherein alle Leute bei Envriocare und auch hier aus dem Haus gesagt haben, dass wir mit unseren Wertgegenständen sehr vorsichtig sein müssen. Eigentlich dachte ich, mit dem Markt das Highlight des Viertels gesehen zu haben, doch dem war nicht so. Das Highlight ist einfach das Viertel an sich. Auf Straßen, die voller Menschen waren (Emily hatte uns davor noch gesagt, dass die berühmten Bilder der Menschenmassen am Times Square nicht beeindruckender sind und hatte Recht!) führte uns Scola herum. Überall Geschäfte, zwischen drin Autos und Laster, die durch die engen Gassen voller Menschen einfach hupend durchfuhren (in der Regel, je größer, desto schneller) und alle schauten uns an. Manche sprachen uns auch an, aber die hat Scola ziemlich scharf abgewimmelt.&lt;br /&gt;Als wir aus Kariakoo raus waren, hat Scola uns dann noch bis an den Fischmarkt am Indischen Ozean geführt, sodass ich einen ersten umfangreichen Eindruck von der Stadt bekommen habe – wirklich nicht schön! Die Gebäude sind alle runtergekommen, obwohl sie alle noch nicht allzu alt sind. Das enorme Wachstum der Stadt lässt auch leicht vergessen, dass sie ja wirklich noch nicht so alt ist und deshalb wenig Tradition oder so etwas hat. Und auch die Stimmung war nicht allzu angenehm. Das mag aber auch daran liegen, dass ich mich immer noch daran gewöhnen muss, grundsätzlich aufzufallen und von vielen angesprochen zu werden (“Cheap trip to Sansibar?” “Want to go to Arusha?”, usw.). Ansonsten versuche ich mehr und mehr Anschluss vor Ort zu finden, im gemütlichen Makongo. Dazu ist mir ein wichtiger Schritt am Freitag geglückt, als ich Sele gebeten habe, mich doch mal kurz auf den Bolzplatz zu begleiten. Er hat mich dann runtergebracht und dann konnte ich sofort mitspielen. War echt spannend. Das Alter der Mitspieler bewegt sich irgendwo zwischen 8 und 40 und die Stimmung war gut. Weniger gut waren die “Platzverhältnisse”. Bei dem Areal überhaupt von einem Sportplatz zu sprechen, wäre der eigentlichen Bedeutung des Worts unangemessen. Es handelt sich um einen Sandplatz, der in etwa die größe eines Fußballfelds hat. An beiden Enden steht ein selbstgezimmertes Tor. Und was dazwischen liegt, lässt nicht mehr auf einen Sportplatz schließen. Aber der Spaß am Spiel ist ja entscheidend :)&lt;br /&gt;Nach dem Spiel wurde ich dann auch gleich fürs nächste Mal eingeladen, sodass ich am Samstag morgens um acht wieder auf der Matte stand. Der ein oder andere mag sich jetzt fragen, warum ich so früh schon auf den Beinen war, aber das ist leicht zu erklären: da die Zimmer hier keine Fensterscheiben, sondern nur Moskitonetze haben und draußen ab sechs Uhr immer Betrieb ist, ist der Schlaf meist eine unruhige und kurze Angelegenheit. Aber das ist, wenn man bedenkt, dass es von morgens sechs bis abends sieben Sonnenlicht gibt, auch relativ logisch. Ab sieben Uhr abends ist es nämlich stockdunkel, sodass man auch einfach früher ins Bett geht. Nur der Muezin der Moschee ist immer noch spät abend und dann wieder früh morgens (um vier!) zu hören.&lt;br /&gt;Abschließend hier noch meine Postadresse:&lt;br /&gt;Hannes Lindenberg&lt;br /&gt;c/o Envirocare&lt;br /&gt;P.O Box 9824&lt;br /&gt;Dar Es Salaam&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachtrag: die ersten Fotos sind online&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-5003091452454495277?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/5003091452454495277/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/kariakoo.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5003091452454495277'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5003091452454495277'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/kariakoo.html' title='Kariakoo...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-6988332800202861728</id><published>2009-09-11T05:33:00.000-07:00</published><updated>2009-09-11T05:35:14.338-07:00</updated><title type='text'>nach fuenf Tagen...</title><content type='html'>Mambo!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Arbeitswoche ist um und es gibt viel zu erzählen.Zwar habe ich nicht sehr viel gearbeitet, aber durchaus viel erlebt. Am Dienstag und am Mittwoch waren Anni und ich auf dem Jambesa wa jinsasa. So,der so ähnlich, heißt das “Gender Festival” Tansanias auf Kisuaheli. Dort trafen sich viele, viele Männer und Frauen, denen etwas an Emanzpation liegt, doch waren auch Themen wie Armut, Umweltschutz und Gesundheit von Bedeutung. Deshalb hatten wir auch mit Envirocare einen eigenen Stand. Dort war ich allerdings nicht sonderlich aktiv, denn die meisten Tansanianer sprechen eher ungern Englischn und fragen dann gleich jemanden, der Kisuaheli kann, wenn sie merken, dass ich das (noch?) nicht spreche. Anni und ich haben uns auf dem Festival nach anderen NGOs umgeschaut, bei denen wir evtl. hin und wieder als Freiwillige arbeiten könnten. Grace (unsere Mentorin) hat uns das vorgeschlagen, da sie will, dass wir viel rumkommen und in Zeiten des Nichtstuns einfach auch mal zu einem anderen Verein schauen können. Bei unserer Suche waren wir dann, sagen wir, mittelerfolgreich.&lt;br /&gt;Dennoch war das Festival ein voller Erfolg: auf dem Weg dorthin sind wir durch die halbe Stadt gedüst und haben viel gesehen. Mir kommt es so vor, als wäre die Stadt ein einziger riesiger Haufen von Buden. Das liegt aber vor allem daran, dass die Dalla Dallas, wenn möglich, wie der restliche Verkehr auch, auf den Teerstraßen unterwegs ist. An diesen Siedeln sich eben wegen des Verkehrs Obst- und Zeitschriftenverkäufer, Imbisse, Restaurants, Bettler, Schrotthändler,Automechaniker, Diebe und auch der ganze Rest an. Viele, habe ich den Eindruck, hocken auch einfach den ganzen Tag an der Straße und tun einfach nichts. Zwischen den Teerstraßen liegen dann dicht besiedelte Gegenden, in die ich noch nicht weiter vorgedrungen bin, da sie wenig einladend aussehen.&lt;br /&gt;Auf dem Festival haben wir außerdem sehr viele Massai gesehen. Anni wollte sich mit welchen fotografieren lassen, aber das hätte unser Dalla Dalla-Geld gekostet. Dafür habe ich heimlich einen fotografiert. Der hat zwar keines dieser ziemlich spacigen Kostüme an (das tragen scheinbar vor allem die Frauen), aber er hat auch dieses ewig lang runterhängende Ohrläppchen. Allerdings, und deshalb habe ich ihn fotografiert, hat er sich einen Trick ausgedacht, wie er verhindert, dass sein Ohrläppchen so rumlabbert und es sich einfach einmal ums Ohr drumgewickelt. Das hat mich wirklich fasziniert! Fasziniert hat mich auch, dass ich am Mittwoch Abend noch mehr von den Massai gesehen habe. Da war ich nämlich mit Anni und Emily (Mitarbeiterin und Nachbarin) in einem Irish Pub in Oyster Bay. Das ist das Villenviertel in Dar und da stehen tatsächlich Paläste, wie ich sie noch nie gesehen hab. Die männlichen Massai sind immer sehr simpel gekleidet und laufen meist in ein paar Tücker gewickelt, Sandalen an den Füßen und einem Stock in der Hand durch die Gegend. Als ich sie dann im Villenviertel zuhauf vorm Irish Pub in dunklen Ecken stehen sah, wurde mir erst ein bisschen mulmig. Im Pub erzählte mir Emily dann aber, dass wir froh sein können, wenn Massai in der Gegend sind. Sie seien nämlich unglaublich rechtschaffende Menschen und ließen kein Unrecht zu. Wenn also jemand einen sicheren nach Hause weg haben will und Angst hat, überfallen zu werden, kann er einen Massai fragen, ob er ihn nach Hause bringt und ist somit wohl ziemlich sicher. Dafür bekommen die Herren dann ein Trinkgeld und alle sind glücklich. Dieses Volk scheint wirklich interessant zu sein und vielleicht lerne ich ja noch den ein oder anderen Massai kennen.&lt;br /&gt;Ansonsten war der Ausflug yum Karaokeabend im Irish Pub mein erster Trip ins Nachtleben von Dar. Ehrlicherweise muss jedoch gesagt werden, dass in diesem etwas gehobeneren Etablissements der Anteil weißer Leute wesentlich größer war, als der schwarzer und ich mich deshalb, abgesehen von Hin- und Rückfahrt, fast wie inEuropa gefühlt hab.&lt;br /&gt;Auf der Tagesordnung bei Envirocare steht für mich derzeit die Organisation eines Sprachkurses, beziehungsweise, Anni und ich müssen Grace Druck machen, damit sie das organisiert – und derzeit sieht es so aus, als würden wir nächste Woche starten. Da freu ich mich schon sehr drauf. Ansonsten versuchen Anni und ich die “Bibliothek” des Vereins ein bisschen zu ordnen. Mehr kann ich derzeit über meine Arbeit nicht erzählen, was aber auch daran liegt, dass ich ja zwei Tage in dieser Woche außer Haus war. Nächste Woche wollen wir (Anni, Grace, Loyis – Chefin – und ich) uns mal zusammensetzen und einen Plan ausarbeiten. Hoffentlich kann ich die Resultate dann hier kundtun.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-6988332800202861728?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/6988332800202861728/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/nach-fuenf-tagen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6988332800202861728'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/6988332800202861728'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/nach-fuenf-tagen.html' title='nach fuenf Tagen...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-8846815958988726638</id><published>2009-09-06T05:07:00.000-07:00</published><updated>2009-09-06T05:33:59.156-07:00</updated><title type='text'>Karibu!</title><content type='html'>Nachdem schon bei meinem achtstuendigen Zwischenstopp am Kairoer Flughafen kein Internet zu finden war, hat mir Annika soeben das naechste Internetcafe gezeigt. Doch ich moechte die Erlebnisse meiner Reise jetzt moeglichst chronologisch schildern.&lt;br /&gt;Gestern morgen ging es dann also vom Frankfurter Flughafen los, gen Sueden. Dass ich gerade noch rechtzeitig abgeflogen bin, bestaetigten mir die leicht bepuderten Alpen. Danach war aber an Winter nicht mehr zu denken: ein beeindruckender Flug ueber die zahlreichen griechischen Inseln und dann die Landung in Kairo. Dort war es 38 Grad warm. Mit langer Hose, Wanderstiefeln und Fleecejacke, die meinen Koffer zu schwer gemacht haetten und deshalb an mir hingen, dachte ich deshalb gar nicht erst daran, den Kairoer Flughafen zu verlassen. Stattdessen habe ich gelsen, Flugzeuge angeschaut, fuer schlappe 9 Dollar bei Burger King gegessen (das war das billigste!), zwei Minuten Kisuaheli gelernt und gewartet. Abends um halb elf ging es dann endlich weiter und um kurz nach vier, als kurz nach fuenf der hiesigen Zeit, bin ich dann endlich in Dar Es Salaam gelandet. Leider eine Stunde zu frueh, um den Sonnenaufgang aus dem Flugzeug heraus zu geniessen.&lt;br /&gt;Nachdem ich dann mein Touristenvisum erhalten habe und ich erleichtert meinen Koffer, der in Kairo durchgecheckt wurde, wieder erblicken konnte, wartete auch direkt draussen Freddie von Envirocare. Er hat mich dann durch die Strassen kutschiert, die fuer morgens halb sechs sehr, sehr frequentiert waren (weniger von Autofahrer, als von Fussgaengern). Das liegt vermutlich am Ramadan und daran, dass es morgens sehr angenehme Temperaturen sind. Diese Fahrt war auch in Sachen Tansanischer Verkehrskunde lehrreich: so erfuhr ich zuerst, was eine Ampel bedeutet, bzw. was sie eben nicht bedeutet, als an den Ampeln immer wieder Autos in aller Seelenruhe an Freddies wartendem Auto vorbeifuhren. Wesentlich beeindruckender war dann aber die Fahrt zu meiner Wohnung, als wir die grossen geteerten Strassen hinter uns gelassen haben. Wir sind auf Untergruenden unterwegts gewesen, bei denen in Deutschland jeder umkehren wuerde, weil er Angst um sein Auto hat. Aber immerhin waren wir ja auch in einem verkehrstuechtigen Nissan unterwegs. Die Fahrt hier ins Einkaufszentrum zum Internetcafe war noch wesentlich abenteuerlicher. Nachdem Annika und ich ein bisschen die nachbarschaft ausgekundschaftet und danach zu Mittag gegessen hatten, wollten wir ins Mlimani City, wo wir jetzt auch sind. Davor kam aber noch Sele, nuser netter Hausverwalter, und hat mein Moskitonetz in die Decke gehaemmert und mir dabei meine ersten Kisuahelivokabeln beigebracht. Und dann kam meine erste grosse Dalla-Dalla-Fahrt. Dalla Dallas sind Kleinbusse, in die moeglichst viele Sitzbaenke reingezimmert werden und die einen ueberalle auf ihrer Strecke aufsammeln und rausschmeissen. Der Reiz an der Sache ist, dass sie (meist) viel schneller als Fussgaenger und (immer) viel billiger als Taxis sind. Dafuer mus man aber auf jeglichen Komfort verzichten und sich damit abfinden, dass in einem Mercedes-Sprinter-grossen, zerfallenden Mitsubishi locker 15 Sitzplaetze plus Fahrer- und Beifahrersitze belegt sind und dann nochmal 10-15 Leutre stehen. Manchmal kommt es sogar vor, dass der Kerl, der Ein- und Ausstieg regelt, sogar sagt, das Dalla Dalla sei zu voll. Wenn es dann soweit ist, widerspricht auch keiner, der dann nicht mehr reinpasst. Das war schon eine lustige Fahrt und ich freue mich auf die Rueckfahrt.&lt;br /&gt;Jetzt ist meine Nutzungszeit gleich um und deshalb nur noch gesagt, dass der Supermarkt hier deutsches Preisniveau hat, was mich ziemlich geschockt hat. Jetzt gehen wir gleich noch auf den Markt, um mir einen Steckdosenadapter zu kaufen und dann geht's wieder heim. Da werde ich dann vermutlich todmuede ins Bett fallen.&lt;br /&gt;Naechstes Mal werde ich ein bisschen mehr Zeit hier verbringen, sodass ich dann vielleicht auch mal Fotos hochladen kann und auch Mails schreiben werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin, kwa heri!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-8846815958988726638?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/8846815958988726638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/karibu.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8846815958988726638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/8846815958988726638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/09/karibu.html' title='Karibu!'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5816611547847808344.post-5753900323913942312</id><published>2009-08-11T04:51:00.000-07:00</published><updated>2009-08-11T05:01:30.422-07:00</updated><title type='text'>Bald geht's los...</title><content type='html'>...und jetzt ist auch mein Blog eingerichtet. Am fünften September fliege ich von Frankfurt nach Dar Es Salaam, wo ich die ersten zwei Monate meines Anderen Diensts im Ausland verbringen werde. Am siebten November geht es dann für zehn Monate in den Norden Tansanias, nach Moshi. Meine Trägerorganisation ist das Eine-Welt-Netz-NRW (http://www.eine-welt-netz-nrw.de/seiten/104/) und die Partnerorganisation vor Ort ist Envirocare (http://www.envirocaretz.com/). Zu meinen Aufgaben in Tansania werde ich dann kommen, wenn ich dort bin. Bisher sind die Informationen folgende: in Dar Es Salaam sollen Annika (meine "Kollegin", die ein FSJ absolviert) und ich die Sprache (Swahili) lernen und die Bibliothek des Vereins ein wenig auf Vordermann bringen. In Moshi soll unsere Aufgabe sein, mit den Bauern vor Ort zusammenzuarbeiten: aufs Feld gehen, Produkte vermarkten, didaktisches Material erstellen, etc. Was das genau bedeutet? Weiß ich (noch) nicht!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5816611547847808344-5753900323913942312?l=hannes-in-tansania.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/feeds/5753900323913942312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/08/bald-gehts-los.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5753900323913942312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5816611547847808344/posts/default/5753900323913942312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hannes-in-tansania.blogspot.com/2009/08/bald-gehts-los.html' title='Bald geht&apos;s los...'/><author><name>Hannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00832296973883300887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
